Holger Zaborowski

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Holger Zaborowski (* 24. März 1974 in Haldern) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Geschichte der Philosophie und philosophische Ethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar sowie dort seit 1. April 2017 Rektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am St.-Josef-Gymnasium Bocholt und dem Studium der Philosophie, katholischen Theologie und klassischen Philologie in Freiburg, Basel und Cambridge als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes[1] promovierte er 2002 an der Universität Oxford 2002 zum D. Phil. und 2010 an der Universität Siegen 2010 zum Dr. phil. Von 2001 bis 2005 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg im Breisgau. Von 2005 bis 2011 war er Professor für Philosophie an der Catholic University of America in Washington, D.C., USA. Seit Januar 2012 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Philosophie und philosophische Ethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

Wissenschaftliches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwerpunkte der Tätigkeit von Zaborowski liegen im Bereich der Religionsphilosophie, der politischen Philosophie, der Phänomenologie und der Hermeneutik.

Zaborowski ist u. a. Mitherausgeber des Heidegger-Jahrbuches, der Martin-Heidegger-Briefausgabe, des Jahrbuches für Religionsphilosophie und der Interpretationen und Quellen. Er ist zweiter Vorsitzender der Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V., Mitglied des Vorstands der Martin-Heidegger-Stiftung, des Comité scientifique des Bulletin Heideggérien (Bhdg), des Board of Directors der Review of Metaphysics, des Editorial Board der New Heidegger Research Series und von Gatherings. The Heidegger Circle Annual, des Redaktionsbeirates der Internationalen katholischen Zeitschrift Communio und der Diakonia.

Seit 2014 ist er ordentliches Mitglied der European Academy of Sciences and Arts.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spielräume der Freiheit. Zur Hermeneutik des Menschseins. Alber, Freiburg/München 2009
  • Eine Frage von Irre und Schuld? Martin Heidegger und der Nationalsozialismus. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010
  • Robert Spaemann’s Philosophy of the Human Person. Nature, Freedom, and the Critique of Modernity. Oxford 2010
  • Untergräbt der Atheismus die Fundamente der Gesellschaft? Bachem Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-7616-2131-8 (= Kirche und Gesellschaft; Nr. 368)
  • mit Alfred Denker: Gelassenheit: zum 125. Geburtstag von Martin Heidegger. Heideggers Meßkircher Rede von 1955. Alber Verlag, Freiburg, Br./München, ISBN 978-3-495-48670-2
  • Andächtig leben. Denkanstöße für den Alltag. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 2015
  • mit Martin W. Ramb: Helden und Legenden oder: Ob sie uns heute noch etwas zu sagen haben. Wallstein, Göttingen 2015
  • mit Martin W. Ramb: Jenseits der Ironie. Dialoge der Barmherzigkeit. Wallstein, Göttingen 2016
  • Menschlich sein. Philosophische Essays. Alber, Freiburg/München 2016
  • Tragik und Transzendenz. Spuren in der Gegenwartsliteratur. Schwabenverlag, Ostfildern 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studienstiftung des deutschen Volkes: Jahresbericht 2017, S. 89.