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Hongkong

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中華人民共和國香港特別行政區
Hong Kong Special Administrative Region of the People’s Republic of China
Sonderverwaltungszone Hongkong der
Volksrepublik China
Flagge Hongkongs
Wappen Hongkongs
Flagge Emblem
Amtssprache Chinesisch (Kantonesisch oder Hochchinesisch), Englisch[1]
Regierungssystem Sonderverwaltungszone
Staatsoberhaupt Xi Jinping
Regierungschef Chefadministratorin
Carrie Lam
Fläche 1106[2] km²
Einwohnerzahl 7.448.900 (Mitte 2018)[3]
Bevölkerungsdichte 6429 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nom.)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[4]
  • 320,6 Mrd. $ (33.)
  • 429,6 Mrd. $ (44.)
  • 43.528 $ (16.)
  • 58.322 $ (12.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,917 (12.) (2016)[5]
Währung Hongkong-Dollar (HKD)
Nationalhymne China VolksrepublikVolksrepublik China Marsch der Freiwilligen
Zeitzone UTC+8
Kfz-Kennzeichen HK
ISO 3166 HK, HKG, 344
Internet-TLD .hk und .香港
Telefonvorwahl +852
HongkongMacauGuangdongPazifischer OzeanBangladeschBhutanNepalMyanmarLaosVietnamThailandPhilippinenJapanNordkoreaSüdkoreaKirgisistanKasachstanMongoleiAfghanistanUsbekistanTadschikistanPakistanIndienRusslandde-facto Pakistan (von Indien beansprucht)de-facto Indien (von Pakistan beansprucht)de-facto Indien (von China als Teil Tibets beansprucht)Republik China (von China beansprucht)de-facto Provinz Xinjiang, China (von Pakistan beansprucht)de-facto Provinz Tibet, China (von Pakistan beansprucht)MacauHongkongHainanGuangdongGuangxiHunanYunnanFujianShanghaiJiangxiZhejiangJiangsuHubeiAnhuiGuizhouChongqingShaanxiHenanShanxiShandongHebeiPekingTianjinNingxiaLiaoningJilinSichuanTibetHeilongjiangGansuQinghaiXinjiangInnere MongoleiHong Kong in China (zoomed) (+all claims hatched).svg
Über dieses Bild
HongKong.AsiaPacificLatitude.jpg
Hk-map.png

Hongkong, Abk.: HK (chinesisch 香港, Pinyin Xiānggǎng, Jyutping Hoeng1gong2, kantonesisch Hêng1gong2, Yale Hēunggóng, englisch Hong Kong ‚Duftender Hafen‘, Abk.: ), ist eine Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China im Mündungsgebiet des Perlflusses. Mit über sieben Millionen Einwohnern auf 1104 Quadratkilometern und einem bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektor zählt Hongkong zu den Weltstädten. 95 Prozent der Einwohner Hongkongs sind chinesischer Abstammung mit überwiegend kantonesischer Muttersprache.

Hongkong wurde während des Ersten Opiumkriegs 1841 vom Vereinigten Königreich besetzt und durch den Vertrag von Nanking 1843 zur britischen Kronkolonie erklärt. Für viele Chinesen war die britische Kolonie Zufluchtsort vor dem Chinesischen Bürgerkrieg 1927 bis 1949. Im Jahr 1997 erfolgte die Übergabe der Staatshoheit an die Volksrepublik China. Seitdem ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft und hoher innerer Autonomie.

Die am dichtesten besiedelten Gebiete sind die Halbinsel Kowloon und der Norden von Hong Kong Island, die durch die schmale Meerenge Victoria Harbour getrennt sind. Zu den New Territories gehören das ursprüngliche Hinterland nördlich von Kowloon, das die größte Fläche Hongkongs ausmacht, und die meisten der 263 Inseln Hongkongs. Die größte Insel Hongkongs ist Lantau Island, in deren Nähe sich auch der Hong Kong International Airport, auf der Insel Chek Lap Kok, befindet.

Das Bevölkerungswachstum und die geringe bebaubare Fläche Hongkongs führten zu großflächiger Landgewinnung durch Aufschüttung im Meer und zur Entstehung einer Skyline aus Wolkenkratzern. Nach der Errichtung mehrerer Planstädte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebt die Hälfte der Einwohner Hongkongs in den New Territories.[6]

Hongkong gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten.[7]

Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Hongkong leitet sich von der kantonesischen Aussprache Heunggong (ausgesprochen etwa Hönggong) ab. Die offizielle Bezeichnung lautet Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China (中華人民共和國香港特別行政區 / 中华人民共和国香港特别行政区, Jyutping Zung1waa4 Jan4man4 Gung6wo4gwok3 Hoeng1gong2 Dak6bit6 Hang4zing3keoi1Audio-Datei / Hörbeispiel anhören (kantonesisch)?/i, englisch Hong Kong Special Administrative Region of the People’s Republic of China).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Tsim Sha Tsui nach Hong Kong Island (2013)
MTR Kowloon Station – Union Square, West Kowloon (2013)

Hongkong liegt an der Mündung des Perlflusses in das südchinesische Meer. Das Gebiet Hongkongs erstreckt sich über eine sehr unregelmäßig geformte Halbinsel sowie 263 Inseln, von denen die wichtigsten Lantau Island (147,2 km²), Hong Kong Island (78,6 km²), Chek Lap Kok (14,4 km²), Lamma Island (13,9 km²), Tsing Yi (10,7 km²), Cheung Chau (2,4 km²) und Peng Chau (1,2 km²) sind.[2] Das Territorium wird in Hong Kong Island, Kowloon, die New Territories und die Outlying Islands (dt.: vorgelagerte Inseln) unterteilt.

Von den 1104 km² Landfläche sind nur etwa 25 % bebaut.[8] Ein wesentlicher Teil der bebauten Fläche entstand durch Landgewinnung im Victoria Harbour und in den New Territories. Seit 1887 sind dadurch 68 km² Landfläche hinzugekommen.[2][9] Dies liegt vor allem an dem sehr bergigen Relief mit vielen steilen Hängen; nur im Norden der New Territories finden sich größere Ebenen. Die höchste Erhebung ist der Tai Mo Shan in den New Territories mit 958 m. Bekannter ist der Victoria Peak, mit 552 m der höchste Berg auf Hong Kong Island und beliebtes Ausflugsziel.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hongkong
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 18,6 18,6 21,5 25,1 28,4 30,4 31,3 31,1 30,2 27,7 24,0 20,3 Ø 25,6
Min. Temperatur (°C) 14,1 14,4 16,9 20,6 23,9 26,1 26,7 26,4 25,6 23,4 19,4 15,7 Ø 21,1
Niederschlag (mm) 24,9 52,3 71,4 188,5 329,5 388,1 374,4 444,6 287,5 151,9 35,1 34,5 Σ 2.382,7
Sonnenstunden (h/d) 4,9 3,5 3,1 3,6 5,0 5,4 7,5 6,7 6,1 6,3 6,1 5,9 Ø 5,4
Regentage (d) 5,6 9,5 10,5 11,7 15,5 18,8 17,8 17,4 14,8 8,1 5,7 4,3 Σ 139,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
18,6
14,1
18,6
14,4
21,5
16,9
25,1
20,6
28,4
23,9
30,4
26,1
31,3
26,7
31,1
26,4
30,2
25,6
27,7
23,4
24,0
19,4
20,3
15,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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s
c
h
l
a
g
24,9
52,3
71,4
188,5
329,5
388,1
374,4
444,6
287,5
151,9
35,1
34,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Das Klima Hongkongs ist subtropisch feucht mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 22,5 °C, einer Niederschlagsmenge von 2.382,7 mm und 10 humiden Monaten. Der Winter von Januar bis März ist mild bis warm und trocken, der Sommer von April bis September ist heiß und regnerisch, während der Herbst (Oktober bis Dezember) warm und trocken ist. Im Sommer besteht regelmäßig Taifun-Gefahr; ein Taifun am 18. September 1906 mit gleichzeitiger Flutwelle kostete etwa 10.000 Menschen das Leben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur und -zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide Hongkong 2016

Das besiedelbare Territorium Hongkongs gehört, nach Monaco mit rund 16.000 Einwohnern pro km², zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt, wobei die Bevölkerungsdichte des gesamten Territoriums immer noch bei etwa 6.500 Einwohnern pro km² liegt.

