Holzkirchen (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Holzkirchen
Holzkirchen (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Holzkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 53′ N, 11° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 691 m ü. NHN
Fläche: 48,24 km2
Einwohner: 16.640 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 345 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83607
Vorwahl: 08024
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 120
Marktgliederung: 36 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 2
83607 Holzkirchen
Website: www.holzkirchen.de
Bürgermeister: Christoph Schmid (CSU)
Lage des Marktes Holzkirchen im Landkreis Miesbach
ÖsterreichLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis MünchenRosenheimLandkreis RosenheimBad WiesseeBayrischzellFischbachauGmund am TegernseeHaushamHolzkirchen (Oberbayern)IrschenbergKreuthMiesbachOtterfingRottach-EgernSchliersee (Gemeinde)Tegernsee (Stadt)ValleyWaakirchenWarngauWeyarnKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Tölzer Straße in Holzkirchen

Holzkirchen ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Holzkirchen ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Kommune des Landkreises.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt circa 30 Kilometer südlich der Landeshauptstadt München und jeweils circa 20 Kilometer nördlich des Tegernsees sowie der Kurstadt Bad Tölz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 36 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holzkirchner Gegend war schon zur frühen Bronzezeit (1800–150 v. Chr.) besiedelt, wie einige Funde von Kupferringbarren zeigen. Während der Römerzeit kreuzten sich zwei Römerstraßen (AugsburgSalzburg und FreisingAchensee). 1286 wurde Holzkirchen das erste Mal als Markt bezeichnet. 1857 wurde die erste Eisenbahnlinie (München – Holzkirchen – Rosenheim) eröffnet.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt Holzkirchen trotz seiner Bedeutung für den Schienenverkehr nur geringe Schäden. Auch ein Kampf um den Ort gegen die vorrückenden Alliierten 1945 konnte durch umsichtiges Handeln einiger Gemeindebürger verhindert werden. Dagegen fielen kurz nach Kriegsende 16 überwiegend osteuropäische Zwangsarbeiter einer Methanolvergiftung zum Opfer.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die bis dahin selbständige Gemeinde Hartpenning und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Föching eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 11.395 auf 16.581 um 5.186 Einwohner bzw. um 45,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 61,65 % (2014: 56,3 %)
 %
40
30
20
10
0
34,6 %
(-4,7 %p)
26,9 %
(+10,7 %p)
14,7 %
(-4,4 %p)
2,9 %
(n. k. %p)
20,9 %
(-4,5 %p)
2014

2020


Die vergangenen Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

Altes und neues Rathaus mit Brunnen
Partei/Liste 2014[6] 2020[7]
CSU 9 8
GRÜNE 4 6
FW/FWG 6 5
SPD 5 4
FDP 1
Gesamt 24 24

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Holzkirchen
Blasonierung: „In Rot auf grünem Boden eine silberne Kirche mit Sattelturm und blauem Dach, beiderseits und über dem Langhaus der Kirche je eine grüne Tanne.“[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirchen liegt an der Autobahn 8 (Anschlussstelle Holzkirchen/AS-Nr. 97). Die Bundesstraßen 13 und 318 kreuzen sich in Holzkirchen. Der Markt befindet sich rund 42 Kilometer westlich von Rosenheim, jeweils 18 Kilometer von Bad Tölz und Miesbach entfernt sowie 30 Kilometer südlich der Landeshauptstadt München.

Eine nördliche Umgehungsstraße zwischen B 13 und B 318 wurde am 18. Dezember 2009 für den Verkehr freigegeben.[9] Der westliche Abschnitt dieser neuen Kreisstraße war bereits im Oktober 2007 fertiggestellt worden.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrsknotenpunkt Holzkirchen verfügt mit der Bahnstrecke München–Holzkirchen und die Bahnstrecke München Ost–Deisenhofen über eine gute Verkehrsanbindung nach München (u. a. S-Bahn-Anschluss (Linie S 3 im 20-Minuten-Takt)). Die Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries und die Verbindung Richtung Schliersee werden von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) jeweils im Stundentakt befahren und bieten Direktverbindungen nach Tegernsee, Lenggries und Bayrischzell. Auf der Mangfallbahn nach Rosenheim bestehen seit Dezember 2013 mit dem Meridian von Transdev (zuvor DB) stündliche Anschlüsse über Bad Aibling. Werktags verkehren neun Meridiangarnituren durchgehend zwischen Rosenheim über Holzkirchen und München Hauptbahnhof.

