Holland-America Lijn G-Serie

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HAL „G“-Serie p1
Schiffsdaten

zugehörige Schiffe

5

Schiffsart Frachtmotorschiff
Reederei Holland-America Lijn, Rotterdam
Bauwerft Rotterdamsche Droogdok Maatschappij, Rotterdam
Wilton-Fijenoord, Schiedam
Bauzeitraum 1960 bis 1965
Fahrtgebiete Weltweite Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
162,73 (166,42) m (Lüa)
148,60 (152,40) m (Lpp)
Breite 20,55 (21,00) m
Seitenhöhe 12,49 (12,80) m
Tiefgang max. 8,15 m
Vermessung 7222 BRT, 3794 NRT
(10.931 BRT, 5891 NRT)
Maschinenanlage
Maschine 1 × Zweitakt-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
10.400 PS (7.649 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
17,0 kn (31 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 10.363 (15.500) tdw
Anmerkungen
Daten

Gaasterdyk bis Gorredyk

Daten in Klammern ()

Moerdyk

Die „G“-Serie, „G“-Klasse, oder „G“-dijken waren eine Baureihe von Frachtschiffen der Holland-America Lijn (HAL). Die Schiffsklasse bestand aus fünf Schiffen desselben Schiffstyps, die von zwei Werften gebaut wurden.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundentwurf der Schiffe mit drei Viertel achtern angeordneten Aufbauten und dem konventionellen Ladegeschirr aus 20 Leichtladebäumen und zwei 75-Tonnen-Schwergutbäumen unterschied sich nicht grundlegend von zeitgenössischen Linienfrachtern. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal der Schiffe waren zwei schräg nach oben geschwungene, leicht nach außen über das Peildeck vorausweisende Antennenhalter an der Vorkante des Schornsteins. Typisch war auch die Vorkante des Ruderhauses, die über die Vorderseite der Aufbauten hinausragte.

Die über 160 Meter langen und knapp 21 Meter auf Spanten breiten Schiffe besaßen sechs Laderäume mit Zwischendeck. Teile des Laderaums waren als Kühl- und Gefrierladeraum ausgeführt. Ein anderer Teil des Laderaums konnte auch als Süßöl-Tank genutzt werden. Alle Schiffe wurden von Zweitakt-Dieselmotoren angetrieben, es wurden drei verschiedene Baumuster verbaut. Die Gaasterdyk und Grotedyk besaßen Stork-Hotlo-Motoren, die Grebbedyk und Gorredyk hatten MAN-Dieselmotoren und die Moerdyk verfügte über einen etwas Stork 65 W 85/170 Sechszylinder-Dieselmotor mit 14000 PS für 18,5 Knoten.

Die ersten vier Schiffe waren baugleich, das letzte Schiff der Serie, die Moerdyk, wich in einigen Details vom Rest der Serie ab. Ihre Abmessungen waren geringfügig größer als bei den Vorbauten und war in Details, wie dem leistungsfähigeren Hauptmotor an das Fahrtgebiet in den Pazifik angepasst. Die Moerdyk war auch das letzte konventionelle Stückgutschiff der Holland-Amerika Lijn.

Die Schiffe (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HAL „G“-Serie
Bauname Bauwerft/
Baunummer
IMO-Nummer Ablieferung Spätere Namen und Verbleib
Gaasterdyk RDM/
304
5125063 Oktober 1960 1977 Good Herald, 1982 Good Herald I, am 18. Januar 1985 zum Abbruch bei der City Steel Corporation in Alang eingetroffen
Grotedyk RDM/
306
5136749 August 1962 am 20. Januar 1980 in Tampico in Brand geraten und auf Strand gesetzt, ab 25. Mai 1980 bei der Chien Yu Steel Industrial Company in Kaohsiung verschrottet
Grebbedyk Wilton-Fijenoord/
776
5135422 Juli 1962 1980 Hellenic Sky, 1986 Nic, 1987 Berlenga, am 29. April 1987 in Bhavnagar zum Abbruch bei der Khanbhai Yusufbhai & Company eingetroffen
Gorredyk Wilton-Fijenoord/
777
5133864 Januar 1963 1974 Hellenic Grace, am 16. April 1984 in Suez auf Grund gelaufen und ab Januar 1985 bei Ahmed Maritime in Gadani Beach verschrottet
Moerdyk RDM/
315
6502763 Mai 1965 1973 H. Capelo, 1986 Aveiro, am 7. August 1986 zum Abbruch in Nantong angeliefert
Daten: Lloyd's Register of Shipping[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zuidhoek, Arne: Onze mooiste Koopvaardijschepen 1945-1970. Uitgeverij de Alk, Alkmaar 1991, ISBN 90-6013-986-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lloyd's Register of Shipping, London (verschiedene Jahrgänge)