Die Bevölkerung hat sich in den letzten sieben Jahrzehnten etwa vervierfacht (von 1,7 Millionen im Jahr 1945 auf über 7,442 Millionen 2016) und in 160 Jahren vertausendfacht (von 7.500 im Jahre 1841). Die Kinderzahl pro Frau liegt bei 1,19, dem zweitniedrigsten Wert weltweit vor Macau. Das Bevölkerungswachstum ist seit 20 Jahren stark rückläufig: 1996 lag es bei 4,54 Prozent und fiel bis 2016 auf 0,56 Prozent.[10][11]

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum von 2010 bis 2015 bei 83,4 Jahren (Männer: 80,3, Frauen: 86,3) und gehört damit zu den höchsten der Welt.[12][13]

Die Einwanderungsquote ist rückläufig: pro 1.000 Einwohner wandern 2002 Schätzungen zufolge 7,76 Einwanderer ein, 2016 waren es 2,14. Rund 95 Prozent der Bevölkerung sind ethnische Chinesen. In Hongkong leben über 500.000 Ausländer. Die meisten stammen aus den Philippinen, Indonesien, Thailand, Indien und Pakistan. Bei den Ausländern aus den Philippinen und Indonesien handelt es sich ganz überwiegend um Frauen, die meist als Haushaltshilfen beschäftigt sind.[14][15]

Ethnien in Hongkong nach offizieller Statistik (2016)[15]
Ethnie Männer Frauen Gesamt
Chinesen 3.237.938 3.514.264 6.752.202
Filipinos 10.926 173.155 184.081
Indonesier 1.792 151.507 153.299
Weiße 37.016 21.193 58.209
Inder 17.665 18.797 36.462
Nepalesen 13.188 12.284 25.472
Pakistaner 10.388 7.706 18.094
Thailänder 1.336 8.879 10.215
Japaner 4.970 5.006 9.976
Andere Asiaten 7.827 11.762 19.589
Andere 32.316 36.670 68.986
Gesamt 3.375.362 3.961.223 7.336.585
In der offiziellen Statistik „White“ bzw. ‚白人

Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolregionen Asiens, was wiederum an der bergigen Topographie des Gebietes liegt. Ein Großteil der Flächen ist so bergig und steil, dass er nicht bebaut werden kann und deshalb mit Bäumen und Sträuchern bewachsen ist. Der größte Anteil der Einwohner lebt in meist sehr kleinen Wohnungen in Hochhäusern und Wolkenkratzern; Einfamilienhäuser sind teuer und werden wegen der bergigen Verhältnisse und auch aus Naturschutzgründen sehr selten gebaut, da etwa 40 % der Landflächen Hongkongs als Naturparks (郊野公園 / 郊野公园, englisch Country park) und Naturschutzgebiete (生態保育區 / 生态保育区) ausgewiesen sind.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1891 handelt es sich um Schätzungen, danach meist um Volkszählungsergebnisse. Neben einer vollständigen Erhebung wird seit 1976 auch regelmäßig eine stichprobenbasierte Teilerhebung durchgeführt. Alle Angaben vor 1898 beinhalten nicht die Gebiete bzw. Bevölkerung von New Kowloon und der New Territories, die erst nach der Unterzeichnung der Pekinger Konvention zum Verwaltungsgebiet Hongkongs gehörten (¹ Volkszählungsergebnis, ² Teilerhebung):

        Jahr     Einwohner
1841 7.500
1851 33.100
1861 119.300
1871 124.200
1881 160.400
1891 221.400
1901 ¹ 283.205
1911 ¹ 456.739
1921 ¹ 625.166
1931 ¹ 849.751
1941 1.640.000
1945 1.700.000
        Jahr     Einwohner
1951 2.265.000
7. März 1961 ¹ 3.129.648[16]
9. März 1971 ¹ 3.936.630[16]
1976 ² 4.402.990[16]
9. März 1981 ¹ 5.109.812[16]
1986 ² 5.495.488[16]
15. März 1991 ¹ 5.674.114[16]
15. März 1996 ² 6.412.937[16]
14. März 2001 ¹ 6.708.389[16]
1. Januar 2006 ² 6.864.346[16]
30. Juni 2011 ¹ 7.071.576[16]
30. Juni 2016 ¹ 7.336.585[17]
        Jahr     Einwohner
30. Juni 2018 ² 7.448.900[3]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachkenntnisse in Hongkong[18]
Sprache 1997 2017
Englisch 38,1 % 53,2 %
Kantonesisch 95,2 % 94,6 %
Hochchinesisch 25,3 % 48,6 %
Bemerkung: Die Prozentzahlen addieren sich nicht zu 100 % auf, da die meisten Personen mehrsprachig sind.

Die zwei Amtssprachen Hongkongs sind Englisch und Chinesisch, wobei Chinesisch in dem betreffenden Artikel 9 von Kapitel I des Basic Law nicht näher definiert ist. Die in Hongkong vorherrschende Kantonesische Sprache und Hochchinesisch, auch Standardchinesisch genannt, werden damit offiziell als eine Sprache in zwei Varianten betrachtet, die beide als eine Amtssprache Hongkongs anzusehen sind. Beide Varianten des Chinesischen werden in der chinesischen Schrift geschrieben. In Hongkong werden jedoch, wie in Macau und im Unterschied zu anderen Teilen der Volksrepublik, traditionelle Schriftzeichen verwendet.

Zudem gibt es Schriftzeichen, die ausschließlich in Hongkong verwendet werden, welche die Hongkonger Regierung im sog. Hong Kong Supplementary Character Set, Abk. HKSCS, zusammengefasst und regelmäßig aktualisiert. Das Kantonesische Hongkongs unterscheidet sich vom Guangdonger Kantonesisch unter anderem dadurch, dass es, neben einer hohen Anzahl von Anglizismen, umgangssprachlich häufig einen Sprachwechsel zwischen der Englischen und Chinesischen Sprache gibt. Englisch wird weithin verstanden. Unter der älteren Bevölkerung ist Englisch historisch bedingt wenig verbreitet.

Hochchinesisch findet mehr und mehr Verbreitung durch die verstärkte Integration mit dem Festland. Neben Englisch ist Japanisch die zweitbeliebteste Fremdsprache in Hongkong. Hingegen haben Französisch, Spanisch, Deutsch oder andere europäische Sprachen nur eine sehr geringe Popularität in der allgemeinen Bevölkerung.[18]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hongkong wird fast jede Religion praktiziert. Aufgrund seiner britischen Kolonialgeschichte als Drehkreuz in Südostasien und Tor zu China haben Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde und unterschiedlicher Glaubensrichtungen, die sich in Hongkong niederließen, hier ihre Tempel und Gotteshäuser gebaut. In der chinesischen Bevölkerung dominieren die konfuzianistische, die taoistische und die buddhistische Weltanschauung; mehr als 10 % der Einwohner (meistens ethnische Chinesen) sind Christen, darunter etwa 540.000 Katholiken, wovon 360.000 katholische Chinesen sind.[19] Dementsprechend gibt es auch eine große Anzahl an religiösen Stätten verschiedener Weltanschauungen.

