Holzkurier

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Holzkurier

Beschreibung Fachzeitschrift und Onlineplattform für die Wertschöpfungskette Holz
Fachgebiet Marktgeschehen der Branche, Produktneuheiten, Verarbeitungstechnologien, Datenvisualisierung
Sprache Deutsch
Verlag Österreichischer Agrarverlag, Druck und Verlags Gesellschaft m.b.H. Nfg. KG (Österreich)
Hauptsitz Wien
Erstausgabe 1946/1952
Erscheinungsweise wöchentlich
Chefredakteur Gerd Ebner
Herausgeber Österreichischer Agrarverlag, Sturzgasse 1a, 1140 Wien, Österreich
Weblink holzkurier.com

Der Holzkurier ist ein unabhängiges, wöchentlich erscheinendes Fachjournal, das die Themenfelder der Wertschöpfungskette Holz abdeckt – von der Forst- über die Holzwirtschaft bis hin zur Möbelproduktion, Papier- und Biomasseindustrie[1]. Seit 2002 sind die Holzkurier-Artikel[2] auch online abrufbar.

Die Inhalte umfassen das Marktgeschehen der Branche, Umsatz- und Preisentwicklungen, Produktneuheiten, Verarbeitungstechnologien, Unternehmensporträts, Technikreportagen, Messeberichte und Personalien. Ein wesentlicher Bestandteil sind außerdem statistische Daten (Holzein- und -verkaufspreise, Produktionsmengen, Ein- und Ausfuhrmengen), die gesammelt oder selbst erhoben werden, und anschließend in Tabellen und Infografiken aufgearbeitet werden.

Das Magazin erscheint im Österreichischen Agrarverlag mit Sitz in Wien wöchentlich mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen. Die Bruttoreichweite gab der Verlag im Oktober 2018 mit 35.000 an.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Oktober 1952 erschien die erste Ausgabe des Holz-Kurier unter Karl Graber im Österreichischen Agrarverlag. Die Zeitschrift sollte der Marktinformation dienen und wurde an alle Abonnenten von „Österreichs Forst- und Holzwirtschaft“ verteilt. Dieses 1946 gegründete und bis dahin 14-täglich erscheinende Magazin wurde als Monatszeitschrift weitergeführt. Grabner war seit 1950 ständiger Mitarbeiter im Forst- und Holzsektor des Verlags und erkannte, dass in der Holzwirtschaft des Nachkriegs-Österreichs eine große Nachfrage nach internationalen Markt- und Preisinformationen sowie Nachrichten über auslaufende Bewirtschaftungsmaßnahmen bestand. Es gelang ihm auch, des journalistischen Kontakt mit den Nachbarländern – vor allem in den damals hinter dem „Eisernen Vorhang“ liegenden Staaten – weiter zu pflegen bzw. neu aufzubauen.[4]

Von 1954 bis 1994 betreute Kurt Gadenz das Blatt. Die Wirtschaft jener Zeit war vom Wunsch geprägt, bestehende Außenhandelsbeschränkungen rasch abzubauen. Papier- und Möbelindustrie fürchteten allerdings um ihren Rohstoff, sollten die Zollschranken hochgehen, erinnerte sich Gadenz. Die Kontakte nach Italien, etwa zum Holzhändler Roberto Tengg, wurden intensiviert. Unter der Leitung von Gadenz kam es 1987 zur Umgestaltung der Zeitschrift.[4]

Eine weitere Änderung des Layouts fand 1998 unter dem nächsten Chefredakteur Rainer Eder statt. Er brachte den Holzkurier auch ins Internet: Nach ersten Kooperationen ab 1996, waren ab 2001 unter www.timber-online.net tagesaktuelle Holznachrichten und Marktinformationen in Deutsch[2], Englisch[5] und Italienisch[6] abrufbar.

Gerd Ebner leitet die Redaktion seit 2002. Unter ihm wurde die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Die Zahl der Redakteure wuchs beständig. 2008 und 2015 wurde das Layout abermals aktualisiert, 2017 der Online-Auftritt komplett überarbeitet: Aus timber-online.net wurde holzkurier.com. Seit 2014 gibt der Holzkurier gemeinsam mit den Schwestermagazinen HolzDesign und holzbau austria vierteljährlich Holz-Specials zu den Schwerpunktthemen Boden, Fenster, Platten und Brettsperrholz heraus. Ein Alleinstellungsmerkmal der Onlineplattform holzkurier.com ist die Datenvisualisierung Datacube. Dieses Onlinetool ermöglicht eine Visualisierung der gesammelten Daten, die teilweise bis 1972 zurückreichen. Die Redaktion führt regelmäßig Konjunkturumfragen für die Spaten Sägewerke, Forstbetriebe und Holzbau-Unternehmen durch und ermittelt Daten, wenn es keine offiziellen Statistiken gibt.

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–1954: Karl Graber
  • 1954–1994: Kurt Gadenz
  • 1994–2002: Rainer Eder
  • seit 2002: Gerd Ebner

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutschsprachige Fachjournal wird hauptsächlich in Österreich, Deutschland, der Schweiz und in Norditalien gelesen. Es richtet sich primär an Führungskräfte der Holz verarbeitenden Industrie und der Sägeindustrie sowie an Holz- und Baustoffhandel, Holzbau, Zimmermeister, Möbelwirtschaft, Forstwirtschaft, alle Holzgewerbe, Zulieferindustrie, Holzmaschinen- und Biomassebranche.

Die täglichen Holznachrichten der Plattform holzkurier.com[2] auf Deutsch erscheinen in Englisch auf timber-online.net[5] bzw. Italienisch auf timber-online.it[6]. Neben der Printversion und den Online-Nachrichten sind die Inhalte über eine E-Paper-Version oder über eine App zugänglich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mediadaten Holzkurier 2019. Holzkurier/Österreichischer Agrarverlag, abgerufen am 24. Februar 2019.
  2. a b c holzkurier.com. Holzkurier/Österreichischer Agrarverlag, 24. Februar 2019, abgerufen am 24. Februar 2019.
  3. Clemens Kraus: Leser- und Benutzeranalyse der Medien Holzkurier und www.timber-online.net, Diplomarbeit/Masterarbeit, Universität für Bodenkultur. Wien 2004.
  4. a b Holzwirtschaft Österreichs – Ein Rückblick auf die letzten 60 Jahre. In: Alfred Teischinger (Hrsg.): Lignovisionen. Band 6. Universität für Bodenkultur, Wien 2005 (boku.ac.at).
  5. a b Englische Seite des Holzkurier. Holzkurier/Österreichischer Agrarverlag, abgerufen am 24. Februar 2019 (englisch).
  6. a b Italienische Seite des Holzkurier. Holzkurier/Österreichischer Agrarverlag, abgerufen am 24. Februar 2019 (italienisch).