Hohlichtgletscher

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Hohlichtgletscher
Hohichtgletscher von Osten in Bildmitte, dahinter Zinalrothorn, links davon Dent Blanche und Obergabelhorn

Hohichtgletscher von Osten in Bildmitte, dahinter Zinalrothorn, links davon Dent Blanche und Obergabelhorn

Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Walliser Alpen, Weisshorngruppe
Typ Talgletscher
Länge 4,5 km (1973)[1]
Fläche 5,86 km² (1995)[2]
Exposition Ost
Höhenbereich 3940 m ü. M. – 2290 m ü. M. (1973)[1]
Neigung ⌀ 23,2° (43 %) [3]
Breite ⌀ 0,5 km (1973)[1]
Eisvolumen 0,24 ± 0,06 km³ (1995)[2]
Koordinaten 621616 / 101647Koordinaten: 46° 3′ 58″ N, 7° 43′ 5″ O; CH1903: 621616 / 101647
Hohlichtgletscher (Kanton Wallis)
Hohlichtgletscher
Entwässerung Schallibach, Matter Vispa, Vispa, Rhone

Der Hohlichtgletscher ist ein Talgletscher in den Walliser Alpen, im Kanton Wallis, Schweiz. Er befindet sich auf der Ostseite des Zinalrothorns (4221 m ü. M.), nordwestlich von Zermatt. Im Jahr 1973 wurde eine Länge von 4,5 km und eine durchschnittliche Breite von 500 m ermittelt. 1995 bedeckte er einschließlich der Tributärgletscher eine Fläche von knapp 6 km².

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Hohlichtgletscher auf über in der Karmulde an der Ostflanke des Zinalrothorns. Der Gletscher fliesst nach Osten, flankiert vom Oberen Äschhorn (3669 m ü. M.) im Süden sowie vom Schalihorn (3975 m ü. M.) im Norden. Von der Südflanke des Schalihorns stösst ein grösseres Firnfeld zum Hohlichtgletscher. Weiteren Eisnachschub erhält der Gletscher vom ausgedehnten Firnfeld am Nordwesthang des Mettelhorns (3406 m ü. M.). Die vom Geschiebematerial weitgehend bedeckte Gletscherzunge läuft derzeit verhältnismässig flach auf einer Höhe aus. Das Schmelzwasser fließt über der Schalibach ab, der zwischen Täsch und Randa in die Matter Vispa mündet.

In seinem Hochstadium während der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts reichte der Hohlichtgletscher noch rund 500 m weiter talabwärts. Er war zeitweise auch mit dem Schaligletscher, einem Gletscher an der Südflanke des Weisshorns verbunden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c National Snow and Ice Data Center: World Glacier Inventory. Boulder (Colorado, USA) 1999, aktualisiert 2012, doi:10.7265/N5/NSIDC-WGI-2012-02
  2. a b Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB).
  3. Andreas Linsbauer, Frank Paul, Wilfried Haeberli: Modeling glacier thickness distribution and bed topography over entire mountain ranges with GlabTop: Application of a fast and robust approach. In: Journal of Geophysical Research., Band 117, F03007, 2012, doi:10.1029/2011JF002313 (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]