Der bedeutendste buddhistische Tempel Hongkongs ist der Tempel der Zehntausend Buddhas (萬佛寺 / 万佛寺, Wànfó Sì, Jyutping Maan6fat6 Zi6*2) in Sha Tin, der auf einem Hügel liegt. Die Wände dieses Tempels sind mit etwa 12.800 Buddhas geschmückt, die von Gläubigen gespendet wurden und an denen zwölf Handwerker zehn Jahre lang gearbeitet haben. Interessant sind auch die zahlreichen kleine Tempel, die in Central und Kowloon zwischen die Wolkenkratzer eingezwängt liegen, wie etwa der größte Man-Mo-Tempel – hochchinesisch Wenwu-Tempel – (文​武​廟 / 文​武​庙, Wén Wǔ Miào, Jyutping Man4Mou5 Miu6*2) Hongkongs, der den taoistischen Göttern der Literatur und der Kampfkunst gewidmet ist und in einem der traditionellsten Viertel, auf der Hollywood Road 124-126, der Insel liegt.

Einer der vielen, meist kleinen Tin-Hau-Tempel (天后​廟 / 天后​庙, Tiānhòu Miào, Jyutping Tin1hau6 Miu6*2), die verteilt über verschiedene Orten von Hongkong zu finden sind, liegt nahe der Market Street im Stadtteil Yaumatei im Nordwesten Kowloons und ist der taoistische Schutzgöttin Tinhau, nach hochchinesischer Aussprache Tianhou, geweiht, die als Schutzpatronin besonders bei Seefahrern und Fischer beliebt ist, wohingegen der riesige Wong-Tai-Sin-Tempel, etwas nördlich von Mongkok gelegen, wegen seiner wundersamen Heilerkräfte und Wahrsagungen der meistbesuchte Tempel Hongkongs ist. Auf der Insel Lantau Island befindet sich das buddhistische Po Lin Kloster mit dem Tian Tan Buddha, einer der weltweit größten sitzenden Buddhastatuen auf dem ganzen Globus. Das Ling To Kloster zählt zu den drei wichtigsten buddhistischen Klöstern Hongkongs

Die bedeutendste Moschee Hongkongs, das Kowloon Mosque and Islamic Centre, liegt auf der Nathan Road in Kowloon, direkt am Südende des Kowloon Park, wohingegen mit der St John’s Cathedral, die größte anglikanische Kirche Hongkongs, sich im Central District befindet; sie wurde 1849 erbaut und befindet sich heute inmitten von Bäumen im Schatten des Bank of China Tower. Im Gegensatz zum Festland sind christliche Religionsgemeinschaften nicht in einer Chinesisch Katholisch-Patriotischen Vereinigung organisiert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hongkonger Zentralbibliothek, 2012
Ostportal des Uni-Eingangs, Universität Hongkong 2012

Es gibt eine Schulpflicht für alle Kinder zwischen 6 und 15 Jahren. Die meisten Kinder werden schon im Alter von 3 Jahren in Vorschulen geschickt. Die Grundschulbildung beginnt im Alter von 5 bis 6 Jahren und dauert 6 Jahre. Die Gymnasialbildung ist in junior form (3 Jahre) und senior form (2 Jahre) geteilt. Etwa 90 % der Kinder durchlaufen die Schule bis zur gesamten Gymnasialbildung, um an einer staatlichen Prüfung (HKCEE) teilnehmen zu können, nach deren Bestehen ein Certificate of Education ausgehändigt wird. Für eine Hochschulausbildung sind danach noch zwei Jahre Gymnasialbildung zu absolvieren und eine Numerus clausus Prüfung zur Aufnahme in die Universität abzulegen.

Seit den 1970er Jahren ist die Pflichtschulbildung in Hongkong gratis, für alle anderen Bildungsmöglichkeiten fallen Gebühren an; für die Pflichtschulbildung gibt es ebenfalls zahlreiche private Institutionen, die eine höhere Bildungsqualität zu höherem Preis versprechen. Unterrichtssprache ist Chinesisch (Kantonesisch), als fakultative Zweitsprache wird meist Englisch gewählt.

Neben den öffentlichen Schulen gibt es in Hongkong auch private und internationale Schulen. Dazu gehören unter anderem:

Hongkong verfügt über elf Universitäten und zwei Academy-Institute, die auch Bachelor-Degree-Studien anbieten. Wegen der hohen Nachfrage nach Hochschulbildung gibt es jedoch mittlerweile eine große Anzahl anderer Institutionen, die Hochschulkurse anbieten. Die älteste Hochschule ist die Universität Hongkong, welche 1910 gegründet wurde.

Des Weiteren gibt es in Hongkong über 67 öffentliche Bibliotheken, von denen die Hongkong Zentralbibliothek mit ihren 12 Stockwerken und 33.800 Quadratmetern Fläche die größte ist. Ihr Bau hat 690 Millionen HK$ gekostet.[20][21]

Wohnsituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teil der Nordküste von Hong Kong – Victoria Harbour und dahinter Kowloon, Blick vom Victoria Peak 2011
Mark-IV-Wohnblöcke (1969) – Lower Ngau Tau Kok (II) Estate (vor Abriss und Neubau 2012), 2004
Außenmodule von Klimaanlagen eines modernen Wohnblock in Hongkong, 2002

Laut dem internationalen Beratungsunternehmen Mercer gilt Hongkong als eine der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt.[7] Nirgendwo auf der Welt sind die durchschnittlichen Kosten für Wohnraum so hoch wie in Hongkong. Die bebaubare Fläche ist begrenzt, aber es finden sich genügend Käufer für teure Luxus-Appartements, womit Immobilienfirmen am meisten verdienen. Selbst für die Mittelklasse sind Eigentumswohnungen oft unerschwinglich.[22]

In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Hongkong im Jahre 2018 den 71. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. Hongkong lag damit hinter vergleichbaren asiatischen Großstädten wie Singapur (Platz 25) oder Tokio (Platz 50), jedoch vor allen untersuchten Städten auf dem chinesischen Festland.[23]

Public Housing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als im Jahr 1949 der chinesische Bürgerkrieg mit der Ausrufung der Volksrepublik China endete, begann eine große Migrationswelle aus China in die damalige britische Kronkolonie Hongkong. Die zumeist mittellosen Migranten siedelten sich in großen Gebieten mit Hütten aus Holz und Blech an, die im ganzen Territorium verstreut entstanden. Die Sicherheits- und Hygienebedingungen waren katastrophal, und es kam immer wieder zu Bränden. Nachdem ein Brand, der zu Weihnachten 1953 in Shek Kip Mei (Kowloon Nord) ausbrach, mehrere Tage wütete und mehr als 50.000 Menschen obdachlos machte, entschied die Kolonialverwaltung, die Hüttenbewohner vorübergehend in mehrstöckige Betonhäuser umzusiedeln, um sowohl den Brandschutz als auch die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Dies war praktisch der Beginn des public-housing-Programms in Hongkong. Die ersten acht Mark-I-Häuser waren bereits Ende 1954, in Shek Kip Mei, fertiggestellt, um den durch das Feuer obdachlos gewordenen ein Heim zu bieten.[24]

Die Wohnraumfläche pro Familie lag bei 20 Quadratmetern, Sanitäreinrichtungen mussten mit anderen Familien geteilt werden und Kochgelegenheiten befanden sich außerhalb der Wohnungen. Bis Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche derartige Häuser errichtet, wobei die verbesserten Versionen Mark II und Mark III nur wenig mehr Komfort boten. Praktisch spielte sich alles Leben auf den Straßen ab, wobei diese für die zahlreichen Verkaufsbuden benutzt wurden. 1965 wurden Wohnhochhäuser, beginnend mit der Mark-IV-Serie (z. B. Lower Ngau Tau Kok (II) Estate), errichtet. Diese boten jeder Wohnung eine eigene Sanitäreinrichtung und einen Balkon an. Zu diesem Zeitpunkt lebte eine Million Menschen in den Wohnungen des public-housing-Programms.[24]

1971 wurde das Wah Fu Estate, der erste public-housing Wohnblock, welcher als eine in sich geschlossene Gemeinschaft konzipiert wurde, fertiggestellt. Dieser bot den Bewohnern Einkaufszentren, einen Busbahnhof sowie weitere Gemeinschaftseinrichtungen. 1972 rief die Kolonialverwaltung ein Programm ins Leben, das über die nächsten zehn Jahre Wohnraum für etwa 1,8 Millionen Menschen schaffen sollte. Später wurde dieses Programm bis 1987 verlängert.[24]

Zunächst erfolgte die Renovierung vieler der Häuser vom Typ Mark I–II. Die Maßnahmen erwiesen sich jedoch als nicht ausreichend, sodass der Bau großer Hochhäuser erfolgte, die in den Erdgeschossen Platz für Geschäfte und Einkaufszentren boten. Hier waren in jeder Wohnung Sanitäreinrichtungen und Küche integriert. Nach diesem Schema werden bis heute Wohnblöcke errichtet, wobei sich die Standards in puncto Wohnfläche, Infrastruktur und Ausstattung der Wohnungen ständig erhöht haben. 1981 erreichte die Zahl der Personen, welche in Wohnungen des public-housing-Programms lebten, die zwei Millionen. 1985 wurde beschlossen, die in den 1960ern errichteten Wohnblöcke, welche nicht mehr dem Standard genügten, abzureißen. Die Sanierungsarbeiten an den alten Mark-I–II-Gebäuden wurden 1991 abgeschlossen. Ein Jahr später wurden die ersten Harmony Blocks, die neue Generation von public-housing-Wohngebäuden, fertiggestellt.[24]

Trotz der hohen Bautätigkeit für die Wohnraumschaffung gelang es erst in den frühen 1980er Jahren, die letzten Hüttenviertel aufzulösen. 2001 wurden die letzten Betonhäuser in Sha Kok Mei, welche den Opfern des Brandes von 1953 vorübergehend Wohnraum boten, abgerissen. Die Mark-I–III-Häuser sind mittlerweile fast gänzlich abgerissen und durch Hochhäuser ersetzt worden; die wenigen verbliebenen Exemplare werden wiederum von fast mittellosen Einwanderern aus der Volksrepublik bewohnt.

Das public-housing-Programm ist bis heute der wichtigste Erzeuger von Wohnraum; in einigen Gebieten von Hongkong liegt der Anteil der Wohnungen, die durch die Public Housing Authority geschaffen wurden, bei weit über 70 %. Laut Regierungsangaben befanden sich 2014 mehr als 220.000 Personen auf der Warteliste des public-housing-Programms, bei einer durchschnittlichen Wartezeit von bis zu drei Jahren.[25]

Nachdem in den letzten Jahrzehnten das Einkommensniveau großer Teile der Bevölkerung stark angestiegen ist, geht die Public Housing Authority in zunehmendem Maße dazu über, die Mieter der Wohnungen zu Eigentümern zu machen. Man hofft, durch Eigentum an ihrem Wohnraum den immer älter werdenden Hongkongern mehr Sicherheit zu geben.

Cage People[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Metropole Hongkong sind über 1,3 Millionen Menschen ökonomisch und sozial an den Rand gedrängt. Davon lebten 2017, laut Angaben des Hilfswerks Misereor, Hunderttausende Menschen als sogenannte Cage People (deutsch etwa: Käfigmenschen).[26] Das ist die Bezeichnung für Bewohner Hongkongs, die mit mehreren Personen in einem Raum wohnen, welche durch abschließbare Käfige oder Holzboxen geteilt sind. Die Käfige dienen als einzelne Wohneinheiten, sind etwa zwei Kubikmeter groß und teilweise doppel- oder dreistöckig gestapelt. Ganze Familien leben in den Käfigen, teilen sich mit sechs anderen Familien eine Toilette, waschen dort ihre Wäsche mit der Hand und schlafen übereinander. Es gibt keine Privatsphäre oder Rückzugsräume. Extrembedingungen herrschen im Sommer, wo in Hongkong Temperaturen um die 40 Grad liegen.[26]

Die Geschichte der Käfigwohnungen ("caged homes") begann durch einen rasanten Bevölkerungszuwachs in den 1950er und 1960er Jahren. Viele Wohnungen wurden von den Eigentümern unterteilt in Mini-Behausungen, auch Schuhkartons genannt. 2013 schätzte die Hongkonger Regierung, dass etwa 177.000 Menschen unter unzureichenden Bedingungen lebten. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, da viele der Käfigwohnungen illegal betrieben werden.[25]

Verhältnis zu den Festlandchinesen nach der Rückgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwerk in Hongkong am 1. Juli 2007 zum zehnjährigen Gedenken der Rückgabe
Eine 5,5 Kilometer lange Brücke verbindet seit 2007 Hongkong über der Route 10 mit Shenzhen

Das Verhältnis zu den Festlandchinesen ist westlichen Medienberichten zufolge zwar unverändert von Spannungen, aber von einer außer Frage stehenden Akzeptanz der kulturellen und nationalen Zugehörigkeit zur Volksrepublik China geprägt.[27] So wird Hongkong von nicht wenigen westlichen Medien und Unternehmern oft als liberalste Marktwirtschaft der Welt gelobt. Unterschlagen wird bei derartigen Berichterstattungen, dass der Anteil an Millionären und Milliardären in Hongkong so hoch wie nirgendwo sonst, das Einkommen aber eklatant ungleich verteilt ist. Nirgendwo in China ist die Armutsquote so hoch wie in Hongkong. Rund 20 Prozent der Hongkonger Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Zum Vergleich: Im gesamten China lag die Armutsquote 2016 nur bei 3,14 Prozent.[28]

Im Jahr 2016 stieg die Zahl in Hongkong auf 1,35 Millionen Armutsbetroffene.[29] Rund 30 Prozent der Hongkonger lebten 2017 in einer Sozialwohnung. 40 Prozent der Hongkonger beziehen Sozialhilfe. Diese gibt es erst seit Anfang der 2000er Jahre. Der Höchstsatz für Sozialhilfeempfänger betrug 2017 umgerechnet rund 500 Euro. Fast die Hälfte der Sozialhilfeleistungen entfällt für ein Bett im Käfig, das sich Betroffene mit bis zu sieben weiteren Personen teilen müssen. Diese Menschen leben in bitterer Armut.[30]

Hongkong hat mit 51,5 Stunden im Schnitt die längsten Arbeitszeiten der Welt. Nirgendwo wird in China mehr gestreikt als in Hongkong. Das durchschnittliche Einkommen betrug 2016 in Hongkong 1.981 US-Dollar, ist aber ebenfalls äußert ungleich verteilt. Der Arbeitsmarkt ist stark auf Bürojobs ausgerichtet, wobei Anforderung und Entlohnung eine weite Spreizung aufweisen. So wurden 2016 für einfache Büroarbeiten maximal umgerechnet 600 Euro gezahlt, die kaum die Wohnungsmiete finanzieren. Auf der anderen Seite erhielten Manager von Banken und multinationalen Konzernen zum monatlich durchschnittlichen Festgehalt in Höhe von rund 20.000 Euro Krankenversicherungsschutz, Rentenvorsorge, Zuschüsse für sowohl Mieten und Schulgelder für deren Kinder o. Ä. als auch Mitgliedschaften in exklusiven Clubs.[31]

Die Mehrzahl der Büroangestellten in der öffentlichen Verwaltung, bei Banken und Versicherungen verdienen monatlich rund 3.000 Euro. Von größerem Interesse sind nichtmonetäre Vergünstigungen. So gewähren internationale Unternehmen ihren Angestellten tendenziell mehr Urlaub, haben eine Fünftageswoche, verlangen weniger Überstunden, zahlen oftmals auch im Krankheitsfall und bieten darüber hinaus eine größere Arbeitsplatzsicherheit. Wer mit 22 oder 23 Jahren von der Universität kommt, konnte 2016 in Hongkong mit einem Anfangsgehalt von umgerechnet rund 1.500 bis 1.700 Euro kalkulieren. Das ist niedriger als in Festlandchina, weshalb junge Menschen Hongkong zunehmend insbesondere in Richtung Shenzhen verlassen. Auch die Mehrzahl der Manager verdient brutto zwischenzeitlich in etwa gleich viel wie auf dem chinesischen Festland.[32]

