Hohenkammer

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenkammer
Hohenkammer
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenkammer hervorgehoben
Koordinaten: 48° 25′ N, 11° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 471 m ü. NHN
Fläche: 25,74 km2
Einwohner: 2662 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85411
Vorwahlen: 08137, 08166
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 133
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Petershauser Straße 1
85411 Hohenkammer
Website: www.hohenkammer.de
Bürgermeister: Johann Stegmair (CSU)
Lage der Gemeinde Hohenkammer im Landkreis Freising
Landkreis DachauLandkreis ErdingLandkreis KelheimLandshutLandkreis LandshutLandkreis MünchenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAllershausenAttenkirchenAu in der HallertauEching (Landkreis Freising)FahrenzhausenFreisingGammelsdorfHaag an der AmperHallbergmoosHörgertshausenHohenkammerKirchdorf an der AmperKranzbergLangenbach (Oberbayern)MarzlingMauernMoosburg an der IsarNandlstadtNeufahrn bei FreisingRudelzhausenWang (Oberbayern)WolfersdorfPaunzhausenZollingKarte
Über dieses Bild
Pfarrkirche St. Johannes Evangelist in Hohenkammer

Hohenkammer ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenkammer liegt an der Glonn im Schnittpunkt der Bundesstraße 13 (Würzburg – Ingolstadt – München – Sylvensteinsee) mit der Staatsstraße 2054 (Landsberg am Lech – Markt Indersdorf – Allershausen – Kirchdorf – Geisenhausen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hohenkammer umfasst die Ortsteile Deutldorf, Dörnbach, Eglhausen, Eichethof, Haberhof, Herschenhofen, Kleinkammerberg, Niernsdorf, Oberwohlbach, Pelka, Riedhof, Schlipps, Untermarbach, Unterwohlbach, Niernsdorf, Wahl und Waltenhofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae um 1700

„Chamara“ wurde erstmals im Jahre 734 erwähnt. Der heutige Ortsname wurde erst im 16. Jahrhundert gebräuchlich. Die ursprüngliche Burg gehörte den erstmals im 11. Jahrhundert bezeugten Herren von Kammer bzw. Camer. Sie waren Ministeriale der Grafen von Scheyern. Von 1551 bis 1801 war die geschlossene Hofmark Hohenkammer im Besitz der Grafen von Haslang, die an der Stelle der Burg das Schloss Hohenkammer errichteten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt in Bayern wurde Hohenkammer 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Vor 1855 wurde der Ort Oberwohlbach eingemeindet,[2] am 1. Januar 1972 folgten Gebietsteile der Gemeinde Schlipps. Am 1. April 1972 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Lauterbach hinzu.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014
 %
40
30
20
10
0
35,3 %
37,1 %
9,2 %
12,0 %
6,4 %
FW Hohenkammer
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 40
 35
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
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-10
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-20
-25
-30
-35
-30,4 %p
+37,1 %p
-1,1 %p
-3,8 %p
+6,4 %p
FW Hohenkammer

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat. Mit der Kommunalwahl 2014 zerbrach die Listenverbindung der CSU mit der Bürgervereinigung, die zwei Wahlperioden anhielt und die Bürgervereinigung Hohenkammer zog mit einer eigenen Liste in den Gemeinderat ein. Die SPD trat 2002 als „SPD/Bürgerliste“ an; ab 2008 wieder als SPD. Im neuen Gemeinderat seit März 2014 sind insgesamt fünf Parteien beziehungsweise Wählervereinigungen vertreten; so viele wie noch nie.[4]

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU 11 10 5
SPD 3 3 2
FDP - 1 1
Grüne - - 1
Bürgervereinigung Hohenkammer - - 5
Gesamt 14 14 14

Nach Prozenten wurde folgendermaßen abgestimmt:

Partei / Wählergruppe 2002 2008 2014
CSU 76.2 65.3 35.3
Bürgervereinigung Hohenkammer - - 37.1
SPD 23.8 24.0 12.0
FDP - 10.3 9.2
Grüne - - 6.4
Gesamt 100 100 100

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der amtierende Erste Bürgermeister Johann Stegmair von der CSU wurde im März 2014 mit 68,2 % der Stimmen für eine vierte Amtszeit bestätigt. Er ist seit Mai 1996 im Amt.

Frühere Bürgermeister[5]:

  • 1912–1936: Franz Petz
  • 1936–1946: Anton Geisenhofer
  • 1946–1966: Michael Rottenkolber
  • 1966–1972: Josef Lechner
  • 1972–1978: Josef Kistler
  • 1978–1996: Georg Ziegltrum

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss ist nach wechselnden Eigentümern heute im Besitz der Munich Re, die ein Schulungszentrum durch die neu gegründete Akademie Schloss Hohenkammer betreibt.

Durch Hohenkammer führt die B 13 zwischen München und Ingolstadt. Die A 9 und der Bahnhof Petershausen sind jeweils fünf Kilometer entfernt. In Petershausen besteht Anschluss an die S-Bahn München sowie an die Regionalzüge nach München, Ingolstadt und Nürnberg (München-Nürnberg-Express). ÖPNV-Anschluss besteht mit den MVV-Buslinien 616, 619 und 785.

In der Gemeinde befindet sich ein kommunaler (Haus des Kindes) und ein katholischer Kindergarten sowie eine Grundschule. Darüber hinaus gibt es eine Gemeindebibliothek.

Seit 1947 besteht der Sportverein Hohenkammer, der zwei Fußballplätze und eine Sporthalle nutzen kann.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenkammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München Dezember 1953, DNB 451478568, S. 8.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.
  4. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/index.php
  5. http://www.hohenkammer.de/Namensverzeichnis-der-Buergermeister.o2545.html