S3 Mammendorf – Malching – Maisach – Gernlinden – Esting – Olching – Gröbenzell – Lochhausen – Langwied – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – St.-Martin-Straße – Giesing – Fasangarten – Fasanenpark – Unterhaching – Taufkirchen – Furth – Deisenhofen – Sauerlach – Otterfing – Holzkirchen 20-Minuten-Takt

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es halten folgende Regional- und Stadtbuslinien des Oberbayernbus und des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) am Bahnhof oder am Zentralen Omnibus-Bahnhof.[10]

Linie Bezeichnung Verlauf
9001 Oberbayernbus Ortsverkehr Holzkirchen, Linien 1–6
9553 Oberbayernbus Holzkirchen (Oberbayern)SachsenkamSchaftlachWaakirchenReichersbeuernBad TölzObergriesLenggries
9561 Oberbayernbus Holzkirchen (Oberbayern)ValleyWeyarnMiesbachHaushamSchliersee
9566 Oberbayernbus Holzkirchen (Oberbayern)WarngauGmundTegernsee
9567 Oberbayernbus Holzkirchen (Oberbayern)WarngauMiesbach
9568 Oberbayernbus Holzkirchen (Oberbayern)OtterfingDietramszellBad Tölz

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Holzkirchen sind ca. 1.600 Gewerbetreibende ansässig. Neben zahlreichen mittelständischen Betrieben haben sich auch Sandoz (Hexal), Panasonic Electric Works Europe und Panasonic Electric Works Deutschland (jetzt nach Ottobrunn disloziert) sowie der Etikettenhersteller CCL Label GmbH, eine Tochtergesellschaft von CCL Industries, mit ihren Hauptfirmensitzen hier niedergelassen. Veolia Verkehr hat in dem Markt ihre süddeutsche Zentrale. Eine bedeutende Niederlassung besitzt auch die Bosch Engineering, die am Standort Holzkirchen im Stadtteil Föching ab 2013 ein Entwicklungszentrums errichtet hat.[11] Es ist eine Erweiterung für 900 Mitarbeiter im Bau, die 2021 eröffnet werden soll.[12]

Der Holzkirchner Oberbräu ist die letzte noch verbliebene der einstmals fünf Brauereien Holzkirchens und gehört heute zur König Ludwig GmbH & Co. KG der Schlossbrauerei Kaltenberg.

Zwischen 1958 und 1988 betrieb die Friedrich Deckel AG in Holzkirchen eine Fabrik für Werkzeugmaschinen. Die Werkhallen wurden nach dem Rückzug der Firma abgerissen. An ihrer Stelle entstand ein Einkaufszentrum mit etwa 7.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (Holzkirchner Einkaufsparadies; kurz HEP).

Überregionales Interesse rief eine Entscheidung des Gemeinderats hervor, den Gewerbesteuersatz um ein Drittel zu senken. In einer Pressekonferenz bezeichneten Bürgermeister Höß und der bayerische Ministerpräsident Stoiber Holzkirchen daher als „das Monaco Bayerns“. Der Grund für die Steuersenkung war, den Pharmakonzern Sandoz nach der Fusion mit Hexal dazu zu bewegen, seine neue Zentrale in der Gemeinde anzusiedeln. Die Ansiedelung der Sandoz-Zentrale in Holzkirchen erfolgte, da dies eine Bedingung der Hexal-Eigentümer, der Brüder Strüngmann, im Verkaufsvertrag an Sandoz war, und nicht aufgrund der Gewerbesteuersenkung.

Überregional bekannt ist das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, das als Außenstelle am Ort besteht, obwohl es bereits im Gemeindegebiet Valley liegt.[13]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz seiner Größe hat Holzkirchen keine lange Tradition als wichtiger Schulstandort. Bis zur Jahrtausendwende gab es lediglich Grund- und Hauptschule sowie die private Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer.[14]

Seit der Jahrtausendwende bauen der Landkreis und der Markt den Standort zu einem regionalen Bildungszentrum aus. Es kamen eine weitere öffentliche Grundschule und eine staatliche Realschule hinzu. Die im Jahre 2005 fertiggestellte und von den Architekten „Rheinpark“ entworfene Grund- und Realschule legt Wert auf Energieeffizienz, die unter anderem durch das Wiesendach erreicht wird.

