Holzkirchen (Unterfranken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Holzkirchen
Holzkirchen (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holzkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 47′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Helmstadt
Höhe: 198 m ü. NHN
Fläche: 8,42 km2
Einwohner: 963 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97292
Vorwahl: 09369
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 149
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nibelungenstraße 1
97292 Holzkirchen
Webpräsenz: www.holzkirchen-ufr.de
Bürgermeister: Klaus Beck
Lage der Gemeinde Holzkirchen im Landkreis Würzburg
Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Baden-Württemberg Irtenberger Wald Irtenberger Wald Guttenberger Wald Guttenberger Wald Gramschatzer Wald Würzburg Winterhausen Uettingen Sommerhausen Remlingen (Unterfranken) Reichenberg (Unterfranken) Altertheim Zell am Main Waldbüttelbrunn Waldbrunn (Unterfranken) Veitshöchheim Unterpleichfeld Leinach Thüngersheim Theilheim Tauberrettersheim Sonderhofen Rottendorf Röttingen Riedenheim Randersacker Prosselsheim Ochsenfurt Oberpleichfeld Eisenheim Neubrunn (Unterfranken) Margetshöchheim Kürnach Kleinrinderfeld Kist Kirchheim (Unterfranken) Holzkirchen (Unterfranken) Höchberg Hettstadt Helmstadt Hausen bei Würzburg Güntersleben Greußenheim Giebelstadt Geroldshausen Gerbrunn Gelchsheim Gaukönigshofen Frickenhausen am Main Estenfeld Erlabrunn Eisingen (Bayern) Eibelstadt Bütthard Bieberehren Bergtheim Aub Landkreis Ansbach RimparKarte
Über dieses Bild

Holzkirchen, umgangssprachlich auch Holzkirchen bei Würzburg, ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirchen liegt in der Region Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirchen besteht aus zwei Ortsteilen[2]:

Es gibt die Gemarkungen Holzkirchen und Wüstenzell.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Holzkirchen besteht aus den althochdeutschen Wörtern holz (Gehölz, Wald) und kirihha (Kirche). Das Gotteshaus wurde nach seiner Lage am Wald benannt.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 775 Holzkiricha
  • 815 Holzkirihha
  • 820 Holzchyricha
  • 1193 Holzchirchen
  • 1259 Holzkirchen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Holzkirchen

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vor 775 gegründete Kloster Holzkirchen und der Ort waren Teil des Gebietes des Hochstiftes Würzburg und fielen im Reichsdeputationshauptschluss an die Grafen Löwenstein-Wertheim. Gegen eine Rente verkauften sie diese jedoch schon 1803 an Bayern, das sie 1805 mit dem würzburgischen Gebiet Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überließ. Mit den Verträgen von Paris 1814 gelangte das Großherzogtum zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wüstenzell eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0742 Einwohner[4]
  • 1970: 0795 Einwohner[4]
  • 1987: 0945 Einwohner
  • 1991: 0991 Einwohner
  • 1995: 0992 Einwohner
  • 2000: 1000 Einwohner
  • 2005: 0956 Einwohner
  • 2010: 0914 Einwohner
  • 2015: 0963 Einwohner

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Holzkirchen zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[5] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sir Hermann David Weber (* 1823 in Holzkirchen; † 1918 in London), Arzt am Deutschen Hospital in London, Leibarzt von Königin Victoria.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Über 1000 Jahre fuldisch/Propstei Holzkirchen: Klosteranlage kündet vom Ruhm Fuldas/Einzigartiger romanischer Kreuzgang, in: Fuldaer Zeitung, 14. Juli 1994, S. 14 (Serie: DENK-mal!).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Holzkirchen (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/191004&attr=OBJ&val=1800
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 108 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  5. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. Abgerufen am 20. Januar 2016.