Hochschulmarketing

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Unter Hochschulmarketing versteht man zum einen das Marketing von Hochschulen, bei dem es um Denkansätze zur Positionierung von Hochschulen auf dem Markt für Studieninteressenten geht. Zum anderen versteht man Hochschulmarketing als Teil des Personalmarketings der Unternehmen, die einer gezielten Gewinnung von Hochschulabsolventen dient.[1][2]

Planung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Zielgruppe des Hochschulmarketings gehören Studenten und Absolventen der Universitäten und Hochschulen.

Hochschulmarketing bietet Unternehmen eine zielgerichtete Plattform um für Nachwuchskräfte und neue Mitarbeiter zu werben[3][4] sowie der Auf- und Ausbau eines positiven Arbeitgeberimages.[5]

Das Hochschulmarketing verfolgt aus Sicht von Unternehmen unter anderem folgende Ziele:

  • Schaffung und Sicherung eines positiven Arbeitgeberimage von den werbenden Unternehmen
  • Steigerung des Arbeitgeber-Bekanntheitsgrades durch Werbemaßnahmen
  • Erhöhung der Qualität und Passgenauigkeit von Initiativbewerbungen von Studenten der Universitäten und Hochschulen
  • Sicherung der Nachwuchs- Fach- und Führungskräfte für die Unternehmen

All diese Ziele dienen dazu langfristig die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

Umsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die geeigneten Instrumente der Kommunikationsstrategie zu bestimmen, ist es notwendig, das Informations- und Medienverhalten der Studenten zu kennen. Bei der Auswahl der Werbeträger finden vor allem das Internet und Werbemedien auf dem Campus Berücksichtigung. Printmedien haben, durch das geänderte Mediennutzungsverhalten von Studierenden, gegenüber digitalen Medien und Live-Kommunikation stark an Bedeutung verloren. Daneben gelten die Vergabe von Studentenjobs/Werkstudententätigkeiten, Studien- und Bachelor/Master-arbeiten, Praktika sowie die Zusammenarbeit mit Lehrstühlen als gute Möglichkeit, um zukünftige Fach- und Führungskräfte kennenzulernen.

Unternehmen haben unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung um direkt an den Hochschulen zu werben. Dazu zählen u. a. Plakatwerbung direkt auf dem Campus, Online-Werbung auf den Webseiten der Hochschulen und Studentenwerken, die u. a. auch Betreiber der Mensen sind, Mobilwerbung in diversen Campus-Apps und Mensa-Apps, Standpromotion, Hochschulmessen, Werbung bei Career Servicecentern, Hörsaalsponsoring, aber auch der Kontakt zu Hochschulen und dessen Lehrstühlen ist eine Möglichkeit für Unternehmen an der Hochschule zu werben.

Erfolgskontrolle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Erfolgskontrolle lassen sich Empfehlungen für die Durchführung des Hochschulmarketings ableiten.[6] Zeitraumbezogen sollte ermittelt werden, wo welche Werbemaßnahmen durchgeführt wurden. Die gesammelten Informationen werden dann mit den Bewerberströmen und -daten verglichen.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiebke Brinkmann: Kompetenzprofile von Hochschulabsolventen für den Berufseinstieg. Driesen, 2004, Dortmund, International School of Management, Diplomarbeit, ISBN 978-3-936-328-30-1
  • Cathrin Niethammer: Psychologische Aspekte und ihre Identifikation als bedeutsame Größen im Bindungsmanagement für unternehmensrelevante Experten. Taunusstein, Driesen 2007, ISBN 978-3-936328-78-3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meik Führing: Hochschulmarketing: Fächerspezifische Prognose der Hochschulabsolventen bis 2005. In: Personal, Jg. 53 (2002), Heft 5, S. 50–53
  2. Werner Fröhlich, Franz Langecker: Hochschulkontakte. In: Hans Strutz (Hrsg.): Handbuch Personalmarketing. Wiesbaden 1989, S. 152–162
  3. Talar Valentina Acemyan-Steffens, Martina Neuhäuser: Aktuelle Wege und Trends der Personalentwicklung, Rekrutierung und Nachfolgeplanung (PDF; 4,3 MB), Arbeitspapier der Hans-Böckler-Stiftung, August 2011, Seite 22
  4. Stefan Huf: Konjunkturresistentes Hochschulmarketing. In: Personal Jg. 53 2003, Heft 10, S. 1 8–21
  5. Daniela Eisele, Ulrike Horender: Auf der Suche nach den High Potentials. In: Personalwirtschaft Jg. 30 1999, Heft 4, S. 48–57.
  6. Dr. Jürgen Albers, Julia Langer: Hochschulmarketing: Ein Instrument zur Personalbeschaffung für den Mittelstand? 2008 S. 75
  7. Jürgen Bock, Christiane Ackenprang: Personalmarketing an Hochschulen als integriertes Konzept beim Otto Versand. In: Anke Thiele, Bernd Eggers (Hrsg.): Innovatives Personalmarketing für High-Potentials. Göttingen 1999, S. 49–58.