Homag Group

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Homag Group AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005297204
Gründung 1960
Sitz Schopfloch, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl 76[2]
Umsatz 24,19 Mio. Euro 2018[2]
Branche Maschinenbau
Website www.homag.com
Stand: 31. Dezember 2018

Homag Schopfloch

Die Homag Group AG ist ein Unternehmen, das Holzbearbeitungsmaschinen und Anlagen für die Möbelindustrie sowie Bauelementefertiger für die Holzbauindustrie produziert und vertreibt und darüber hinaus auch Dienstleistungen in diesen Bereichen anbietet. Der Stammsitz der Holding ist in Schopfloch (Schwarzwald).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1960 gründeten Eugen Hornberger und Gerhard Schuler die Hornberger Maschinenbaugesellschaft OHG. 1962 begann die Entwicklung der damals ersten Kantenleimmaschine nach dem Heiß-Kalt-Verfahren und damit der Erfolg des Unternehmens. 1976 erfolgte die Integration der Firma Friz, 1995 die Firma Bargstedt. 1986 erfolgte die Übernahme von Weeke, 1987 Holzma, 1990 Ligmatech. Die Hornberger Maschinenbaugesellschaft OHG wurde 1987 in die Homag Maschinenbau AG umfirmiert. Im Jahr 1999 fusionierte die Homag Maschinenbau AG mit der IMA-Gruppe, Lübbecke, zur Lignum Technologie AG. Die Lignum Technologie AG wurde 2004 schließlich zur heutigen Homag Group AG umfirmiert. Nachdem die Familie Hornberger als Anteilseigner ausgeschieden war, folgte der seit nunmehr fast 20 Jahren geplante Gang an die Börse: Die Erstnotierung erfolgte am 13. Juli 2007 im Prime Standard, die Aufnahme in den SDAX am 1. Oktober 2007. 2009 erfolgte die Beteiligung an der Fa. Benz. Am 20. Juni 2011 folgte die Rückstufung in den Prime Standard. 2014 erfolgte die Übernahme der Fa. Stiles.

Im Oktober 2014 wurde die HOMAG Group mehrheitlich von dem Dürr-Konzern übernommen und im März 2015 wurde zwischen diesen beiden Firmen ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Vom 17. Juli 2015 bis zum 1. März 2017 war die HOMAG Group AG im Börsensegment Entry Standard notiert. Die Homag Group ist Innovations- und Weltmarktführer bei Maschinen und Anlagen für die Format- und Kantenbearbeitung.[3] 2017 wurden die bisherigen Firmennamen aufgegeben und die einzelnen Zweige und Produkte, die bisher noch unter eigenem Namen auftraten, treten nur noch unter dem Namen Homag auf. Homag expandierte nicht nur durch Übernahmen, sondern auch durch Neugründung von Firmen, teilweise mit eigener Produktion: 1977 Homag Machinery Sao Paulo, 1994 Homag Shanghai, 2004 Homag Środa, 2001 Homag Machinery Bangalore.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Homag Group gliedert sich in drei Geschäftsbereiche mit 14 Produktionsstandorten (9 im Inland / 5 im Ausland) sowie 23 Vertriebs- und Servicegesellschaften, die in über 100 Ländern tätig sind (Stand: 31. März 2017):[4]

  • Maschinen und Zellen
  • Fabrikanlagen
  • Dienstleistungen

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsentwicklung[5][6][7][8][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Umsatz in Mio. Euro 691,8 613,5 736,5 836,9 856,4 524,1 717,7 798,7 767,0 788,8 914,8 1039,0 1082,0 1.219
EBITDA in Mio. Euro 44,1 54,6 85,0 103,3 95,0 15,6 65,1 70,5 71,0 75,8 93,2
EBIT in Mio. Euro 27,3 36,3 65,2 82,2 72,8 −10,2 36,4 20,8 38,4 41,6 45,3 91,7
Ergebnis je Aktie 1,38 2,12 2,04 −1,32 0,43 −0,30 0,81 1,17 1,21 1,01
Eigenkapital am 31. Dezember in Mio. Euro 89,2 104,0 166,1 183,9 157,2 170,0 161,7 165,8 177,7 194,7 122,7 106,8 106,2
durchschnittliche Mitarbeiterzahl 5.032 4.385 4.623 4.941 5.281 5.158 4.981 5.110 5.075 5.038 5.482 5.906 6.126

Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen war im Aktienindex SDAX gelistet. Seit dem 16. Juli 2015 ist es im Segment Entry Standard des Open Market gelistet.

Die Aktionärsstruktur der Homag Group setzt sich wie folgt zusammen (Stand: Mai 2018):[9]

  • Dürr Technologies GmbH: 63,9 %
  • Freefloat: 22,10 %
  • Aktionärsgruppe Schuler / Klessmann: 14,0 %

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b HOMAG: Vorstand der HOMAG Group AG. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  2. a b Geschäftsbericht 2018. In: homag.com. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  4. Konzernorganisation
  5. Geschäftsbericht 2013 (PDF; 3,2 MB)
  6. Geschäftsbericht 2014
  7. HOMAG: Geschäftsjahr 2018: HOMAG Group erzielt Rekordergebnis | HOMAG. Abgerufen am 5. März 2019.
  8. Jahresabschluss 2017. Abgerufen am 5. März 2018.
  9. Aktionärsstruktur