Hodenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hodenhagen
Hodenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hodenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 46′ N, 9° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Landkreis Heidekreis
Samtgemeinde: Ahlden
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 20,15 km²
Einwohner: 3203 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29693
Vorwahl: 05164
Kfz-Kennzeichen: HK
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 28
29693 Hodenhagen
Webpräsenz: www.hodenhagen.eu
Bürgermeister: Karl-Gerhard Tamke (SPD)
Lage der Gemeinde Hodenhagen im Landkreis Heidekreis
Karte
St. Thomas und Maria-Kirche

Hodenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hodenhagen liegt an der Aller im Aller-Leine-Tal. Nachbargemeinden sind Walsrode, Eickeloh, Grethem, Ahlden und Böhme.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1168 de Hode, 1171 Hude, 1262 Hermanno Hodenhagen und um 1267 Henricus de Hodenhagene.[2]

Das Adelsgeschlecht derer von Hodenberg hatte seinen Sitz in der Burg Hodenhagen, die 1244 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.[3] Sie lag etwa 1 km östlich des heutigen Dorfes in unbewohntem Gebiet an einem wichtigen Flussübergang über die Meiße. Die Burg wurde bei kriegerischen Auseinandersetzungen bereits 1289 geschleift. Daran erinnert ein am ehemaligen Standort aufgestellter Gedenkstein aus dem Jahre 1856.[4] Infolgedessen verlegten die Burgherren ihren Sitz weiter westlich in den heutigen Ortsteil Hudemühlen und bildeten so den Ursprung des heutigen Ortes Hodenhagen. Vermutlich errichteten die von Hodenhagen zunächst nur einen Hof mit wehrhaften Bauelementen. 1448 wird Hudemühlen als Burg erwähnt, die Karten zufolge noch im 17. Jahrhundert Umwallungen besaß. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg in ein prachtvolles Renaissanceschloss, allerdings in Fachwerkbauweise, umgewandelt. Es bestand aus drei Hauptgebäuden und einem Wirtschaftsgebäude. Darüber hinaus wies es einen Rund- und einen Rechteckturm auf. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Schloss durch Abriss beseitigt worden.

Die zur Samtgemeinde Ahlden gehörende Gemeinde Hodenhagen ist vergleichsweise jung, sie wurde am 1. Oktober 1936 mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Riethagen, Hudemühlen-Burg und Hudemühlen-Flecken gegründet.[4] Die Ortsteile selbst sind wesentlich älter, die erste urkundliche Erwähnung der Siedlungen Riethagen und Hudemühlen stammt aus dem Jahre 1330.[3] Für die 1936 entstandene Gemeinde wurde der historische Name des Geschlechtes deren von Hodenhagen gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische St. Thomas- und Maria-Kirche wurde 1768 erbaut. Der gewölbte Chor stammt aus dem Jahr 1424.

Am Ortsrand von Hodenhagen liegt der Serengeti-Park. Alljährlich findet in Hodenhagen das Brinkfest statt; eine Veranstaltung, die am dritten Sonnabend im August Besucher aus dem gesamten Landkreis Heidekreis zum gemeinsamen Feiern einlädt.

Der Legende nach spielte in den Jahren 1584–1588 der Kobold Hinzelmann auf dem Schloss Hudemühlen den Bewohnern und Gästen allerlei Streiche.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gewerbegebiet am Flugplatz sind verarbeitende Betriebe ansässig. Zudem finden sich im Ort zwei Banken, drei Bäcker, einige Ärzte, zwei Supermärkte, zwei Tankstellen und eine Grundschule, wie auch eine weiterführende Schule. Hodenhagen hat zugleich Anschluss an die A 7 (Abfahrt Westenholz) und an die Eisenbahnstrecke BuchholzHannover (Heidebahn). Östlich von Hodenhagen liegt der Flugplatz Hodenhagen (EDVH) in Benutzung durch Sportfliegerei.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hodenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hodenhagen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. a b Jürgen Heymel: "Hodenhagen. Aus der Geschichte eines Dorfes" Gronemann, Walsrode 1994
  4. a b Sabine Lemke: "50 Jahre Gemeinde Hodenhagen. Eine Festschrift" Gronemann, Walsrode 1986