Hochzeit auf den ersten Blick

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Hochzeit auf den ersten Blick ist eine Doku-Soap, die seit 2014 von Sat.1 ausgestrahlt wird. Das Konzept stammt von der dänischen Sendung Gift Ved Første Blik. Die erste Staffel wurde am frühen Sonntagabend erstausgestrahlt, während die aktuelle Erstausstrahlung am Mittwoch zur Hauptsendezeit erfolgt.

Fernsehserie
Titel Hochzeit auf den ersten Blick
Originaltitel Gift Ved Første Blik
Produktionsland Deutschland
Erscheinungsjahre seit 2014
Episoden 48+ in 7+ Staffeln
Produktions-
unternehmen
RedSeven Entertainment
Erstausstrahlung 16. Nov. 2014 auf Sat.1

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jeder Staffel der Sendung werden nach mehreren Castingdurchgängen von Experten vier oder sechs Paare zusammengestellt, die bei ihrem ersten Zusammentreffen in einem Standesamt eine rechtsgültige Ehe eingehen. Anschließend wird gezeigt, wie die Paare Hochzeitsreise und Alltag miteinander verbringen. Nach sechs Wochen steht die Entscheidung an, ob sie sich wieder scheiden lassen wollen.

Ergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Staffel trennten sich drei der vier Paare. Die Paare der zweiten Staffel trennten sich allesamt.[1] In der dritten Staffel ließen sich drei der vier Paare scheiden. Die vierte Staffel startet mit fünf statt bisher vier Paaren, davon blieb nur ein Paar zusammen. Die fünfte Staffel startete mit 6 Paaren. Davon blieben zwei Paare zusammen. Auch Staffel 6 startete 2019 mit 6 Paaren, von denen 4 verheiratet blieben.

Von den in den 6 Jahren insgesamt 28 Paaren sind momentan (Stand 16. Juni 2020) noch 5 zusammen.

Experten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Experten, die die Paare festlegten und während der Staffel begleiteten, wurden die Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin Sandra Köhldorfer, der Diplom-Psychologe und Matching-Experte Markus Ernst und die systemische Paar- und Sexualtherapeutin Beate Quinn gezeigt. In der ersten Staffel waren Martin Dreyer als Seelsorger, Ingrid Strobel[2] als Paartherapeutin und Analytikerin und der Innenarchitektur-Therapeut Uwe Linke dabei.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ehemalige Teilnehmerin der Sendung berichtete 2017 in der Presse, dass sie sich von der Sendung öffentlich vorgeführt fühle und hierdurch erhebliche Belastungen für ihr Leben erleide. Von Anfang an sei ihr Ehepartner von der Redaktion gezielt so ausgewählt worden, dass es auf ein „Scheitern“ mit möglichst hohem Unterhaltungswert für das Publikum hinausgelaufen sei.[4]

Der Erzbischof von Köln Rainer Maria Kardinal Woelki urteilte, die Show pervertiere die Ehe und ebenso die Liebe.[5]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Staffel erzielte 13,3 % Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen,[6] der in der zweiten Staffel auf 10,8 % sank. Die dritte Staffel erzielte 11,9 % Marktanteil.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Benedict: Hochzeit auf den ersten Blick 2016: Wer ist noch zusammen?
    In: Neue Osnabrücker Zeitung, 13. November 2016. Abgerufen am 4. Dezember 2017.
  2. Private Fachpraxis für Burnout- und Paartherapie adS psychotherapie-augsburg-west.de
  3. Daniel Benedict: Hochzeit auf den ersten Blick 2016: Wer ist noch zusammen?
    In: Neue Osnabrücker Zeitung, 5. Dezember 2016. Abgerufen am 4. Dezember 2017.
  4. Daniel Benedict: Kathrin und Ingo: Hochzeit auf den ersten Blick: „Ich wurde zur Hassfigur“. (noz.de [abgerufen am 29. November 2017]).
  5. Marcel Reich: Kuppelshow von Sat1 setzt auf den Skandal. In: handelsblatt.com. 30. November 2014, abgerufen am 2. Dezember 2019.
  6. Timo Niemeier: Sat.1 verheiratet wieder Unbekannte miteinander adS dwdl.de
  7. Finale für starke dritte Staffel von „Hochzeit auf den ersten Blick“: Wer bleibt verheiratet, wer trennt sich? adS finanznachrichten.de