Hoholau

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Suco Hoholau
Der Suco Hoholau liegt im Westen des Verwaltungsamts Aileu.
Daten
Fläche 16,72 km²[1]
Einwohnerzahl 766 (2010)[2]
Chefe de Suco Duarte Soares
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Acolimamate 8° 45′ S, 125° 30′ O 1275 m
Fisunia 8° 46′ S, 125° 29′ O 1531 m
Manama 8° 48′ S, 125° 27′ O 1532 m
Mau-Uluria 8° 45′ S, 125° 30′ O[4] ?
Ouelae 8° 46′ S, 125° 29′ O 1435 m
Acolimamate (Osttimor)
Acolimamate
Acolimamate

Hoholau ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Suco Hoholau liegt im Westen des Verwaltungsamts Aileu und hat eine Fläche von 16,72 km².[1] Östlich liegt der Suco Liurai und nördlich der Suco Seloi Craic. Im Westen grenzt Hoholau an die Gemeinde Ermera mit ihren Verwaltungsämtern Ermera (Suco Lauala) und Letefoho (Suco Eraulo). Die Grenze zu Seloi Craic wird weitgehend vom Fluss Olomasi gebildet. Im Norden von Hoholau entspringt der Manomau. Beide Flüsse münden in den westlichen Grenzfluss, den Gleno. Die Flüsse gehören zum System des Lóis.[5]

Nur kleinere Straßen führen nach Hoholau. Im Norden liegen die Dörfer Mau-Uluria (Mauloria), Acolimamate und Ouelae, im Zentrum der Ort Fisunia und im Süden das Dorf Manama. In Acolimamate gibt es einen provisorischen Hubschrauberlandeplatz und eine Grundschule, die Escola Primaria No. 8 Hoholau.[6][7]

Im Suco befinden sich die fünf Aldeias Aslimhati, Hatulai, Manubata, Mau-Uluria und Saharai.[8]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 766 Einwohner (2010,[2] 2004: 806[9]). Über 91 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 8 % sprechen Tetum Prasa.[10]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977, während des Krieges gegen die indonesischen Invasoren befahl das Zentralkomitee der FRETILIN, dass die Bevölkerung von Hoholau nach Lequidoe umsiedeln sollten. 500 Einwohner gingen, nur eine kleine Anzahl blieb da. Ein FRETILIN-Angehöriger erschoss einige Menschen, die sich weigerten umzusiedeln. Sie wurden von der indonesischen Armee angegriffen, drei Menschen starben. In Lequidoe starben etwa 300 Menschen.[11]

Anfang September 1999 zerstörten während der Krise in Osttimor Mitglieder der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) systematisch mehrere Sucos in Aileu, so auch Hoholau am 9. September. Häuser wurden niedergebrannt und das Nutzvieh getötet.[11]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Duarte Soares zum Chefe de Suco gewählt[12] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Get Coordinate – Wiki Koordinaten ermitteln
  5. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  7. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  9. Direcção Nacional de Estatística Zensus 2004
  10. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Hoholau (tetum; PDF; 8,3 MB)
  11. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

Koordinaten: 8° 45′ S, 125° 30′ O