Gymnasium und FOS

Seit dem Schuljahr 2009/10 verfügt der Ort über eine staatliche Berufliche Oberschule[15] mit den Ausbildungsrichtungen Wirtschaft (FOS) und Sozialwesen (FOS), die Ausbildungsrichtung Technik (FOS) wird ab dem Schuljahr 2014/15 unterrichtet. Ein staatliches Gymnasium mit einem naturwissenschaftlich-technologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Zweig nahm ebenfalls zum Schuljahr 2014/15 seinen Unterrichtsbetrieb auf.[16] Für FOS und Gymnasium wurde ein neuer Campus an der Nordumgehung errichtet. Außerdem gibt es im Ort eine private Grundschule mit angeschlossenem Gymnasium.[17]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römisch-katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pfarrverband Holzkirchen (Holzkirchen – Föching – Hartpenning) befinden sich 4 Kirchen:

  • St. Laurentius (Holzkirchen, Marktplatz)
  • St. Josef (Holzkirchen, St.-Josef-Straße): Der 1962 erbaute Vorgängerbau musste wegen statischer Mängel der Dachkonstruktion im November 2011 geschlossen werden, die Kirche wurde am 24. Juni 2012 profaniert[18] und im Spätsommer 2014 abgerissen – nur der separat stehende Glockenturm blieb erhalten. Für den Nachfolgebau (Holzbauwerk) mit 400 Sitzplätzen wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, der Gewinner war Eberhard Wimmer. Der Baubeginn erfolgte im Oktober 2015, die Grundsteinlegung war am 18. März 2016, Ende 2017 wurde der Bau fertiggestellt. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 10,63 Millionen Euro. Die Einweihung durch Reinhard Kardinal Marx war am 18. März 2018.
  • St. Johann Baptist (Föching)
  • Mariä Heimsuchung (Hartpenning)

Evangelisch-lutherisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach bescheidenen Anfängen schon in der Reformationszeit fand 1878 der erste evangelische Gottesdienst auf Holzkirchener Gebiet auf dem Aberghof in Föching statt. Im Dezember 1898 wurde der Betsaal an der Haidstraße eingeweiht, die spätere Apostel-Thomas-Kirche. Genau 100 Jahre diente sie der Evang.-Luth. Kirchengemeinde als Gottesdienstraum. Am 20. Dezember 1998 wurde die neue Segenskirche eingeweiht, 2008 dann das aus den ehemaligen Gebäuden Pfarrhaus und Apostel-Thomas-Kirche neu geschaffene Thomashaus. Damit war das Ensemble aus Kirche, Gemeinderäumen und Kindergarten vollständig. Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde umfasst außer dem Hauptort und Namensgeber Holzkirchen noch die politischen Gemeinden Otterfing, Sauerlach, Valley, Warngau sowie Teile von Dietramszell und Egling. Sie hat rund 4900 Mitglieder, davon rund 2500 in Holzkirchen. Die Kirchengemeinde hat die Betriebsträgerschaft des evangelischen Integrationskindergartens Hollerbusch.[19]

Pfingstgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 gibt es in Holzkirchen eine Freikirchliche Pfingstgemeinde des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Im Dezember 2009 konnten die Geschäftsräume der früheren Löwen-Apotheke in der Tölzer Straße nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in Betrieb genommen werden. Die Pfingstgemeinde bietet neben einem wöchentlichen Gottesdienst die Teilnahme an Hauskreisen und Jugendtreffen an.[20]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußballabteilung des TuS Holzkirchen spielt in der Landesliga Südost. Von 2017 bis 2019 trat man in der Bayernliga Süd an. Die Heimspiele werden in der Sportanlage Haidstraße in Holzkirchen ausgetragen.

Grünes Zentrum Holzkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünes Zentrum

Das vom Bayerischen Bauernverband (BBV) für 13 Millionen Euro errichtete Grüne Zentrum Holzkirchen wurde im März 2015 eingeweiht. Das Gebäude ist ein energiesparendes Passivhaus. Beheizt wird es über eine Wärmepumpenheizung, die als Wärmequelle Geothermie nutzt. Die Erdwärme wird dabei über 22 Erdsonden mit bis zu 100 Metern Tiefe gewonnen. Im Gebäude sind vertreten:

Geothermie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bohrplatz im April 2016

Im Osten des Marktes (an der B 318) wurde durch die kommunalen Gemeindewerke ein Geothermiekraftwerk errichtet. Am 30. April 2015 hat sich der Gemeinderat mit einer Mehrheit von 17 zu 8 Stimmen für die Realisierung des seit dem Jahr 2006 entwickelten Projekts entschieden.[21] Nach der Rodung des Bauplatzes wurden an den Ausgangspunkten für die beiden Tiefbohrungen der geothermischen Dublette zunächst zwei Führungsrohre (je 50 m lang, 66 cm Durchmesser, 10 Tonnen schwer) im Abstand von 7,5 Metern einbetoniert.[22] Am Barbaratag (4. Dezember 2015) wurde der Bohrplatz mit einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht. Am 14. Januar 2016 wurde der 57 Meter hohe Bohrturm aufgerichtet. Bohrbeginn mit Meißelweihe fand am 28. Januar 2016 in Anwesenheit der Staatsministerin Ilse Aigner statt. Die Tiefbohrarbeiten erfolgten rund um die Uhr. Jede Bohrung wurde in fünf Sektionen niedergebracht, die sich mit zunehmender Tiefe von 58,4 cm (Oberfläche) auf 15,5 cm (ab ca. 4800 m Tiefe) verjüngen. Der Bohrmeißel wurde durch ein Richtbohrsystem in der ersten Bohrung nach Nordosten bzw. in der zweiten Bohrung nach Westen abgelenkt. Durch geologisch-technische Probleme (Anbohren einer Gasblase / verklemmte Verrohrung und feststeckendes Bohrgestänge) kam es zu einer Verzögerung der Bohrarbeiten um mehrere Monate. Anfang April 2017 waren die Bohr- und Testarbeiten beider Tiefbohrungen abgeschlossen und der Bohrturm wurde demontiert. Die zweite Bohrung ist mit einer Bohrstrecke von 6084 m bis in ca. 5100 m Tiefe die tiefste und längste Geothermiebohrung Deutschlands, die zudem mit deutlich über 150 °C das heißeste Thermalwasser im Voralpenland liefert. Zunächst wurde im Dezember 2018 die neu errichtete Heizzentrale und das Fernwärmenetz an die Geothermie angeschlossen.[23] Die Inbetriebnahme des Kraftwerks zur Stromerzeugung erfolgte dann im Juli 2019[24], die offizielle Einweihung der gesamten Geothermieanlage schließlich am 16. November 2019[25]. Ca. 3,5 MW elektrische Leistung werden in dem Kraftwerk geothermisch generiert.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als lokale Tageszeitung erscheint der „Holzkirchner Merkur“, eine Lokalausgabe des Münchner Merkur. Zudem erscheint zweimal wöchentlich das Anzeigenblatt „Das Gelbe Blatt“, das auch Artikel und Nachrichten beinhaltet. Die Lokalausgabe „Holzkirchner SZ“ der Süddeutschen Zeitung wurde im Jahr 2004 aus Kostengründen zusammen mit weiteren Lokalausgaben vom Verlag eingestellt.

Der Lokalradio-Sender Radio Alpenwelle, dessen Sendegebiet die Landkreise Miesbach und Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, wurde 1991 in den Räumen von „Studio 1 Holzkirchen“ („o-tv“) gegründet, damals noch unter dem Namen „studio1FM“.

Bis Ende 2002 existierte der lokale Fernsehsender „o-tv“ (als „Studio 1 – Holzkirchen“ jetzt bei youtube), der sein Programm mit Nachrichten- und Unterhaltungsinhalten über das Kabelnetz im gesamten bayerischen Oberland verbreitete.

In der Presse ist Holzkirchen u. a. bekannt geworden im Zusammenhang mit der in der Nachbargemeinde Valley gelegenen und inzwischen stillgelegten großen Sendeanlage von Radio Free Europe für Kurzwelle und Mittelwelle.

