Hochschulen in Thüringen

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Im deutschen Bundesland Thüringen gibt es derzeit vier Universitäten, vier Fachhochschulen, eine Kunsthochschule und eine Verwaltungsfachhochschule.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uni/Hochschule Gründung Bestehen in
heutiger Form
Studierendenzahl

WS 16/17[1]

Studentenzahl
WS 10/11
Fakultäten/
Fachbereiche
Schwerpunkte
Friedrich-Schiller-Universität Jena 1558 1991 17.523 21.378 10 Volluniversität
Technische Universität Ilmenau 1894 1992 6.253 6.439 5 Technik und Medien
Universität Erfurt 1392 1994 5.715 5.500 4 Geistes- und Sozialwissenschaften
Bauhaus-Universität Weimar 1860 1996 3.781 3.849 4 Bauwesen, Kunst und Medien
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar 1872 1956 810 850 Musik
Ernst-Abbe-Hochschule Jena 1991 1991 4.487 4.901 8 Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit
Fachhochschule Erfurt 1946 1991 4.238 4.617 8 Architektur, Logistik und Soziale Arbeit
Hochschule Schmalkalden 1902 1991 2.696 2.942 5 Technik und Wirtschaft
Hochschule Nordhausen 1997 1997 2.332 2.548 2 Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Gotha (Sitz) / Meiningen 1994 1994 422 ca. 550 3 Verwaltung, Steuern und Polizei
Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn

bis 2013 Adam-Ries-Fachhochschule Erfurt
(privat; lediglich Studienort in Erfurt)

2008 2013 442 (2013) 264 Wirtschaft
SRH Hochschule für Gesundheit Gera
(privat)
2006 2006 1.015 400 Gesundheitswesen
Duale Hochschule Gera-Eisenach,

Standort Eisenach

1998 2016 521 1173
(2017, beide Standorte)
Technik und Wirtschaft
Duale Hochschule Gera-Eisenach,

Standort Gera

1998 2016 727 Technik, Wirtschaft und Soziales

Berufsakademien in Thüringen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Universität wurde im Jahr 1392 in Erfurt als dritte Universität Deutschlands gegründet. Sie bestand zunächst bis 1816 und wurde 1994 als Universität Erfurt wiedergegründet. Da Erfurt aber politisch kein Teil Thüringens war, sondern zu Kurmainz gehörte, wurden schnell Forderungen nach einer Universität für die Thüringischen Staaten laut. Daraus resultierte 1558 die Gründung der Universität Jena durch Johann Friedrich I., die als Landesuniversität der Ernestiner fungierte, nachdem sie die Universität Wittenberg verloren hatten.

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts breitere Bevölkerungsschichten Zugang zu einer universitären Bildung erlangten, mussten die Kapazitäten ausgeweitet werden. So wurden 1860 die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule, der Vorläufer der Bauhaus-Universität Weimar, 1872 die Orchesterschule Weimar, aus der die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar hervorging, und 1894 das Thüringische Technikum als Vorläufer der TU Ilmenau gegründet. Alle drei befanden sich im Staat Sachsen-Weimar-Eisenach, der die Führungsrolle unter den thüringischen Staaten innehatte.

Nun waren in Thüringen neben der Volluniversität Jena auch eine technische und zwei künstlerische Lehranstalten vorhanden.

1902 wurde die Königlich Preußische Fachschule für Kleineisen- und Stahlwarenindustrie Schmalkalden gegründet. Aus ihr entwickelte sich die heutige Fachhochschule Schmalkalden.

In jüngerer Zeit wurden noch vier weitere Fachhochschulen gegründet, um das Bildungsangebot in Thüringen weiter zu vervielfältigen. 1946 wurde mit der Ingenieurschule für Gartenbau in Erfurt der Grundstein der heutigen Fachhochschule Erfurt gelegt. Die Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena entstand 1991, die Verwaltungsfachhochschule in Gotha und Meiningen 1994 und die Fachhochschule Nordhausen 1997. Aus den Berufsakademien Eisenach und Gera ging 2016 die Duale Hochschule Gera-Eisenach hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hannes Berger, Lukas C. Gundling: Hochschulpolitik und Hochschulrecht. Am Beispiel des Landes Thüringen. Dr. Kovac, Hamburg 2015, ISBN 978-3-8300-8622-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studierende insgesamt im Wintersemester nach Hochschularten, Hochschulen und Fächergruppen in Thüringen. Abgerufen am 22. März 2018.