Hochschule für Technik Rapperswil

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Hochschule für Technik Rapperswil
Gründung 1972
Trägerschaft Kantone St. Gallen, Schwyz und Glarus
Ort Rapperswil SG
Rektorin Margit Mönnecke
Studenten Rund 1600
Mitarbeiter Rund 700
davon Professoren Rund 80
Jahresetat CHF 85.368 Millionen
Netzwerke IBH
Website www.hsr.ch
HSR mit seenahem Gebäude und Bachtel im Hintergrund
Die HSR links oben, Ansicht vom Schlosshügel in Rapperswil

Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil ist eine Teilschule der Fachhochschule Ostschweiz (FHO).

Die HSR ist in den Bereichen Technik und Informationstechnologie sowie Bau- und Planungswesen tätig. Die HSR bildet rund 1600 Studierende aus: In den 8 Bachelor-Studiengängen Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Erneuerbare Energien und Umwelttechnik, Informatik, Landschaftsarchitektur, Maschinentechnik | Innovation, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Raumplanung sowie im «Master of Science in Engineering MSE» mit 7 verschiedenen Vertiefungen. An der HSR lehren rund 80 Professorinnen und Professoren sowie 220 Dozentinnen und Dozenten. An den 16 Instituten im Bereich der anwendungsorientierten Forschung- und Entwicklung (aF&E) sowie im Dienstleistungsbereich sind zurzeit gut 210 wissenschaftliche Mitarbeitende beschäftigt.[1] [2]

Die HSR bietet berufsbegleitende Weiterbildungen in den Bereichen Bau und Planung, Energie und Umwelt sowie Technik und IT an. Im Zentrum des Angebotes stehen die eidgenössisch anerkannten Weiterbildungsmaster (Master of Advanced Studies MAS), die zu einem Diplom und geschützten Titeln führen. Zum Angebot zählen ausserdem Zertifikatslehrgänge (Certificate of Advanced Studies CAS), Diplomlehrgänge, Weiterbildungskurse und branchenspezifische Weiterbildungen für Firmen, Verbände und Organisationen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule wurde 1972 als Interkantonales Technikum Rapperswil (ITR) von den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus gegründet. 1998 erhielt das ITR rückwirkend auf 1997 den Status einer Fachhochschule, was die neue Bezeichnung HSR Hochschule für Technik Rapperswil zur Folge hatte. Aufgrund einer Neustrukturierung der kantonalen Hochschullandschaft ist der Kanton Zürich 2008 aus dem Träger-Konkordat ausgetreten. Die Hochschule wird nun von den Kantonen St. Gallen, Schwyz und Glarus getragen. Im Jahr 2013 erfolgten die Spatenstiche für zwei Neubauten: ein Studentenwohnheim und ein Forschungszentrum. Das Wohnheim ist seit September 2014 in Betrieb und bietet Wohnraum für 100 Studierende[3]. Das Forschungszentrum wurde am 22. April 2016 offiziell eröffnet. Der Neubau kostete rund 42 Millionen Franken [1]. Derzeit befindet sich ein zweites Studentenwohnheim im Bau [2].

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachkompetenzen sind in 16 Instituten und weiteren Kompetenzzentren konzentriert.[4]

Technik und Informationstechnologie:

  • Institut für Kommunikationssysteme (ICOM)
  • Institut für Mikroelektronik und Embedded Systems (IMES)
  • Institut für Energietechnik (IET)
  • ILT Institut für Laborautomation und Mechatronik (ILT)
  • Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion (IPEK)
  • Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK)
  • Institut für Anlagen- und Sicherheitstechnik (SITEC)
  • Institut für Solartechnik (SPF)
  • Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik (UMTEC)
  • Institut für Software (IFS)
  • Institute for Networked Solutions (INS)

Bau- und Planungswesen:

  • Institut für Bau und Umwelt (IBU)
  • Institut für Landschaft und Freiraum (ILF)
  • Institut für Raumentwicklung (IRAP)

Transdisziplinär:

  • Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz (IKIK)
  • Institut für Wissen, Energie und Rohstoffe Zug (WERZ)

Institut für Landschaft und Freiraum (ILF)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ILF erarbeitet innovative Werkzeuge sowie anwendungsorientierte Lösungen. Diese reichen über die gesamte Spannbreite der Landschaftsarchitektur von kleinen bis zu grossen Massstäben. Das ILF will damit Akteurinnen und Akteure in Verwaltung, Wirtschaft und Politik effizient und praxisnah unterstützen. Das Institut ist eng verknüpft mit dem Studiengang Landschaftsarchitektur an der HSR.