Als kostenlose Internetzeitung gibt es die „Holzkirchner Stimme“.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Burgstaller (1871–1945), Kammersänger[26]
  • Joseph Marxbauer, ehem. Bürgermeister (Verleihung zum 1. Mai 1916)
  • Oskar von Miller (1855–1934), Bauingenieur und Gründer des Deutschen Museums (Verleihung am 16. November 1919)
  • Eugen Zeheter, Lehrer (Verleihung im Jahre 1927)
  • Geistlicher Rat Dekan Josef Imminger (Verleihung am 24. März 1954)
  • Otto Mair, ehem. Bürgermeister (Verleihung am 30. April 1978)
  • Geistlicher Rat Pfarrer Josef Straßer (Verleihung am 20. September 1984)
  • Ludwig Artmann, Gemeinderatsmitglied (Verleihung am 27. April 2002)

Erste Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Schmid (seit 2020) CSU[27]
  • Olaf von Löwis of Menar (2014–2020) CSU
  • Josef Höß (2002–2014) CSU
  • Manfred Glanz (1990–2002) CSU
  • Albert Seiler (1978–1990) SPD
  • Otto Mair (1960–1978) CSU
  • Franz Obermayer (1952–1960) SPD
  • Joseph Marxbauer (1888–1889 und 1906–1916)

Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Victor Kaluza (1896–1974), Lehrer sowie Jugend- und Sachbuchautor; lebte von 1948 bis 1974 in Holzkirchen. Nach ihm wurde die Victor-Kaluza-Straße benannt.
  • Martin Erhard (1918–2017), Gewerkschafter und Politiker (SPD); Vorsitzender des Ortsvereins und Mitglied des Gemeinderats von Holzkirchen, MdL
  • Ulrich König (* 1949), Regisseur (z. B. Pumuckl, Fernsehserie)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Holzkirchen (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Holzkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 7. September 2019.
  3. Katrin Hager: Der Tod lauerte im Schnapsglas. In: Holzkirchner Merkur (Lokalteil). Nr. 223/2012, 26. September 2012, S. 1.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 581.
  5. Wahl 2020 des Marktgemeinderats Holzkirchen – Ergebnis, abgerufen am 26. März 2020
  6. Gemeinderäte. Abgerufen am 21. März 2020.
  7. Wahl 2020 des Marktgemeinderats Holzkirchen – Ergebnis. Abgerufen am 26. März 2020.
  8. Eintrag zum Wappen von Holzkirchen (Oberbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Die Nordspange ist offen. Münchener Zeitungs-Verlag, 18. Dezember 2009, abgerufen am 10. Mai 2016.
  10. Liniennetzplan des Oberbayernbus (Memento des Originals vom 19. März 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rvo-bus.de (PDF; 2,1 MB) auf rvo-bus.de
  11. Bosch baut Entwicklungszentrum in Holzkirchen. www.merkur.de, 26. Juli 2013, abgerufen am 7. August 2017.
  12. Unternehmenswebseite, Standorte. Abgerufen am 2. September 2020.
  13. ibp.fraunhofer.de (Memento des Originals vom 25. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ibp.fraunhofer.de
  14. Wirtschaftsschule Pasold-Weissauer Holzkirchen im Internet
  15. Berufliche Oberschule Holzkirchen Staatliche Fachoberschule im Internet
  16. Staatliches Gymnasium im Internet
  17. Private Ganztagsschule im Internet
  18. Münchner Merkur vom 25. Juni 2012
  19. 100 Jahre Apostel-Thomas-Kirche; Einweihung Segenskirche; Hrsg. Evang.-Luth. Kirchengemeinde Holzkirchen; 1998
  20. Hrsg. Freie Christengemeinde Holzkirchen; 2011
  21. Holzkirchner Stimme
  22. Holzkirchner Gemeindeblatt Dezember 2015
  23. Aus der Tiefe ins Fernwärmenetz: Geothermie ab sofort in Betrieb. www.merkur.de, 20. Dezember 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  24. Geothermie Holzkirchen: Das erste Stromgeld ist verdient. www.merkur.de, 10. Juli 2019, abgerufen am 18. September 2019.
  25. Der Lohn für den Mut: Geothermie Holzkirchen offiziell eröffnet. www.merkur.de, 17. November 2019, abgerufen am 12. Februar 2020.
  26. Liedertafel Holzkirchen e. V.
  27. Erster Bürgermeister (RIS). Gemeinde Holzkirchen, abgerufen am 23. August 2020.