Hohenpolding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenpolding
Hohenpolding
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenpolding hervorgehoben
Koordinaten: 48° 23′ N, 12° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Steinkirchen
Höhe: 488 m ü. NHN
Fläche: 27,42 km2
Einwohner: 1510 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84432
Vorwahl: 08084
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 121
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kirchberg 2
84439 Steinkirchen
Webpräsenz: www.hohenpolding.de
Bürgermeister: Heribert Niedermaier
Lage der Gemeinde Hohenpolding im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Hohenpolding ist eine Gemeinde im nordöstlichen Landkreis Erding (Regierungsbezirk Oberbayern) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im wald- und hügelreichen Erdinger Holzland zwischen Landshut (18 km) und Dorfen (14 km) sowie 23 km nordöstlich der Kreisstadt Erding und 25 km westlich von Vilsbiburg. Zum Flughafen München sind es etwa 35 km. Die nördliche Gemeindegrenze bildet die Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort tauchte urkundlich erstmals im Jahr 998 unter seinem lateinischen Namen alto baldingae auf.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Sulding nach Hohenpolding eingemeindet.[2]

Seit 1978 bildet Hohenpolding zusammen mit den Gemeinden Inning a.Holz, Kirchberg und Steinkirchen die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[3]:

Stand Einwohner
1946 720
1960 1130
1970 1117
1980 1125
1990 1127
1995 1167
2000 1249
2005 1452
Stand Einwohner
2006 1463
2007 1497
2008 1483
2009 1482
2010 1476
2011 1433
2012 1427
Stand Einwohner
2013 1414
2014 1469
2015 1510

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 375 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 33,04 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 3,21 (5,37) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Hohenpolding ist seit Mai 2002 Heribert Niedermaier.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Hohenpolding wurde am 8. Februar 1983 festgelegt: „Über silbernem Schildfuß, darin zwei grüne Seeblätter an gekreuzten Stielen, in Blau nebeneinander eine silberne heraldische Lilie mit einer goldenen Krone anstelle des Bundes und ein silbernes Kreuz, dessen senkrechter Balken von einer goldenen Krone überdeckt wird.“ Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Grün-Gelb.

Ostbündnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenpolding Mariae Heimsuchung

In Hohenpolding und den dazugehörigen Ortsteilen stehen drei Kirchengebäude:

  • Pfarrkirche Mariae Heimsuchung in Hohenpolding, erbaut 1752 von Johann Baptist Lethner
  • Filialkirche St. Lambertus in Amelgering, erbaut 1756/1757 von Johann Baptist Lethner
  • Filialkirche Hl. Kreuzauffindung in Sulding, in ihrer heutigen Form erbaut 1703

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestanden im Jahr 1999 noch 89 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 65 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[4]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 11 -
5 bis unter 10 13 8
10 bis unter 20 15 10
20 bis unter 50 36 28
50 oder mehr 14 19
Gesamt 89 65

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen führt die Bundesstraße 15 am Ort vorbei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Lechner, Landwirt
  • Georg Lechner, Schmied
  • Hermann Oberwallner, Bürgermeister
  • Ferdinand Diemer, Lehrer
  • Johann Sinseder, Pfarrer
  • Korbinian Bayerstorfer, Bürgermeister
  • Georg Rieder, Landwirt
  • Georg Zehentner, Bürgermeister
  • Johann Becher, Schulleiter

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 457
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 30. September 2016.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2015 – Gemeinde Hohenpolding 09 177 121 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 4. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenpolding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien