Hohenzollern (Berg)

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Hohenzollern
Zoller (Südwestansicht)

Zoller (Südwestansicht)

Höhe 858,3 m ü. NN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 19′ 23″ N, 8° 58′ 4″ OKoordinaten: 48° 19′ 23″ N, 8° 58′ 4″ O
Hohenzollern (Berg) (Baden-Württemberg)
Hohenzollern (Berg)
Typ Zeugenberg

Der Hohenzollern ist ein markanter, 858,3 m ü. NHN[1] hoher Berg bei Hechingen in Baden-Württemberg. Der Gipfel des Berges mit der Burg Hohenzollern liegt auf der Gemarkung von Zimmern, das heute ein Teilort der Gemeinde Bisingen ist, die Nordflanke des Berges gehört zu Hechingen. An seinen Hängen wächst ein naturnaher Rotbuchenwald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Albtrauf auf den rund 100 m niedriger gelegenen Gipfel des Zollers, im Hintergrund der Schwarzwald
Nordansicht

Der Hohenzollern ist dem Trauf der Schwäbischen Alb rund einen Kilometer vorgelagert. Der Berg ist geographisch ein Zeugenberg, der sich in einer geologischen Verwerfungszone, dem so genannten Hohenzollerngraben, befindet. Durch Reliefumkehr wurde das grabeninnere Terrain weniger stark erodiert als die Umgebung und so blieben unter anderem das Zeller Horn, der vorgelagerte Hohenzollern und nordwestlich davon die Wilhelmshöhe erhalten.

Der Berg ist namengebend für die geographische Region Zollernalb, Teil der Schwäbischen Alb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 1061 wird der Name erstmals in der Chronik Bertholds von der Reichenau erwähnt, dieser nennt Burchardus und Wezil „de Zolorin“, die gefallen seien.

Der Berg wird umgangssprachlich heute noch Zoller oder in der erweiterten Form Zollerberg genannt. Die weit verbreitete Behauptung einer Verbindung des Namens mit dem Wort Söller ist spekulativ.[2]

Im Mittelalter, vermutlich im 11. Jahrhundert, wurde auf dem Berg erstmals die Burg Hohenzollern erbaut. Die nach zweimaliger Zerstörung heute bestehende Anlage stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Der Zoller steht im Mittelpunkt des Hohenzollernliedes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Volker Trugenberger: „Hohenzollern“ in: Werner Paravicini (ed.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich: Grafen und Herren. Ostfildern: Thorbecke, 2012, S. 629