Mit finanzieller Unterstützung der Nationalregierung in Peking für Sozialleistungen ist die Hongkonger Lokalregierung bemüht, die große Ungleichheit abzubauen. Insbesondere Parteien, die der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) nahestehen, konnten im Hongkonger Legislativrat 2011 die Einführung eines Mindestlohns durchsetzen, der seit 2015 bei einem Stundenlohn von umgerechnet 3,59 Euro beziehungsweise monatlich 1.466 Euro liegt.[31] Lange über die britische Besatzungszeit hinaus, besaßen Arbeitnehmer in Hongkong keinerlei Rechte. Die Hong Kong Employment Ordinance regeln erst seit 2014 arbeitsrechtliche Minimalbestimmungen, entsprechen jedoch noch nicht den auf dem Festland geltenden Arbeitsvertrags- und Arbeitssicherheitsgesetzen.[33]

Anders als im restlichen China bestand in Hongkong 2017 immer noch keine Krankenversicherungspflicht. Jedoch werden inzwischen von den meisten Arbeitgebern in Hongkong zusätzliche Prämien für private Krankenversicherungen gezahlt.[34] Eine gesetzliche Altersvorsorge wurde erst im Jahr 2000 in Hongkong eingeführt. Seitdem sind Unternehmen in Hongkong wie überall in der Volksrepublik China verpflichtet, Beiträge in einen staatlichen Pensionsfond abzuführen.[35]

Die KPCh selbst ist auf Grundlage der bis 2047 geltenden chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung zu Hongkong in Hongkong verboten. Jedoch stellen inzwischen sogenannte „Pro-Peking-Parteien“ mehr als die Hälfte der Parlamentarier des Legislativrats, der gesetzgebenden Versammlung Hongkongs. Tatsächlich erhalten pro-chinesische Parteien in Hongkong die Mehrheit der Wählerstimmen, sowohl von der Bevölkerung wie von chinesisch-stämmigen Unternehmern.[36]

Ideologische Themen, wenig Bereitschaft für die Verabschiedung von Sozialgesetzen und ständig neue Parteigründungen führten dazu, dass „Anti-Peking-Parteien“, die sich als „Demokratisches Lager“ bezeichnen und maßgeblich von internationalen Konzernen in Hongkong finanziert werden, stetig an Stimmen und Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Hingegen werden die „Pro-Peking-Parteien“ zunehmend finanziell von der chinesischen Geschäftswelt in Hongkong unterstützt. Vor diesem Hintergrund richten sich viele Proteste und Forderungen nach mehr demokratischer Mitbestimmung in Hongkong primär nicht gegen Peking, sondern gegen die soziale Ungerechtigkeit und vor allem gegen das in Hongkong bestehende Wahlsystem, bei welchem Konzerne einen direkten Einfluss auf Abgeordnete besitzen.[37]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prähistorische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach archäologischen Forschungen leben seit ungefähr 5.000 Jahren Menschen in dieser Region. Neolithische Artefakte weisen auf den Einfluss nordchinesischer Steinzeit-Kulturen wie der Longshan-Kultur hin. Bestimmte Steingravuren werden auf die Bronzezeit (Shang-Dynastie) datiert. Artefakte aus dem 6. bis 3. Jahrhundert v. Chr. (Zeit der Streitenden Reiche) zeigen kulturelle Verwandtschaft mit dem benachbarten Guangdong.

Chinesisches Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Han-Dynastie wurde das Gebiet des heutigen Hongkong von Han-Chinesen besiedelt. Während der Tang-Dynastie war die Region um Guangzhou ein bedeutendes Handelszentrum und die Region von Hongkong und dem heutigen Shenzhen diente als Hafen. Die erste starke Migration aus dem nördlichen China setzte während der Song-Dynastie ein.

Nachdem die Yuan-Dynastie infolge der Mongolenkriege auch über Hongkong die Macht übernommen hatte, verstärkte sich die Einwanderung aus Richtung Norden, nach wie vor blieb die Region jedoch relativ abgeschottet und lebte vom Fischfang und der Perlenzucht. Im Jahre 1517 landete der portugiesische Händler Fernão Pires de Andrade an der südchinesischen Küste, vermutlich in Hongkong, wo für jene Zeit einige größere Siedlungen belegt sind.

Nach dem Fall der Ming-Dynastie fiel die Region des heutigen Hongkong an den Bezirk Xin'an (新安縣 / 新安县, Xīn’ān Xiàn).

Britische Kronkolonie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Karte von 1841
Britische Kriegsschiffe im Hafen von Hongkong vor dem Angriff auf Amoy, Zeichnung um 1841
Kulis im Hafen von Hongkong, Studioaufnahme um 1880

1699 gelangte die britische Ostindien-Kompanie zum ersten Mal nach China. Im Jahr 1711 wurde ein fester Handelsstützpunkt in Guangzhou gegründet. Die britische Einführung von Opium nach China führte zum Ersten Opiumkrieg und 1841 zur Besetzung Hongkongs. Ein Jahr später musste China das Gebiet mit dem Vertrag von Nanjing offiziell an die britischen Besatzer abtreten. 1843 erklärte Großbritannien Hongkong zu einer Kronkolonie, welche fortan von einem Gouverneur verwaltet wurde. Über den exterritorialen Status als Traktatshafen hinaus, erwarb Großbritannien durch ungleiche Verträge weitere Gebiete in China. Die chinesische Regierung wurde gezwungen, Hafenstädte zwischen 25 und 99 Jahre an Großbritannien, Frankreich, Russland, Deutschland und Japan zu verpachten. Großbritannien gewann auf diesem Wege Kowloon (1860), die New Territories (1898), Weihai (1898) sowie weitere 235 Inseln für 99 Jahre.[38]

Für das britische Empire entwickelte sich Hongkong zu einem wichtigen Militärstützpunkt und Warenumtauschplatz in Ostasien. Zum Auf- und Ausbau der Industrie wurden Hunderttausende billige chinesische Arbeitskräfte gewaltsam nach Hongkong verbracht. Die Stadt entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts hinter Macau zum zweitwichtigsten Umschlagplatz im völkerrechtswidrigen Kulihandel, wodurch die Bevölkerungszahl zwischen 1851 und 1931 von 33.000 auf 879.000 Einwohner stieg, davon 95 Prozent Chinesen.

Die Kolonie blieb lange Zeit im Schatten des größeren Shanghai, wo Großbritannien ebenfalls exterritoriale Territorien bis 1949 besetzt hielt. Eine enorm profitable Wertschöpfung erreichten die Kolonialmächte durch die rigorose Ausnutzung aller natürlichen und menschlichen Ressourcen. Insbesondere die britischen Kolonialisten reduzierten die Lohnkosten in ganz China, wie in Indien, Singapur und anderen Teilen des ehemaligen britischen Weltreichs, durch Kinderarbeit.[39]

Antikoloniales Streikplakat in Hongkong, 1925

Bereits 1899, ein Jahr vor dem Boxeraufstand, lehnten sich die Chinesen in nationalem Widerstand gegen die Besatzungsmacht in Hongkong auf. Grund dafür war der Bau der Eisenbahn von Kowloon nach Kanton (Guangzhou), durch welchen Großbritannien versuchte, seinen Einfluss auf weitere chinesische Gebiete auszudehnen.[40] Alle Aufstände wurden blutig niedergeschlagen. Die größten Unruhen seit der Bewegung des vierten Mai (1919 bis 1924) brachen 1925 nach dem Massaker vom 30. Mai aus, als britische Polizeikräfte bei einer antikolonialen Demonstration in Shanghai Schusswaffen einsetzten und mehrere chinesische Studenten töteten. Das Massaker war der Auftakt zu einer der größten Massenbewegung in China. Einem Flächenbrand gleich breiteten sich Proteste über das gesamte Land aus und gipfelten im 16 Monate währenden Kanton-Hongkong-Streik.[41]

