Hofstetten (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hofstetten
Hofstetten (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hofstetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 259 m ü. NHN
Fläche: 18,15 km2
Einwohner: 1732 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 77716
Vorwahl: 07832
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 046
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
77716 Hofstetten
Webpräsenz: www.hofstetten-schwarzwald.de
Bürgermeister: Henry Heller
Lage der Gemeinde Hofstetten im Ortenaukreis
Ill (Elsass)Ill (Elsass)FrankreichLandkreis RastattBaden-BadenLandkreis CalwLandkreis EmmendingenLandkreis FreudenstadtRheinau (Baden)Lauf (Baden)SasbachLandkreis RastattLandkreis RottweilSchwarzwald-Baar-KreisAchernAchernAchernAppenweierBad Peterstal-GriesbachBerghauptenBiberach (Baden)DurbachEttenheimFischerbachFriesenheim (Baden)GengenbachGutach (Schwarzwaldbahn)Haslach im KinzigtalHausachHofstetten (Baden)HohbergHornbergKappel-GrafenhausenKappel-GrafenhausenKappelrodeckWillstättKehlKehlKippenheimKippenheimKippenheimLahr/SchwarzwaldLauf (Baden)Lauf (Baden)Lautenbach (Ortenaukreis)MahlbergMahlbergMahlbergMeißenheimMühlenbach (Schwarzwald)Neuried (Baden)NordrachOberharmersbachOberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)OberwolfachOffenburgOhlsbachOppenauOrtenberg (Baden)Ottenhöfen im SchwarzwaldRenchenRenchenRingsheimRingsheimRust (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (gemeindefreies Gebiet)SasbachSasbachSasbachSasbachwaldenSchuttertalSchutterwaldSchwanauSeebach (Baden)Seelbach (Schutter)Steinach (Ortenaukreis)WillstättWillstättWolfachZell am HarmersbachRheinKarte
Über dieses Bild

Hofstetten ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofstetten aus Sicht vom Urenkopf

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Hofstetten liegt im mittleren Schwarzwald zwischen 250 und 726 Meter Höhe in einem Seitental des Kinzigtals in ruhiger Lage etwas abseits der Bundesstraße 33. Knapp zwei Drittel der Gemeindefläche ist bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Haslach im Kinzigtal, im Osten an Mühlenbach, im Süden an die Stadt Elzach und an Biederbach, beide im Landkreis Emmendingen, sowie im Westen an Schuttertal und Steinach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Hofstetten gehören das Dorf Hofstetten, der Weiler Mittelweiler, die Zinken Salmensbach und Ullerst, die Höfe Altersbach, Breitebene, Mattenmühle, Schneiben(Schneit)hof, Tochtermannsberg und die Wohnplätze Am weißen Brunnen, Biereck, Halden, Ho(c)hmunde und Lachen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofstetten wurde erstmals 1353 urkundlich erwähnt. Es unterstand damals den Grafen von Fürstenberg. Dort gehörte es seit dem 16. Jahrhundert zum Obervogteiamt Haslach. 1806 fiel der Ort an das Großherzogtum Baden, wo es zunächst weiter zum nun Bezirksamt Haslach genannten Amt gehörte. Bei dessen Auflösung 1857 kam Hofstetten an das Bezirksamt Wolfach, das 1939 zum Landkreis Wolfach umfirmierte. 1933 erreichte die NSDAP bei den Wahlen mit 15,6 Prozent das schlechteste Ergebnis in Mittelbaden, wohingegen die katholische Zentrumspartei 80,4 Prozent der Wahlstimmen erhielt. Später schickte der NS-Kreisleiter bewaffnete SS-Männer in den Ort, um die Zentrumsgemeinderäte verhaften zu lassen, da sie sich weigerten zurückzutreten, wohingegen diese sich im Wald versteckten.[3] Seit 1973 gehört der Ort zum neugebildeten Ortenaukreis.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Reformation an Hofstetten vorbeiging, ist der Ort auch heute noch vorwiegend römisch-katholisch geprägt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Haslach im Kinzigtal.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hofstetten hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[4]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,4 %
43,6 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,7 %p
-1,7 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 56,4 6 54,7 6
FWG Freie Wählergemeinschaft 43,6 4 45,3 4
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 66,8 % 70,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henry Heller ist seit Juli 1994 der Bürgermeister, er wurde 2002 und 2010 im Amt bestätigt.[5] Am 22. April 2018 wurde Martin Aßmuth zum neuen Bürgermeister gewählt[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau auf grünem Schildfuß eine silberne Kirche in Seitenansicht mit hinten angesetztem Turm mit Achtkantaufsatz“.

Die Kirche im heutigen Wappenschild zeigt die im Weinbrenner-Stil (s. u.) 1835 vollendete St.-Erhard-Pfarrkuratiekirche. Bereits 1685 zeigt ein Siegelbild in einem von einem Wolkenschnitt umgebenen Rundschild eine Kirche mit hinten an der Längsseite angefügtem Turm, ein weiteres Siegelbild von 1715 in ähnlich umrahmtem Barockschild ein Haus mit einem an der rechten Ecke vorspringenden Mauerwerk. Der umlaufende Wolkenschnitt erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zu den fürstenbergischen Landen bis 1806. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt das Siegel der Gemeinde eine Kirche (die 1835 vollendete "St.-Erhard-Kirche") mit dem Turm hinten auf einem Grasboden. 1906 wurde das Bild in einen Schild gestellt und in jüngerer Zeit präzisiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche in Hofstetten
  • St. Erhard, katholische Pfarrkuratiekirche im Weinbrenner-Stil, erbaut 1833–1835 von Baurat Hans Voß mit seltenem achteckigen Glockenturmoberteil (Aufsatz) und Turmhelm auf quadratischem Unterbau, bei badischen klassizistischen Kirchen nur noch in St. Johannes Baptist in Oppenau (erbaut von F. Weinbrenners Neffen Johann Ludwig Weinbrenner) zu finden. Der quadratische Glockenturm durchschneidet symmetrisch die Vorderseite des Langhauses und trägt den Haupteingang. Diese Kirche ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Ortswappen vertreten.
  • Hansjakobkapelle: Grablege des Pfarrers, Schriftstellers und Politikers Heinrich Hansjakob.
  • Gasthof zu den „Drei Schneeballen“ seit dem Jahre 1493
Hansjakobkapelle oberhalb von Haslach-Hofstetten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haupterwerbsquellen sind die Landwirtschaft und der Tourismus. Es gibt in der kleinen Gemeinde noch etwa 20 landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe und doppelt so viele Nebenerwerbsbetriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hofstetten gibt es eine Grund- und Hauptschule. Alle weiterführenden Schulen befinden sich in den nahen Städten Haslach und Hausach.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 332–333
  3. http://www.hofstetten.com/hofstetten/gemeinde/historie/ Geschichte Hofstettens
  4. Vorläufiges Wahlergebnis des Statistischen Landesamts (Memento des Originals vom 10. September 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de
  5. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.hofstetten-lob-fuer-heller-zum-20-jaehrigen.eb511ade-5f93-40a8-965d-220f0d2796d4.html
  6. Über 97 Prozent: Martin Aßmuth neuer Bürgermeister in Hofstetten. In: Nachrichten der Ortenau - Offenburger Tageblatt. (bo.de [abgerufen am 23. April 2018]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hofstetten (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien