Homburg TG

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TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Homburgf zu vermeiden.
Homburg
Wappen von Homburg
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
BFS-Nr.: 4816i1f3f4
Postleitzahl: 8507 Gündelhart
8507 Hörhausen
8508 Homburg
8508 Salen-Reutenen
Koordinaten: 718596 / 277045Koordinaten: 47° 38′ 0″ N, 9° 1′ 0″ O; CH1903: 718596 / 277045
Höhe: 591 m ü. M.
Fläche: 21,1 km²
Einwohner: 1543 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 73 Einw. pro km²
Website: www.homburg.ch
Karte
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Homburg ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Homburg bildete mit Hörstetten und Schloss Klingenberg von 1870 bis 1998 die Einheitsgemeinde Homburg. Seit 1999 gehört es zusammen mit den ehemaligen Ortsgemeinde Gündelhart-Hörhausen und Salen-Reutenen zur politischen Gemeinde Homburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild vom 9. Mai 2011

Homburg liegt auf dem Seerücken in der Nähe des Untersees und ist flächenmässig die drittgrösste Gemeinde im Thurgau. Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Homburg, Gündelhart, Hörhausen, Salen und Reutenen.

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebst Homburg besteht die Gemeinde aus den folgenden Ortschaften:
Gündelhart liegt im Nordwesten der Gemeinde auf einer abgeflachten Anhöhe. Charakteristisch ist das intakte Dorfbild mit der Kirche Sankt Mauritius, dem Pfarrhaus, dem Gebäudekomplex «Beggestübli» und dem Schloss. Das Schloss Gündelhart stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Hörhausen ist das Dorf im Westen der Gemeinde und hat etwas mehr als 500 Einwohner. Es liegt an der Hauptstrasse PfynSteckborn.
Klingenberg: Siedlung um das gleichnamige Schloss

Salen-Reutenen besteht aus den Weilern Bulgen, Haidenhaus, Reutenen, Salen, Sassenloh, Tägermoos und Uhwilen.

Eugerswil: Weiler am Südhang des «Homburgerberges» 1,2 km nördlich Homburgs.

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homburg (Saalen-Reutenen), 1981–2010
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
56
 
1
-4
 
 
54
 
3
-3
 
 
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0
 
 
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12
3
 
 
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6
 
 
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6
1
 
 
78
 
2
-3
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [2]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Homburg (Saalen-Reutenen), 1981–2010
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,3 2,9 7,4 11,8 16,8 19,9 22,2 21,6 17,4 12,2 5,7 2,3 Ø 11,8
Min. Temperatur (°C) −3,8 −3,4 −0,1 2,8 7,2 10,4 12,4 12,1 8,9 5,5 0,5 −2,5 Ø 4,2
Temperatur (°C) −1,1 −0,2 3,6 7,3 12,1 15,2 17,3 16,7 12,8 8,6 3,1 0,1 Ø 8
Niederschlag (mm) 56 54 68 76 105 106 106 105 88 78 66 78 Σ 986
Regentage (d) 10,1 9,4 11,6 10,5 12,0 11,8 12,3 11,4 9,9 10,1 10,4 11,9 Σ 131,4
Luftfeuchtigkeit (%) 86 82 77 73 73 72 72 76 81 85 88 88 Ø 79,4
T
e
m
p
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a
t
u
r
1,3
−3,8
2,9
−3,4
7,4
−0,1
11,8
2,8
16,8
7,2
19,9
10,4
22,2
12,4
21,6
12,1
17,4
8,9
12,2
5,5
5,7
0,5
2,3
−2,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homburg wurde 899 als Hohenperc und 1243 als de Honburch urkundlich erwähnt. Vom Mittelalter bis 1798 gehörte Homburg zur Herrschaft Klingenberg. 1651 bis 1798 war das Kloster Muri im Besitz der Herrschaft und liess die niedere Gerichtsbarkeit über Homburg von einem Statthalter auf Schloss Klingenberg ausüben.[3]

Die Pfarrei Homburg war eng mit der Herrschaft verbunden. Nach der Reformation von 1528 wurde 1532 der alte Glaube wieder eingeführt. Danach verwendeten beide Konfessionen die Kirche, bis 1555/56 der reformierte Gottesdienst in Homburg eingestellt wurde.[3]