Bei diesem Streik vereinten sich die Nationale Volkspartei Chinas (Kuomintang) und die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) erstmals zu einer Einheitsfront. Dabei wurden alle Chinesen in Hongkong zur Arbeitsniederlegung, zum Boykott englischer Waren und zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Schon in der ersten Woche der wirtschaftlichen Blockade verließen 50.000 Chinesen Hongkong, Ende Juli folgten weitere 250.000. Zeitzeugen zufolge ähnelte Hongkong zwischen August und Dezember 1925 einer Geisterstadt. Der Kanton-Hongkong-Streik schwächte den wirtschaftlichen und politischen Einfluss Großbritanniens in China nachhaltig.[42]

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hissen des Union Jacks und der Flagge der Republik China am Kenotaph zur Befreiungsfeier von der jap. Besetzung, Hongkong 1945

Unmittelbar nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Ostasien wurde Hongkong von der japanischen Armee unter Führung von Sakai Takashi angegriffen. Die Schlacht um Hongkong dauerte zweieinhalb Wochen, in deren Verlauf die Briten den Japanern die Stadt übergeben mussten. Mit der Kapitulation Japans am 16. August 1945 endete die japanische Besetzung Hongkongs.

Zwar hatte Großbritannien 1943 der Republik China (1912–1949) zugesagt, alle ungleichen Verträge und Privilegien in den Häfen an der chinesischen Küste aufzugeben, doch die Briten brachen ihr Versprechen, den erzwungenen Pachtvertrag nach Kriegsende für ungültig zu erklären.[43] Nun setzte ein Rennen um die Kontrolle von Hongkong ein: Chiang Kai-shek ließ Untergrundkämpfer nach Hongkong einschleusen, die die Stadt nach dem Abzug der Japaner übernehmen sollten. Winston Churchill hatte jedoch bereits ein Flottengeschwader nach China geschickt, das am 30. August 1945 im Hafen von Victoria einlief. Großbritannien stellte damit seine Kontrolle über Hongkong wieder her.[44]

Chiang Kai-shek äußerte daraufhin den damals viel beachteten Satz: „Das chinesische Volk und seine Regierung, egal ob Nationalisten oder Kommunisten, können niemals eine erzwungene Abmachung, welche die chinesische territoriale und administrative Integrität verletzt, akzeptieren.“[45]

Am Ende des Zweiten Weltkrieges war Hongkong großteils zerstört. Nach Ausrufung der Volksrepublik China 1949 flohen Hunderttausende Kuomintang-Anhänger auch nach Hongkong, viele ausländische Unternehmen verlegten ihre Vertretungen von Shanghai nach Hongkong.

Schwierige Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Central District, 1955

Das zu Beginn der 1950er Jahre von den USA und seinen Verbündeten gegen die Volksrepublik China verhängte Wirtschaftsembargo hatte auch negative Auswirkungen auf den Handel und Wiederaufbau in Hongkong. Erst nach Aufhebung der Sanktionen erlebte Hongkong einen beispiellosen Boom und entwickelte sich zu einer der stärksten Wirtschaften der Welt.

Anfang der 1960er Jahre wuchs infolge großer sozialer Ungleichheiten erneut Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt während der Unruhen in Hongkong 1967 mit vielen Toten und Verletzten.

Nach dem Tod Mao Zedongs begann dessen Nachfolger Deng Xiaoping die wirtschaftliche Öffnung Chinas gegenüber dem Ausland durch Sonderwirtschaftszonen wie im nördlich an Hongkong anschließenden Shenzhen. Seit den 1980er Jahren wanderten fast alle Produktionsbetriebe aus Hongkong nach China ab. Die Stadt entwickelte sich zu einem reinen Handels- und Dienstleistungszentrum.

Verhandlungen zur Wiedereingliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britische Kolonialflagge von Hongkong bis zum 30. Juni 1997

Im Jahre 1982 begannen Gespräche zwischen den Premierministern des Vereinigten Königreichs und der Volksrepublik China über die Zukunft des Territoriums. Die britische Seite unter Margaret Thatcher hatte ursprünglich gehofft, dass die Politik der Öffnung in China dazu führen könnte, dass China die britische Herrschaft über das Gebiet akzeptiert. Das Gegenteil war der Fall: Die Volksrepublik China bestand nicht nur auf die Rückgabe des für 99 Jahre gepachteten Gebietes, sondern zugleich auf die vollständige Rückgabe der im Vertrag von Nanking unter Zwang abgetretenen Territorien. Diesen Standpunkt teilte nicht nur die Volksrepublik China, sondern auch die Republik China (Taiwan). Unabhängig davon war die Rückgabe Hongkongs schon zehn Jahre zuvor durch eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen bestätigt worden.

Deng Xiaoping entwickelte die Doktrin, die als Ein Land, zwei Systeme bekannt ist. Diese Doktrin öffnete den Weg zur chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung zu Hongkong, die am 19. Dezember 1984 zwischen der Volksrepublik China und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet wurde. Sie sah vor, dass Hongkong am 1. Juli 1997 zu einer Sonderverwaltungszone Chinas (Special Administrative Region, SAR) werden würde. Im Juli 1989 wurde den Hongkonger Bürgern von der britischen Regierung offiziell mitgeteilt, dass sie trotz britischen Passes keinen Anspruch auf ein ständiges Wohnrecht in Großbritannien besitzen. Ende 1993 brachen die sino-britischen Gespräche über Hongkong nach 17 Verhandlungsrunden für kurze Zeit ab, da Uneinigkeit über die Einführung des künftigen Wahlrechts für den neu zu gründenden Hongkonger Legislativrat bestand. Im Juni 1994 erließ der noch amtierende Gouverneur Lord Chris Patten per Dekret das künftige Wahlsystem.

Am 1. Juli 1997 nach 156 Jahren britischer Kolonialherrschaft übernahm die Volksrepublik China die Souveränität und Kontrolle über Hongkong. Seitdem ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone mit einem hohen Maß an Autonomie.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autonomiestatus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung zu Hongkong und im Rahmen des von Deng Xiaoping entwickelten Prinzips Ein Land, zwei Systeme, bleibt das demokratisch-marktwirtschaftliche System Hongkongs mindestens 50 Jahre neben dem autoritären sozialistischen System der Volksrepublik China bestehen, so dass Hongkongs Rolle als eines der Finanzzentren Asiens gesichert bleibt. Diese Autonomie erlaubt es Hongkong, seine eigenen Gesetze, Zölle sowie seine eigene Währung zu besitzen. Die Sonderverwaltungszone ist weiterhin als ein eigenständiges Mitglied bei GATT, WTO, APEC, der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und dem Financial Stability Board (FSB) sowie bei ESCAP assoziiert.[46]

Parlament und Wahlrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hongkonger Parlamentsgebäude (LegCo), 2013
Hongkonger Wahlergebnis 2016 mit deutlicher Stimmenmehrheit für „Pro-Peking-Parteien“

Bis zur Rückgabe an China 1997 wurde der Gouverneur von Hongkong als Regierungschef auf Ratschlag des Foreign and Commonwealth Office vom britischen Monarchen eingesetzt. Bestrebungen zur Einführung freier Wahlen Ende der 1950er/Anfang der 1960er wurden nicht weiter verfolgt.[47] Die ersten Wahlen fanden 1997 statt. Seitdem erfolgt die Gesetzgebung durch den Hongkonger Legislativrat (LegCo) auf Basis des Hongkonger Grundgesetzes (Hong Kong Basic Law). Ein Teil der Mitglieder wird nach den Vorgaben des Basic Law direkt gewählt, der andere über Stände- und Berufskomitees.[48] Allerdings besitzt nicht jeder Bürger das gleiche Stimmrecht. Nur die Hälfte der 70 Volksvertreter wird in Wahlbezirken gewählt. Die übrigen Mitglieder der gesetzgebenden Gewalt werden von 28 Berufsgruppen bestimmt. Dabei können die Stimmen von Individuen, zum Beispiel allen Lehrern Hongkongs, aber vor allem von großen Unternehmen vergeben werden.[49]

