Hollenstein an der Ybbs

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Hollenstein an der Ybbs
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hollenstein an der Ybbs
Hollenstein an der Ybbs (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 126,42 km²
Koordinaten: 47° 48′ N, 14° 46′ OKoordinaten: 47° 48′ 11″ N, 14° 46′ 20″ O
Höhe: 485 m ü. A.
Einwohner: 1.678 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3343
Vorwahl: 07445
Gemeindekennziffer: 3 05 16
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Walcherbauer 2
3343 Hollenstein a d Ybbs
Website: www.hollenstein-ybbs.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Manuela Zebenholzer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
11
4
4
11 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Hollenstein an der Ybbs im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde Hollenstein an der Ybbs im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hollenstein an der Ybbs ist eine Gemeinde mit 1678 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Ybbstal im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollenstein an der Ybbs

Hollenstein an der Ybbs liegt im Mostviertel in der niederösterreichischen Eisenwurzen. 86,41 Prozent der Fläche der Gemeinde sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[1]):

  • Berg (48)
  • Dornleiten (307) samt Walchen
  • Garnberg (11)
  • Grießau (4)
  • Hohenlehen (22)
  • Hollenstein an der Ybbs (547)
  • Krenngraben (157) samt Point und Seimannslehen
  • Oberkirchen (39)
  • Oisberg (33) samt Bahnhof Großhollenstein
  • Sattel (39)
  • Thalbauer (37)
  • Thomasberg (74) samt Obersteg
  • Walcherbauer (283) samt Langfeld
  • Wenten (77)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Garnberg, Großhollenstein, Krengraben, Oberkirchen und Oisberg.

Der Hauptort besteht aus dem Dorf Hollenstein an der Ybbs. Zur Katastralgemeinde Großhollenstein am anderen Ybbsufer gehört neben dem Ort Hollenstein auch noch die Ortschaft Wenten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weyer (Bezirk Steyr-Land, ) Gaflenz (Bezirk Steyr-Land, ) Opponitz
St. Georgen am Reith
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Göstling an der Ybbs (Bez. Scheibbs)
Altenmarkt bei Sankt Gallen (Bez. Liezen, Stmk.) Landl (Bez. Liezen, Stmk.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollenstein 1701 auf einem Gemälde im Fürstengang Freising

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum und war schon zu dieser Zeit besiedelt.

Holnstein wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich genannt, als Grundherren werden die Hochstifte Freising und Passau genannt. Ein Dorf Hollenstein als solches entstand erst im 15. Jahrhundert bedingt durch die Entwicklung der Eisenindustrie. Hollenstein vergrößerte sich im 15. und 16. Jahrhundert durch die zunehmende Eisenindustrie zu einer Siedlung mit etwa 20 Häusern. Einige Jahrhunderte war die Kleineisenindustrie (Hammerwerke) bedeutend.

Später entwickelte sich die Holzindustrie. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von der Reichsforstverwaltung ungarische Juden, darunter auch Frauen, zwangsweise für Straßenausbesserunsarbeiten, Holzfällen und sonstige landwirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt.[2]

Auf dem Dorfplatz stammen einige Häuser aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Gemeindearchiv Hollenstein an der Ybbs

Die ältesten Bestände sind Urkunden über Bestätigungen des Tädingsbuch durch Bischofs Moritz von Freising (16. August 1563) und durch Bischof Veit Adam von Freising (2. August 1618).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1981 bis 2001 war die Geburtenbilanz positiv und konnte die Abwanderung fast ausgleichen. Seither sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz negativ.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalvarienberg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hollenstein an der Ybbs

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 85, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 87. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 798. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,89 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 282.

Sechs Liftanlagen und 14 km Piste stehen Schifahrern am Schigebiet Königsberg zur Verfügung.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Hollenstein an der Ybbs lag an der in diesem Bereich eingestellten[5] schmalspurigen Ybbstalbahn der ÖBB. Auf dem Gemeindegebiet befanden sich die Haltestellen Hohenlehen, Kleinhollenstein, Saimannslehen, der Bahnhof Großhollenstein und die Haltestelle Blamau.
  • Bus: Seit dem 4. September 2010 verkehrt die Buslinie MO1 zwischen Hollenstein und Waidhofen an der Ybbs.[6] Diese hält in den Haltestellen „Unterleiten“, „Ortsmitte“, „Bundesstraße“, „Abzweigung Weyer“, „Krenngraben“ und „Hohenlehen Bundesstraße“. Wochentags fahren 14 Busse von Hollenstein nach Waidhofen. Die Linie MO11 fährt von Hollenstein nach Weyer (Oberösterreich) und die Linie MO12 von Hollenstein nach Göstling.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[7] eine Volksschule und eine Neue Mittelschule.[8], sowie die beiden Landwirtschaftlichen Fachschulen lfs-unterleiten und lfs-hohenlehen.

Blaulichtorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Rotes Kreuz Hollenstein
  • Bergrettung – Die Bergrettung Hollenstein wurde 1971, als Meldestelle der Ortsstelle Waidhofen an der Ybbs gegründet, bevor sie 1972 selbständig wurde. Das betreute Gebiet umfasst die Gemeinde Hollenstein, sowie große Teile der Gemeinden Opponitz, St. Georgen am Reith und einen kleinen Teil der Gemeinde Göstling an der Ybbs.
  • Polizei – Die Polizeidienststelle Hollenstein wurde im Zuge der Sicherheitsreform 2014 unter der damaligen Innenministerin und anschließender Landeshauptfrau von NÖ Johanna Mikl-Leitner geschlossen. Die Polizei Hollenstein betreute die Gemeinden Hollenstein, Opponitz und St. Georgen am Reith. Seither erfolgt die sicherheitspolizeiliche Betreuung durch die Polizei Waidhofen an der Ybbs.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1996–2013 Franz Gratzer (SPÖ)
  • 2013–2016 Manfred Gruber (SPÖ)
  • seit 2016 Manuela Zebenholzer (SPÖ)[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willibald Bissenberger u. a.: Hollenstein an der Ybbs. Ein Dorf im Wandel von etwas mehr als hundert Jahren... Waidhofen an der Ybbs 2003, ISBN 3-200-00050-3.
  • Willibald Bissenberger u. a.: Kleinod am Wegrand. Hollenstein 2004, ISBN 3-200-00121-6.
  • Günter Kettler, Wolfgang Siegl: Die Ybbstalbahn – eine Fotozeitreise. bahnmedien.at, Wien, 2020, ISBN 978-3-903177-24-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hollenstein an der Ybbs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  2. Zwangsarbeitslager für ungarische Juden in Österreich, Eintrag Hollenstein an der Ybbs auf deutschland-ein-denkmal.de
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Hollenstein an der Ybbs, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Oktober 2020.
  4. www.koenigsberglifte.at
  5. Auflassungsbescheid (PDF-Datei; 296 kB); abgerufen am 2. November 2011.
  6. Presseaussendung zum Start der Mostviertellinien; abgerufen am 18. Januar 2012
  7. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  8. Schulensuche auf Schulen online, abgerufen am 4. September 2020
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Hollenstein an der Ybbs. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Hollenstein an der Ybbs. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Hollenstein an der Ybbs. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Hollenstein an der Ybbs. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Hollenstein an der Ybbs. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  14. Land Niederösterreich: Gemeinderatswahl 2020. 4. Februar 2020, abgerufen am 4. Februar 2020.
  15. Gemeindevorstand. Gemeinde Hollenstein an der Ybbs, abgerufen am 11. Oktober 2021.