Institut für Mikroelektronik und Embedded Systems (IMES)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IMES entwickelt Embedded Software, diskrete Analog- und Digitalelektronik, sowie Kundenspezifische integrierte Schaltungen (ASIC).

Institut für Software (IFS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IFS bearbeitet alle Fragestellungen rund um die Softwareentwicklung. Schwerpunkte sind moderne Agile Entwicklungsmethodik, Human Computer Interaction Design sowie Datenbanken und Geoinformatik/GIS. Das Angebot umfasst Beratung, Studien, Coaching und Softwareentwicklung.

Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik (UMTEC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das UMTEC entwickelt Verfahren in der klassischen anwendungsorientierten Umwelttechnik und forscht an innovativen Anwendungen in fachverwandten Bereichen zusammen mit sowie im Auftrag von Behörden und Industriepartnern. Die Tätigkeiten in der angewandten Forschung und Entwicklung zielen auf die Minimierung der Umweltauswirkungen von Schadstoffen in Abfall, Sicker- und Abwasser sowie von Abgasen. Daneben werden Technologien entwickelt, Ressourcen ökonomisch und ökologisch nachhaltiger zu bewirtschaften.

Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachkompetenzen des IWK umfassen die Werkstoffe (Kunststoffe, Metalle, Leichtbau- und Verbundwerkstoffe), die Compoundierung (Materialentwicklung), das Konstruieren mit Kunststoffen (Berechnung und Gestaltung), den Leichtbau (Composites, Leichtmetalle, Multimaterialstrukturen), die Prozesstechnik (Optimierung von Prozessen und Werkzeugen: Spritzgießen, Extrusion, Harzinjektion, Thermoformen usw.), die Verbindungstechnik (Kleben, Schweißen usw.) und das CAE (Simulation von Bauteilverhalten und Herstellvorgang zur Produkt-, Werkzeug- und Prozessauslegung; CAD, FEM).

Kompetenzzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur
  • DigitalLab@HSR
  • Fuss- und Veloverkehr
  • Geoinformation
  • Infrastruktur und Lebensraum
  • Kunststoffe im Bauwesen KIB
  • Microsoft Innovation Center
  • Wohnumfeld

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule gehört zum Verbund Internationale Bodensee-Hochschule. Der HSR sind diverse Vereine angegliedert, so beispielsweise der Verein der Studierenden an der HSR (VSHSR), die Vereinigung der Dozierenden an der HSR (VD-HSR) sowie der Verein Alumni HSR, der mit der GV 2015 aus dem Verein ETR (Ehemalige Studierende der Hochschule Rapperswil) hervorging, welcher seit 1975 bestand.

Die HSR pflegt Kontakte zu Privatunternehmen, zu Partner-Hochschulen in Europa, Asien und Amerika sowie zu Kompetenznetzwerken.

Ein Beispiel für eine Kooperation im Bereich Informatik ist die Gründung des ersten Microsoft Innovation Centers (MIC) in der Schweiz. Das an der HSR angesiedelte MIC ist eine gemeinsame Initiative von Microsoft Schweiz und der HSR. Das Zentrum unterstützt Softwarehersteller mit Schulungs- und Beratungsangeboten.

An der HSR wird auch Open Source Software gefördert (z.B. das mit dem CH Open Source Swissness Award 2009 ausgezeichnete strongSwan Projekt).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Technik Rapperswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die HSR. HSR Hochschule für Technik Rapperswil, abgerufen am 3. Oktober 2017.
  2. Die HSR, Organisation. HSR Hochschule für Technik Rapperswil, abgerufen am 3. Oktober 2017.
  3. Informationen Wohnheim. HSR. Abgerufen am 8. September 2014.
  4. Institute der HSR. HSR Hochschule für Technik Rapperswil, abgerufen am 3. Oktober 2017.

Koordinaten: 47° 13′ 25″ N, 8° 49′ 5″ O; CH1903: 704472 / 231216