Holstein Kiel (Frauenfußball)

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Holstein Women
Holstein Kiel Logo.svg
Basisdaten
Name Holstein Kiel
(Frauenfußball)
Sitz Kiel, Deutschland
Gründung 2004
Website www.holstein-kiel.de
Erste Mannschaft
Trainer Christian Fischer
Stadion Waldwiese
Plätze 2.000
Liga Regionalliga Nord
2016/17 4. Platz
Heim
Auswärts

Die Frauenfußballabteilung von Holstein Kiel besteht seit 2004 und umfasst zwei Frauen- und drei Mädchenmannschaften. Die erste Mannschaft spielt in der Regionalliga Nord, die zweite in der Schleswig-Holstein-Liga. Spielort ist die Kieler Waldwiese und das Holstein-Kiel-Trainingszentrum Projensdorf.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Regionalligist Wittenseer SV-TUS Felde löste 2004 seine Frauenfußballabteilung auf und beantragte beim SHFV die „Statusübertragung“ zu Holstein Kiel. Zusammen mit der Frauenfußballabteilung des TSV Schilksee (Trainer Heinz Siebolds) sollte in der Regionalliga Holstein Kiel vertreten werden. Der Vorstand von Holstein Kiel stimmte mit 4:3 Stimmen zu, allerdings wurden die Fußballerinnen zunächst nicht als Abteilung, sondern als Projekt „Holstein Woman“ geführt. Da die Namensgebung der Mannschaft in Anlehnung an eine lokale Zeitschrift geschah, ist tatsächlich „Woman“ statt „Women“ die korrekte Bezeichnung des Teams. Die Mannschaft wurde anfangs durch einige Spielerinnen der zweiten Mannschaft des Hamburger SV verstärkt, die vom Projekt „Holstein Woman“ hörten und aus Hamburg an ihren alten Wohnort Kiel zurückkehrten.

In der ersten Saison 2004/05 wurden die Holstein Woman auf Anhieb Meister der Regionalliga Nord. Außerdem gewann die Mannschaft den schleswig-holsteinischen Pokal und die zweite Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Verbandsliga Schleswig-Holstein. Mit Nina Jokuschies (heute HSV) brachten die Holstein Woman auch eine U-19 Juniorinnen Nationalspielerin hervor, die 2004 mit der Nationalmannschaft Weltmeisterin in Thailand wurde.[2]

Nach der guten ersten Zweitliga Saison 2005/06 wurden die „Holstein Woman“ in die Amateurabteilung der KSV Holstein integriert. Somit wurde der Projektstatus abgelegt und die „Holstein Woman“ eine offizielle Abteilung der KSV Holstein. Nachdem man sich vier Jahre souverän in der 2. Liga halten konnte, beendete man die Saison 2009/10 auf dem 10. Tabellenplatz. Somit musste man in die Relegation und traf dort auf FFC Wacker München, den Zehntplatzierten der Süd-Staffel. Nach einem 0:0 im Hinspiel in München konnte man durch ein 1:0-Heimsieg die Relegation für sich entscheiden und blieb somit in der 2. Bundesliga. In der Saison 2010/11 konnte jedoch der Abstieg nicht verhindert werden und die Mannschaft stieg nach sechs Jahren Zweitklassigkeit in die drittklassige Regionalliga Nord ab. Zwar gelang nach einem Jahr in der Drittklassigkeit zur Saison 2011/12 der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga Nord, aber bereits in der folgenden Spielzeit stieg die Mannschaft wieder ab.

Als ein Zeichen eines neuen Durchstartens setzten 26 Spielerinnen der inzwischen in die korrekte Form umbenannten „Holstein Women“ mit dem Fotografen Erik Schlicksbier die Bildserie „Holstein Women - Im Puls der Stadt“ um. Als Zeichen der hohen Identifikation der Spielerinnen mit dem Verein, dem Umfeld und der Stadt Kiel wurden sie an markanten Orten der Stadt porträtiert.[3] Nach dem erneuten Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahre 2014 ging es zwei Jahre später wieder runter in die Regionalliga.

Erfolge und Platzierungen seit 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
2004/05 Regionalliga Nord 1. 18 1 1 83:10 55 nicht qualifiziert
2005/06 2. Bundesliga Nord 6. 9 6 7 34:40 33 2. Runde
2006/07 2. Bundesliga Nord 7. 9 6 7 38:35 33 2. Runde
2007/08 2. Bundesliga Nord 6. 9 5 8 28:31 32 Achtelfinale
2008/09 2. Bundesliga Nord 7. 8 3 11 27:37 27 1. Runde
2009/10 2. Bundesliga Nord 10. 6 5 11 29:45 23 Achtelfinale
2010/11 2. Bundesliga Nord 12. 2 5 15 12:47 11 1. Runde
2011/12 Regionalliga Nord 1. 16 3 3 50:16 51 1. Runde
2012/13 2. Bundesliga Nord 11. 3 4 15 20:54 13 2. Runde
2013/14 Regionalliga Nord 1. 18 1 1 77:9 55 1. Runde
2014/15 2. Bundesliga Nord 10. 4 1 17 23:70 13 2. Runde
2015/16 2. Bundesliga Nord 12. 1 2 19 19:78 5 2. Runde
2016/17 Regionalliga Nord 4. 10 4 6 43:34 34 1. Runde
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der ersten und zweiten Frauen-Mannschaft spielen die B-Juniorinnen in der B-Juniorinnen Bundesliga und die C-Juniorinnen in der Kreisliga Kiel. Eine A-Juniorinnen Mannschaft gibt es nicht. Die B-Juniorinnen gewannen 2006, 2007, 2008 und 2009 bisher alle Schleswig-Holstein-Liga-Spielzeiten. Dadurch qualifizierten sich die B-Juniorinnen für die Norddeutsche Meisterschaft, die sie 2008 gegen die B-Juniorinnen von Werder Bremen gewannen. Viermal scheiterte man im Finale und wurde Norddeutscher Vizemeister. Durch den Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft 2008 qualifizierten sich die B-Juniorinnen auch für die Deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft, in der sie in der Qualifikationsrunde scheiterten. 2012 gewannen die B-Juniorinnen das Gütersloher Hallenmasters, die inoffizielle deutsche Hallenmeisterschaft.

Die „Holstein Woman“ sind generell sehr kooperationsfreundlich und verfolgen das Ziel, den Frauenfußball/Mädchenfußball im Land weiter zu fördern und zu unterstützen. Seit 2007 fördert der Verein in Kooperation mit dem Post- und Telekom Sportverein Kronshagen/Kiel Mädchenfußball in den Altersklassen D und E. Auf örtlicher Ebene nehmen die Mädchenmannschaften in Freundschaftsspielen am Spielbetrieb teil.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bild vom Trainingszentrum Projensdorf
  2. dfb.de: WM 2004 – Team (Memento vom 29. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)
  3. Holstein Women - Im Puls der Stadt