Holzheim (bei Dillingen an der Donau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Holzheim
Holzheim (bei Dillingen an der Donau)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holzheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Holzheim
Höhe: 431 m ü. NHN
Fläche: 40,86 km2
Einwohner: 3692 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89438
Vorwahl: 09075
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 140
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hochstiftstr. 2
89438 Holzheim
Webpräsenz: www.holzheim.de
Bürgermeister: Erhard Friegel (WV / FWG / FWV)
Lage der Gemeinde Holzheim im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
Über dieses Bild

Holzheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Holzheim.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Holzheim liegt im Süden des Landkreises Dillingen an der Donau und grenzt dort an den Landkreis Augsburg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Altenbaindt, Ellerbach, Eppisburg, Holzheim, Weisingen.

Nachbarstädte und größere Nachbarorte
Gundelfingen, Heidenheim
13 km, 33 km
Dillingen, Nördlingen
9 km, 38 km
Donauwörth, Neuburg, Ingolstadt
30 km, 55 km, 71 km
Günzburg, Ulm
20 km, 41 km
Compass card (de).svg Wertingen, Meitingen
13 km, 24 km
Burgau
13 km
Zusmarshausen
14 km
Augsburg, München
32 km, 85 km

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzheim, das Kloster Fultenbach und seine heutigen Gemeindeteile gehörten bis 1803 zum Domstift Augsburg und fielen dann an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Holzheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ellerbach eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Eppisburg und Weisingen (mit dem am 1. Oktober 1970 eingemeindeten Altenbaindt)[2] hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2583 2780 3240 3478 3692 3732 3761 3735 3692

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 lieferte folgendes Ergebnis[4]:

Parteien und

Wählergemeinschaften

 %
2014
Sitze
2014
 %
2008
Sitze
2008
 %
2002
Sitze
2002
Wählervereinigung  38,0 6 34,5 6 33,5 6
Freie Wählergemeinschaft Weisingen  27,7 5 29,4 5 33,5 5
Wahlgemeinschaft Eppisburg 20,1 3 20,6 3 17,2 3
Freie Wählervereinigung Ellerbach-Fultenbach  14,3 2 15,5 2 15,8 2
Gesamt 100,0 16 100,0 16 100,0 16
Wahlbeteiligung in % 55,5 63,3 66,8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1990 Erhard Friegel (WV/FWG/FWV).

Jahr Kandidaten Partei Ergebnis

in %

Wahlbeteiligung

in %

2014[5] Erhard Friegel WVH/FWGW 94,32 55,48
2008[6] Erhard Friegel WVH/FWGW 94,36 63,29

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.192.000 €, davon waren 410.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto). Die Gemeinde ist zurzeit schuldenfrei.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter von Rot und Silber gespaltenem Schildhaupt gespalten von Silber und Blau; vorne ein linksgewendeter, golden gekrönter und bewehrter blauer Löwe, hinten drei sechsstrahlige goldene Sterne schräg hintereinander.

Der rot-silber gespaltene Schildhaupt symbolisiert die frühere Zugehörigkeit zum Hochstift Augsburg (bis 1803). Der Löwe der vorderen Wappenhälfte ist dem gräflichen Adelmannschen Wappen entnommen, da der Humanist Konrad Adelmann von Adelmannsfelden in Holzheim lebte und hier 1547 verstarb. Die drei Sterne auf blauem Grund sind dem Wappen des, aus Holzheim stammenden, Abtes Michael Dobler von Deggingen entnommen.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Martin im Ortsteil Holzheim
  • Katholische Kapelle St. Sebastian im Ortsteil Holzheim
  • Katholische Pfarrkirche St. Sixtus im Ortsteil Weisingen
  • Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul im Ortsteil Ellerbach
  • Katholische Pfarrkirche St. Stephan im Ortsteil Altenbaindt
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus im Ortsteil Eppisburg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Raiffeisenbank Aschberg besteht seit 1989.

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 268 und im Bereich Handel und Verkehr 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1453. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier und im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. 2010 bestanden zudem 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2059 ha, davon waren 1634 ha Ackerfläche und 425 ha Wiesen und Weiden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 gab es folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten mit 112 Plätzen, in dem ebenso viele Kinder betreut und gefördert wurden
  • zwei öffentliche Volksschulen, in denen 428 Schüler in 19 Klassen von 28 Lehrern unterrichtet wurden
  • Volkshochschule Aschberg (VG Holzheim mit den Gemeinden Holzheim, Glött, Aislingen)

In Holzheim geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Holzheim (bei Dillingen an der Donau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 446.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769 und 771.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik. In: www.wahlen.bayern.de. Abgerufen am 28. April 2016.
  5. Bürgermeisterwahlen im Landkreis Dillingen a.d.Donau. In: wahlen.landkreis-dillingen.de. Abgerufen am 28. April 2016.
  6. Bürgermeisterwahlen im Landkreis Dillingen a.d.Donau. In: wahlen.landkreis-dillingen.de. Abgerufen am 28. April 2016.
  7. München 2015 © Bayerisches Landesamt für Statistik: Bavarian State Office for Statistics - GENESIS-Online. Abgerufen am 28. April 2016 (englisch).
  8. Homepage der Gemeinde Holzheim, abgerufen am 11. August 2013