Das Wahlsystem steht bei der Nationalregierung in Peking wie bei der Mehrheit der Hongkonger Bürger gleichermaßen in der Kritik. Es stammt noch von der britischen Besatzungsmacht, die sich auf diesem Wege einen gewissen politischen Einfluss in Hongkong gesichert hat. Nicht nur besitzen Konzerne einen direkten Einfluss auf die Abgeordneten, ihre Stimme ist auch gewichtiger, da in den Berufsgruppen insgesamt weniger Wähler als in den Wahlbezirken registriert sind.[49] So besitzt beispielsweise der Finanzsektor 130 Stimmen, die durch 125 Wähler von Hongkonger Niederlassungen der in Paris ansässigen Axa sowie der Prudential und HSBC in London kontrolliert werden. Gleiches gilt für andere stimmberechtigte Branchen, wie Gastronomie, Airlines, Flughafenbetreiber etc.[50] Eine Änderung des Wahlrechts war für 2017 vorgesehen, wurde jedoch verhindert – nicht durch Peking, sondern vom Hongkonger Parlament: Am 18. Juni 2015 lehnten die stimmberechtigten Mitglieder des Legislativrats den Wahlreformvorschlag mit 28 zu 8 Stimmen ab.[51]

Ende August 2014 wurden Pläne des Nationalen Volkskongresses in Peking bekannt, wonach ein 1.200-köpfiges vom chinesischen Staat gebildetes Komitee die Kandidaten zur Wahl des Hongkonger Legislativrates festlegen sollte.[52] Dagegen formierten sich im September 2014 Proteste in Hongkong, die von Studenten ausgelöst waren und denen sich die Bewegung Occupy Central with Love and Peace anschloss. Die Demonstrationen richteten sich sowohl gegen die Pläne Pekings, als auch gegen das bestehende Wahlsystem.[53] Die Demonstrationen dauerten bis Mitte Dezember 2014 an. Bei der Wahl zum Legislativrat am 4. September 2016 zogen mehrere Vertreter der kurz zuvor gegründeten Partei Demosistō, deren Anführer Nathan Law einer der Hauptexponenten der Proteste war, in das Parlament ein.[54]

Insgesamt sitzen derzeit (2016–2020) 18 Parteien und neun Parteilose im Legislativrat von Hongkong. Die Parteien unterteilen sich in zwei Lager, „pan-demokratisch“ und „pro-Peking“. Das bedeutet allerdings nicht, dass innerhalb der Lager Einigkeit herrscht. Mit derzeit 13 Sitzen ist die 1992 gegründete DAB (Democratic Alliance for the Betterment and Progress of Hong Kong) stärkste Kraft. Sie tritt für enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Festland ein, wobei keine der im Legislativrat vertretenen Partei Hongkongs die kulturelle und nationale Zugehörigkeit zur Volksrepublik China zur Disposition stellt.[55][49]

Regierungschefs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carrie Lam – Amtierende Regierungschefin von Hongkong, 2016

Die Sonderverwaltungszone Hongkong hat einen sogenannten Chief Executive als Regierungschef. Formelles Staatsoberhaupt Hongkongs ist der Staatspräsident der Volksrepublik China; derzeit Xi Jinping. 1997, bei der ersten Wahl, waren die Befugnisse der Gewählten unbekannt und wurden erst nachträglich festgesetzt. Erster amtierender Regierungschef, nach der Rückgabe Hongkongs an China, war Tung Chee-hwa. Diese Wahl erfolgte durch ein Komitee, dessen 400 Mitglieder der Nationale Volkskongresses in Peking bestimmt hatte. Tungs Wiederwahl zu einer zweiten Amtsperiode erfolgte im Juli 2002 durch ein repräsentatives Wahlkomitee. Am 12. März 2005 trat Tung nach eigenen Angaben aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Sein Nachfolger war zuerst Donald Tsang, bis er am 25. Mai 2005 zurücktrat, um sich auf die Wahlen am 10. Juli 2005 vorzubereiten. Von 80 Mitgliedern des Wahlkomitees wurde er schließlich wiedergewählt, dennoch beschränkte sich seine Amtszeit vorerst auf die zwei verbliebenen Jahre der Amtsperiode von Tung. Bei der Wahl am 25. März 2007 gewann erneut Donald Tsang, sein Gegenkandidat war der Anwalt Alan Leong. Die Wahl wurde in den Medien als Farce kritisiert, da durch die undemokratische Zusammensetzung des 800-köpfigen Wahlgremiums eine Niederlage Tsangs nahezu ausgeschlossen war. Die Kandidatur Leongs war allerdings eine Überraschung, da er für die Zulassung einer Bewerbung die erforderlichen 100 Stimmen aus dem Gremium auf Anhieb bekam. Nachdem Tsang 2012 gesetzesgemäß nicht mehr wiedergewählt werden konnte, wurde Leung Chun-ying am 25. März 2012 mit 689 Stimmen zum neuen Chief Executive gewählt.

Seit dem 1. Juli 2017 ist Carrie Lam Regierungschefin von Hongkong. Sie wurde am 26. März 2017 mit 777 Stimmen gewählt und ist die erste Frau, die dieses Amt bekleidet.[56] Der Präsident des Legislative Council of Hong Kong (gesetzgebende Versammlung) ist seit 2016 Andrew Leung.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18 Distrikte von Hongkong

Die Sonderverwaltungszone Hongkong besitzt eine Einheitsverwaltung und gliedert sich in 18 Distrikte (十八區, shíbā qū, Jyutping sap6baat3 keoi1, englisch 18 districts). Die Distrikte verteilen sich jeweils vier im Gebiet von Hong Kong Island, fünf in Kowloon und neun in den New Territories:

Städte (Cities, Towns) und Gemeinden (Communities) innerhalb Hongkongs sind nicht als eigene Rechtssubjekte vorgesehen. Die Grenzen von Victoria City und Kowloon wurden durch Gesetze festgelegt, aber auch diese beiden Gebiete besitzen keinen Rechtsstatus. Die Distrikteinteilung folgt Gebirgszügen, der Küste oder Straßen und berücksichtigt nicht die Grenzen der Städte und Ortschaften.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TurboJET-Fähre zwischen Hongkong und Macau nahe Hong Kong Island (2013)

Hongkong ist ein Verkehrsknotenpunkt für den Süden Chinas und ist eines der wichtigsten internationalen Verkehrsdrehkreuze in Asien für Fracht und Passagiere im See- und insbesondere im Luftverkehr, aufgrund seiner vielen Flugverbindungen weltweit.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Des Weiteren ist Hongkong durch ein dichtes Netz von zehn Autobahnen erschlossen. Als historisches Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit herrscht im Gegensatz zu Festlandchina Linksverkehr. Für Fußgänger existiert ein Netz von über 800 Fußgängerbrücken, die angelegt wurden, um Autoverkehr und Fußgänger räumlich zu trennen und den Verkehrsfluss zu verbessern.

