Honecker und der Pastor

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Film
Originaltitel Honecker und der Pastor
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jan Josef Liefers
Drehbuch Fred Breinersdorfer
Musik Conrad Oleak
Kamera Ralf Noack
Schnitt Richard Krause
Besetzung

Honecker und der Pastor ist ein deutscher Fernsehfilm, der am 18. März 2022 auf Arte und am 21. März 2022 im ZDF gesendet wurde. Ergänzend wurde die Dokumentation Honecker und der Pastor – Die Dokumentation gezeigt.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Honecker wird ab Januar 1990 im Zuge der Wende in der DDR zusammen mit seiner Frau Margot für zehn Wochen vom Pastor Uwe Holmer und seiner Familie aufgenommen. Die Holmers haben sich aus einer christlichen Überzeugung heraus zu diesem Schritt entschieden.

Uwe Holmer führt mit seiner Familie ein ruhiges Leben als Pastor und Bürgermeister der Gemeinde von Lobetal, einer Bodelschwinghschen Einrichtung für im Leben Gestrandete in der Nähe von Berlin.

Mit der Ruhe ist es vorbei, als im Januar 1990 der gestürzte Staatsratsvorsitzende Erich Honecker und seine Frau Margot im Pfarrhaus Asyl finden. Niemand sonst will dem Paar, unter dessen Herrschaft auch die Holmers haben leiden müssen, Obdach gewähren. Für zehn Wochen beherbergen die tief in ihrem Glauben verwurzelten Holmers die illustren Obdachlosen, wofür so gut wie niemand Verständnis hat. Plötzlich steht das kleine Lobetal im Fokus der medialen Öffentlichkeit. Demonstrationen finden statt, Reporter sind vor Ort und auch viele Pfarrkollegen Holmers können nach der Unterdrückung von Christen in der DDR die Entscheidung der Holmers nicht nachvollziehen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde an 24 Drehtagen vom 23. Februar 2021 bis zum 26. März 2021 in Potsdam, unter anderem im Studio Babelsberg, gedreht.[2] Die Dreharbeiten für den Dokumentarfilm dauerten über zwei Jahre an.

Am 22. November 2022 lief der Film im Wettbewerb der „TeleVisionale“ (= neue Bezeichnung für das „Fernsehfestival Baden-Baden“ der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste).[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TV-Kritikseite Tittelbach.tv lobt: „Drehbuch-Autor Fred Breinersdorfer sorgt für einen spannenden, ernsthaften und auch mal skurrilen und tragikomischen Clash der Weltanschauungen. Glänzendes Ensemble (Bauer, Kühnert, Selge, Schnitzler) in einem wunderbar fotografierten Film (Ralf Noack) über die tiefer gehende Frage, ob Versöhnung angebracht und möglich ist.“[4]

Oliver Armknecht bei film-rezensionen.de kritisiert: „Honecker und der Pastor ist nicht wirklich die Geschichte eines Austausches. Bis zuletzt bleiben sie stur dabei, dass sie und nur sie recht haben. Dadurch bleiben auch die Diskussionen eher an der Oberfläche, was angesichts der Themen schade ist.“[5]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Honecker und der Pastor am 21. März 2022 wurde in Deutschland von 3,41 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 11,8 % für das ZDF. In der Altersgruppe von 14–49 Jahren erreichte Honecker und der Pastor 0,34 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von nur 4,8 Prozent in dieser Altersgruppe.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemappe: Honecker und der Pastor: ZDF Presseportal. Abgerufen am 20. März 2022.
  2. Honecker und der Pastor bei crew united, abgerufen am 19. Januar 2022.
  3. Timetable - TeleVisionale Baden-Baden. Abgerufen am 23. November 2022.
  4. Honecker und der Pastor bei tittelbach.tv
  5. Honecker und der Pastor bei film-rezensionen.de
  6. Veit-Luca Roth: Honecker und Cruise versinken im Mittelmaß. In: Quotennews. Quotenmeter.de, 21. März 2022, abgerufen am 21. März 2022.
  7. Blickpunkt:Film | News | DAFfNE: "Blackout" und "ZERV" gewinnen dreifach. Abgerufen am 4. Dezember 2022.
  8. Honecker und der Pastor. Radio Doria Film für ZDF/ARTE. In: 59. Grimme-Preis 2023 – Nominierungen. Grimme-Institut, abgerufen am 19. Januar 2023.