Im 19. Jahrhundert lösten Viehzucht, Milchwirtschaft und Obstbau den Ackerbau ab. 1866–67 wurde die Käsereigenossenschaft errichtet.[3] Am 1. Januar 1999 vereinigten sich die von der Munizipalgemeinde Steckborn abgetrennten Ortsgemeinden Gündelhart-Hörhausen, die bis 1953 Gündelhart hiess, und Salen-Reutenen mit der Einheitsgemeinde Homburg zur Politischen Gemeinde Homburg.[4]

Trotz der Ansiedlung von Gewerbebetrieben (Herzog Küchen AG) und des Baus einiger Einfamilienhäuser ist Homburg bis heute ein Bauerndorf geblieben.[3]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Gündelhart-Hörhausen
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Salen-Reutenen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einheitsgemeinde Homburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Freiburg matt.svg

Blasonierung: Geteilt von Schwarz und Weiss.[5]

Das Wappen entspricht dem der Herren von Klingenberg, deren Stammschloss im Gebiet der früheren Einheitsgemeinde lag.[5]

Politische Gemeinde Homburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homburg-blazon.svg

Blasonierung: Geteilt und halb gespalten, 1: geteilt von Schwarz und Weiss, 2: in Gelb schwarz bordierter blauer Reichsapfel, 3: in Rot zwei ausgerissene gelbe Salweiden.[5]

Das neue Gemeindewappen entstand 1998 durch die Kombination der bisherigen Wappen von Homburg, Gündelhart-Hörhausen und Salen-Reutenen.[5] Heraldiker kritisierten, das bei der Gestaltung des Wappens auf den Zuzug von Fachleuten verzichtet wurde. Das Wappen ist überlastet und weist mit Ausnahme von Grün alle in der Heraldik möglichen Farben auf.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Homburg[4]
Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Gemeinden
1850 1900 1950 1980 1990 2000 2010 2018
Politische Gemeinde[3] 1432 1488 1542
Einheitsgemeinde[3] 742 581 740 573 647

Von den insgesamt 1542 Einwohnern im Jahr 2018 waren 128 bzw. 8,3 % ausländische Staatsbürger.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe Abschnitt Verkehr im Artikel Hörhausen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Homburg
Inneres von St. Peter und Paul

→ siehe auch Liste der Kulturgüter in Homburg TG

  • Die Kirche St. Peter und Paul: die Vorgängerkirche wurde 1753 abgerissen. Unter dem Baumeister Franz Singer (1701–1757) und dem Bauführer Marti Diettmann wurde der Rohbau der Kirche St. Peter und Paul im Sommer 1754 fertiggestellt. Der Abt von Muri, Fridolin II, Kopp, übernahm den Bau des Chors. Die feierliche Einweihung der Kirche war am 10. Oktober 1754. Am 21. Juli 1784 wurde die Kirche beim Dorfbrand schwer beschädigt. Auch das Deckengemälde von Franz Ludwig Hermann (1723–1791) ging verloren. 1788 weihte in der renovierten Kirche Abt Gerold II von Muri die drei neuen Altäre. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche nicht sehr fachmännisch restauriert und zum Teil ihres spätbarocken Charakters beraubt. Dies wurde durch die Renovation von 1977 wieder rückgängig gemacht.
  • Die Kapelle Oberkappel ist dem heiligen Sankt Nikolaus geweiht[8].
  • Das Dorf Gündelhart ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

→ siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten im Artikel Gündelhart
→ siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten im Artikel Salen-Reutenen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfons Raimann, Peter Erni: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Thurgau VI. Der Bezirk Steckborn. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 98). ISBN 3-906131-02-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Homburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Klimatabelle. In: meteoschweiz.admin.ch. meteoschweiz, abgerufen am 29. Mai 2018.
  3. a b c d e f Verena Rothenbühler: Homburg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  4. a b 2000 T4 Wohnbevoelkerung ab 1850.xlsx und 2018_2017_1990_BevGmd.xlsx (Bevölkerung in ausgewählten Jahren, 1990, 2000, 2010, 2017-2018, Vorjahresveränderung). Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
  5. a b c d Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  6. Gemeindefusion im Kanton Thurgau: Homburg. Auf der Webseite der Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, abgerufen am 20. Dezember 2019
  7. 2018_2015_BevGmd_Geschl_Nat.xlsx (Bevölkerung nach Geschlecht und Nationalität, 2015-2018) Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
  8. Alexander Werder, Alfons Raimann, Hans Peter Mathis: Schloss Klingenberg, Kirche Homburg und Kapelle Oberkappel. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 673/674. Serie 68). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2000, ISBN 978-3-85782-673-3.