Holzkirch

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Wappen Deutschlandkarte
Holzkirch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holzkirch hervorgehoben

Koordinaten: 48° 32′ N, 10° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 579 m ü. NHN
Fläche: 8,14 km2
Einwohner: 275 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89183
Vorwahlen: 07340-919010
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 8
89183 Holzkirch
Website: www.holzkirch.de
Bürgermeister: Paul Seybold
Lage der Gemeinde Holzkirch im Alb-Donau-Kreis
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Über dieses Bild

Holzkirch ist eine kleine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg, Deutschland. Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Langenau an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirch liegt am Südrand der Schwäbischen Alb nördlich des Lonetals und nördlich von Ulm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Weidenstetten, im Osten an Neenstetten, im Südosten an Bernstadt, im Süden an Breitingen und im Westen an Westerstetten.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden hat die Gemeinde Anteil am Landschaftsschutzgebiet Mittleres Lonetal.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirch wurde im Jahre 1362 erstmals urkundlich erwähnt und gelangte als Bestandteil der Herrschaft Albeck 1385 in den Besitz der Reichsstadt Ulm. Als Ulm 1803 seinen Status als Reichsstadt verlor, kam der Ort mit Ulm zum Kurfürstentum Bayern. Der Grenzverlauf zwischen den Königreichen Bayern und Württemberg wurde im Grenzvertrag von 1810 endgültig festgelegt und Holzkirch wurde deshalb württembergisch. Es gehörte zunächst zum Oberamt Albeck und seit 1819 für mehr als ein Jahrhundert zum Oberamt Ulm im Donaukreis. Während der NS-Zeit in Württemberg erfolgte 1934 die Umbenennung des Oberamts Ulm in Kreis Ulm und 1938 ging dieser im erweiterten Landkreis Ulm auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Ort in der Amerikanischen Besatzungszone, so dass Holzkirch 1945 zum Nachkriegsland Württemberg-Baden und schließlich 1952 zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg kam. Seit der Gebietsreform von 1973 ist Holzkirch Teil des Alb-Donau-Kreises.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirch ist wegen seiner früheren Zugehörigkeit zur Reichstadt Ulm seit der Reformation überwiegend evangelisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde Holzkirch mit Breitingen wurde seit 1950 vom Pfarramt Neenstetten mit betreut und wird inzwischen vom Pfarramt Weidenstetten versorgt. Die evangelische Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Ulm der Württembergischen Landeskirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1836 285
1910 298
1939 287
1961 298
1970 315
1980 244
1990 238
2000 275
2010 269
2020 267

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Holzkirch hat acht Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt. Der Gemeinderat besteht aus den ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Seybold wurde 2010 zum neuen Bürgermeister gewählt. Er löste Gerhard Lindner ab, der nach 20 Jahren aus dem Amt schied.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich am Ortskern vorbei führt die L 1165, die nordwärts nach Weidenstetten und Altheim und südwärts nach Ulm führt, wo mit der Anschlussstelle Ulm-West/Ulm-Nord der nächste Autobahnanschluss der Bundesautobahn 8 Stuttgart-München besteht.

Der Ort ist durch die Buslinie 585 im Donau-Iller-Nahverkehrsverbund mit Gerstetten und Ulm verbunden.

Nächster Bahnhof ist Westerstetten, etwa 2 km südwestlich an der Filstalbahn Stuttgart-Ulm.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der landwirtschaftlich strukturierten Gemeinde bestanden im Jahr 2003 fünf Haupt- und fünf Nebenerwerbsbetriebe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Barbara-Kirche

Der spätromanische Wehrturm der Barbara-Kirche aus der Zeit um 1150 bot der ganzen Dorfbevölkerung Schutz in unruhigen Zeiten. Auch die sehr massive Kirchhofmauer diente wohl eher der Verteidigung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Holzkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2021 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Daten- und Kartendienst der LUBW