Holtensen (Barsinghausen)

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Koordinaten: 52° 23′ 12″ N, 9° 29′ 4″ O

Holtensen
Wappen von Holtensen
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 41 ha
Einwohner: 265 (2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 646 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30890
Vorwahl: 05035
Holtensen (Niedersachsen)
Holtensen

Lage von Holtensen in Niedersachsen

Das Schulhaus von 1871 gilt als Baudenkmal
Das Schulhaus von 1871 gilt als Baudenkmal

Holtensen ist ein Dorf in der Region Hannover, Niedersachsen. Mit rund 250 Einwohnern zählt der Ort zu den kleinsten der 18 Stadtteile von Barsinghausen. Aufgrund der Namensgleichheit mit den ebenfalls in Deisternähe liegenden Ortschaften Holtensen (Wennigsen) und Holtensen (Springe) wird der Name zumeist um den Zusatz Barsinghausen ergänzt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holtensen liegt im Nordwesten des Calenberger Landes an der L392 und direkt an der Abfahrt 39 der A2. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen südlich die ebenfalls zu Barsinghausen gehörenden Ortschaften Großmunzel und Ostermunzel, im Westen und Nordwesten Kolenfeld (zu Wunstorf) und Wunstorf, im Nordosten der Seelzer Stadtteil Dedensen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holthusen, das heutige Holtensen wird zuerst 1288 erwähnt, als das Stift Wunstorf den dortigen Zehnt verkaufte. Aufgrund der Namensbildung wird jedoch vermutet, dass der Ort deutlich älter ist.

Im späten Mittelalter bestand ein kleines Rittergut, ein so genannter Sattelhof, als Lehen des Bistums Minden. Im 16. Jahrhundert gab es außerdem vier Meierhöfe, vier Halbmeier und acht Köthner in Holtensen.

Schon 1732 muss es eine Schule gegeben haben, da der Tod des Schulmeisters berichtet wird. Das Schulgebäude wurde 1778 und wieder 1871 abgerissen und jeweils durch einen Neubau ersetzt. Im einzigen Schulzimmer wurden bis 1930 drei Jahrgangsstufen unterrichtet (1.-2. Schuljahr, 3.-4. Schuljahr und bis 1930 auch 5.-8. Schuljahr). 1949 wurde ein zweiter Lehrer eingestellt. Der Schulbetrieb wurde 1954-55 in ein neues Gebäude verlegt und bis 1968 schrittweise eingestellt.

Am 1. März 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Holtensen bei Wunstorf in die Gemeinde Barsinghausen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holtensen wird auf kommunaler Ebene von dem Stadtrat der Stadt Barsinghausen vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Holtensen stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der schon die Wappen von Aligse, Bantorf, Barrigsen und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 16. November 1961 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.[3]

Wappen von Holtensen (Barsinghausen)
Wappenbeschreibung:Blau : Silber geteilt, oben vor rotem Balken ein wachsender, golden bewehrter und gekrönter, silberner Löwe, unten drei rote Wecken.“
Wappenbegründung: Mit dem Wappen wird die Frühzeit des Ortes und die Oberherrschaft der Wunstorfer Grafen betont und das Andenken des hier bezeugten Geschlechts „von Holthusen“ geehrt, das drei Wecken (Rauten) im Dreipass im Schilde geführt hat. Die geschichtlichen Grundlagen des Dorfes, das im 12. Jahrhundert durch das nach dem Orte sich nennende Adelsgeschlecht bestätigt ist, also sicher vor Heinrichs des Löwen Zeit entstand, regten zu den Symbolen im Gemeindewappen an.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Holtensen (Barsinghausen) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten. Auf: Internetseite der Stadt Barsinghausen, abgerufen am 21. Juli 2017
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  3. a b Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985