Hohenwart

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Dieser Artikel beschreibt den Markt Hohenwart in Bayern. Für weitere Bedeutungen siehe Hohenwart (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Hohenwart
Hohenwart
Deutschlandkarte, Position des Marktes Hohenwart hervorgehoben
Koordinaten: 48° 36′ N, 11° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 52,23 km²
Einwohner: 4569 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86558
Vorwahl: 08443
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 128
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86558 Hohenwart
Webpräsenz: www.markt-hohenwart.de
Bürgermeister: Manfred Russer (CSU)
Lage des Marktes Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Stadttor
Rathaus (ehemaliges Schulhaus)
Katholische Marktkirche

Hohenwart ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenwart liegt in der Region Ingolstadt.

Es existieren folgende Gemarkungen: Deimhausen, Freinhausen, Haidforst, Hohenwart, Klosterberg, Koppenbach, Lindach, Seibersdorf, Weichenried, Thierham, Schlott.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung Hohenwarts lag bei einer ehemaligen Burg der Rapotonen. Die Letzten dieses Geschlechts gründeten in der Wehranlage 1074 ein Frauenkloster. 1356 erhielt Hohenwart das Marktrecht und wurde Ende des 14. Jahrhunderts vom Klosterberg an die Ufer der Paar verlegt. Der Markt Hohenwart gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Pfaffenhofen des Kurfürstentums Bayern. Hohenwart besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das ehemalige Kloster Hohenwart befindet sich seit 1878 im Besitz der Regens-Wagner-Stiftungen Dillingen und beherbergt Einrichtungen für lernbehinderte Hörgeschädigte.

Bei der Kreisgebietsreform wurde Hohenwart am 1. Juli 1972 vom Landkreis Schrobenhausen dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeordnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Deimhausen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Seibersdorf und Weichenried hinzu.[2] Schließlich folgten Freinhausen, Klosterberg und Koppenbach am 1. Januar 1978.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt auf goldenem Hintergrund den Heiligen Georg auf einem schwarzen Ross. Er durchbohrt mit seiner Lanze einen sich am Boden windenden, grünen Lindwurm.

Wappengeschichte: Der heilige Georg war der Patron des ehemaligen Benediktinerinnenstifts auf dem Klosterberg und galt deshalb auch als Schutzpatron des Marktes Hohenwart, der sich als Siedlung um das Kloster entwickelt hatte. Der Markt führte schon Mitte des 14. Jahrhunderts ein eigenes Siegel, das 1349 erstmals in einer Urkunde erwähnt wird und seit 1374 in Abdrucken überliefert ist. Das Marktsiegel zeigte bis 1606 als Bild den heiligen Georg auf einem Fußgestell stehend, nimbiert, im Kettenpanzer mit kurzem Waffenrock, in der Rechten eine Lanze, am linken Arm ein Kreuzschild, haltend, jedoch ohne Lindwurm. Da das alte Siegel durch jahrhundertelangen Gebrauch abgenutzt und nicht mehr lesbar war, baten Bürgermeister und Rat um Erneuerung und Verbesserung ihres Abzeichens. Ein Entwurf für das neue Wappen mit dem Ortspatron wurde vorgelegt. Herzog Maximilian I. verlieh dem Markt das verbesserte Wappen, auf dem der heilige Georg über dem grünen Lindwurm in blauer Rüstung und roter Lanze auf dem Pferd reitend gezeigt wird. In dieser Form findet sich das Wappen auch in der Folgezeit in den Siegeln und in der heraldischen Literatur.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970: 3336, 1987: 3407, 2000: 4112, 2005: 4327, 2010: 4497 und 2014: 4538 Einwohner gezählt.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Russer (CSU), sein Stellvertreter ist Thomas Reis aus Deimhausen.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 611.000 Euro (€), davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 37.000 €.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 116 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 693. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 640 Hektar (ha), davon waren 192 ha Ackerfläche und 445 ha Dauergrünfläche.

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten S.Wolfoldus an der Schulstraße, Hohenwart
  • Kindergarten St.Johannes, Weichenried
  • Kinderkrippe S.Richildis an der Schulstraße, Hohenwart
  • Schulvorbereitende Einrichtung für hörgeschädigte Kinder (Regens Wagner)

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grund- und Mittelschule Hohenwart
  • Regens-Wagner-Schule Hohenwart - privates Förderzentrum für lernbehinderte Hörgeschädigte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenwart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien