Hochtemperaturrohr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
HT-Rohre

Hochtemperaturrohr (kurz HT oder HT-Rohr), in Österreich umgangssprachlich auch POLO-KALrohr,[1] entsprechend der Wortmarke eines Herstellers,[2] wird für Abwasserleitungen in Gebäuden (bis zur Außenwand, s. u.) verwendet und ist bis 95 °C wärmebeständig. Die Rohre aus Polypropylen (PP, grau), Polyethylen (PE, schwarz) oder ABS/ASA/PVC (dunkelgrau)[3] sind außerdem resistent gegen Salze, Laugen und Säuren.

Neben HT-Rohren kommen für Hausinnenleitungen auch metallene SML-Rohre zum Einsatz. "Hochtemperatur" bedeutet, dass sich die Leitungen auch bei Durchfluss von heißen Medien nicht verformen und nicht ausgasen, was bei den druckfesteren, erdverlegten KG-Rohren bei einer Abwassertemperatur von etwa 65 °C geschehen kann und darüber hinaus bei einem Brand im Haus toxische Gase zu erwarten sind.

HT-Rohre gibt es in den Größen DN 32 bis DN 160 und in Längen zwischen 150 und 6000 mm. Bögen und Abzweige sind mit Winkeln von 15° bis 87,5° erhältlich. Adapter ermöglichen es, HT-Rohre mit Guss- oder anderen Metallrohren zu verbinden.

Bei erhöhten Anforderungen an den Schallschutz werden PP- oder AS-Rohre aus mineralfaserverstärktem Kunststoff oder rotbraune SML-Rohre aus Grauguss verwendet.

HT-Rohre werden nicht im Freien oder im Erdreich (Grundrohr) verwendet, hier kommt das robustere, meist hellbraune Kanalgrundrohr (KG-Rohr) zum Einsatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug des Markenregisters.
  2. Seite des Herstellers.
  3. BauNetz: Abwasserrohrleitungen | Bad und Sanitär | Abwasser | Baunetz_Wissen. Abgerufen am 28. Mai 2021.