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golden Star Ferry zwischen Hong Kong Island und Kowloon (2014)

Per Fähre ist Hongkong mit einer großen Zahl von Küstenstädten Südchinas sowie mit Städten am Perlfluss verbunden. Eine häufig genutzte Verbindung ist jene nach Macau, die von mehreren Unternehmen angeboten wird. Zwischen 2009 und 2018 wurde für umgerechnet 15 Milliarden Euro (120 Milliarden Yuan) eine etwa 55 Kilometer lange Straßenverbindung nach Macau und Zhuhai gebaut, die am 23. Oktober 2018 eröffnet wurde. Bei der im Rahmen des Projekts gebauten Brücke handelt es sich um die weltweit längste.[57][58]

Viele Fähren von zahlreichen Fährstationen bedienen die vorgelagerten Inseln, daneben gibt es noch die alten Schiffe der traditionsreichen Star-Ferry-Gesellschaft, die einen Personentransport zwischen Kowloon und der Hong Kong Island aufrechterhalten. Da das 1 bis 1,5 Kilometer breite Gewässer, das zwischen Kowloon und Hongkong liegt, mittlerweile von jeweils drei Straßen- und U-Bahn-Tunneln, wie der Cross-Harbour Tunnel (CHT) unterquert wird, haben die Fähren ihre frühere Alleinstellung verloren. Eine einfache Fahrt mit der Fähre kostet je nach Tarif etwa 3 HK$ und wird gern von Touristen in Anspruch genommen, die das Fahrerlebnis schätzen oder von der Skyline Hongkongs Fotos machen wollen.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hongkong ist an das Eisenbahnnetz der Volksrepublik China angebunden; es gibt unter anderem Züge nach Peking, Shanghai, Guangzhou und Dongguan. Große Bahnhöfe sind Kowloon Station und West Kowloon Station. Letztgenannter ist der größte unterirdische Bahnhof der Welt und Knotenpunkt der im September 2018 eröffneten Schnellfahrstrecke Guangzhou–Shenzhen–Hongkong.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr ist in Hongkong stark ausgebaut. Die U-Bahn und der Omnibus gehören zu den wichtigsten Transportmitteln. Tausende Doppeldeckbusse befahren zahlreiche Linien, die sämtliche Ortschaften des Territoriums anbinden. Die Verbindungen sind meist effizient und günstig, wenn auch für Besucher unübersichtlich aufgrund der hohen Anzahl von Linien unterschiedlicher Betreiber. Neben den Doppeldeckern werden kurze Linien von den mit Flüssig- bzw. Autogas betriebene Public Light Bus, auch „Minibus“ (deutsch Sammeltaxis) genannt, abgedeckt. Dabei ist zwischen denen mit einem grünen und rotem Dach zu unterscheiden. Die mit dem roten Dach haben außer ihren festen Endstationen keine festgelegten Zwischenhaltestellen, sondern fahren dynamische Routen, je nach den Zielorten der Fahrgäste. Die mit dem grünen Dach haben festgelegte Haltestationen, man kann aber bei beiden überall auf Handzeichen oder Wunsch der Fahrgäste hin ein- und aussteigen.

Eine Reihe von Taxis am ICC, Kowloon 2013

Fünfsitzige Taxis gibt es ebenfalls in einer großen Anzahl. Sie sind aufgrund verschiedener Lizenzen nach Bedienregionen farblich aufgeteilt. Die roten Stadttaxis bedienen die City- bzw. Innenstadtregion, also Hong Kong Island und Kowloon und umfassen mit ca. 15.000 Fahrzeugen die größte Gruppe. Es folgen ca. 2.800 grüne Taxis für die New Territories und 75 blaue Taxis für die Outlying Islands, die faktisch nur auf Lantau Island operieren.[59]

Die am 1. Oktober 1979 eröffnete Hongkonger U-Bahn heißt Mass Transit Railway (MTR). Sie verkehrt auf einem über 200 Kilometer langen Netz mit elf Linien und verbindet die dicht besiedelten Gebiete miteinander. Von allen Verkehrsmitteln befördert die U-Bahn mit Abstand die meisten Fahrgäste. Sie ist wegen ihrer guten Klimatisierung, Sauberkeit, günstigen Fahrpreisen und vor allem wegen ihrer hohen Geschwindigkeit sehr beliebt; je nach Tageszeit verkehren die Züge alle 2 bis 4 Minuten. Die Island Line durchquert die Insel Hongkong von West nach Ost, die Tsuen Wan Line führt von der Insel Hongkong zu den Wohnvierteln im Hinterland von Kowloon und die Kwun Tong Line verbindet den südlichsten Teil von Kowloon Yau Ma Tei mit dem Osten von Kowloon und endet im Anschluss an die Tseung Kwan O Line. Der Airport Express verläuft parallel zur Tung Chung Line und verbindet Hongkong und Kowloon mit dem Hong Kong International Airport. Über diese beiden Linien kann man in die Disneyland Resort Line umsteigen, die zum Hong Kong Disneyland führt. Eine weitere Linie ist die East Rail Line, die von Hung Hom in Kowloon in Richtung Norden führt und deren letzte Station die Grenze zu Shenzhen darstellt. Die West Rail Line verbindet Hung Hom in Kowloon, über Yuen Long mit dem westlichen Distrikt Tuen Mun in den New Territories seit 2003. Eine Zweigbahn bindet seit Ende Dezember 2004 Ma On Shan und weitere Gebiete von Sha Tin an. Die South Island Line verbindet seit 2016 Admiralty im geschäftigen Norden Hong Kong Islands mit South Horizons, eine Wohnregion an der Südküste auf dem vorgelagerten Insel Ap Lei Chau.

Hong Kong Tramways – „Ding Ding“ (2012)

Die Hong Kong Tramways, von der Lokalbevölkerung auch liebevoll Ding Ding (叮叮) genannt, ist eine Straßenbahn, die seit dem 30. Juli 1904 über die Gleise im nördlichen Teil von Hong Kong Island fährt. Die auf einem 13 Kilometer langen Netz relativ langsam fahrenden zweistöckigen und altmodischen Tramwagen sind nicht nur bei Touristen beliebt, denn die Fahrpreise sind sehr niedrig. Die Einführung von modernen, klimatisierten Gelenkwagen befindet sich in Planung. Vorwiegend touristischen Zwecken hingegen dient die Peak Tram, eine Standseilbahn, die seit 1888 zwischen Central und dem Victoria Peak verkehrt. Eine moderne mit Klimaanlage ausgestattete Stadtbahn verkehrt seit dem 17. September 1988 zwischen den Städten Tuen Mun und Yuen Long im Westen der New Territories. Die als Light Rail bezeichnete Bahn fährt auf einem 31,7 Kilometer langen Netz, ist jedoch auf Teilabschnitten relativ langsam.

Der Central Mid-Levels Escalator verbindet die Stadtteile Central und Mid-Levels, auf Hong Kong Island, miteinander und ist das längste überdachte und außenstehende Rolltreppensystem der Welt.[60][61] Zahlungsmittel für die meisten Transportmittel (außer Taxi) ist die berührungslos abbuchende Octopus-Karte.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hong Kong International Airport ist einer der wichtigsten Flughäfen Asiens und wird von zahlreichen Flughäfen Europas aus direkt angeflogen. Er ist Heimatflughafen mehrerer Fluglinien, darunter Cathay Pacific, Cathay Dragon sowie die Billig­flug­gesellschaften Hong Kong Airlines und HK Express. Der Flughafen wurde im Jahre 1998 eröffnet, um den früheren, sehr schwierig anzufliegenden und dem flächen­mäßig begrenzten Flughafen Kai Tak an der Kowloon-Bucht in der Innenstadt abzulösen. Die Errichtung kostete etwa 15 Milliarden Euro, womit auch die Kosten zur Anbindung des Flughafens an das Stadtzentrum durch den Airport Express und die Autobahn Route 8 abgedeckt wurden. Somit ist die Reisezeit nicht viel länger als nach Kai Tak, obwohl sich Kai Tak in Kowloon, mitten im Victoria Harbour befand, während der neue Flughafen mit über 30 km Entfernung weit außerhalb der Stadt liegt. Der neue Standort ist die ursprünglich 100 m hohe Insel Chek Lap Kok nördlich von Lantau Island, die auf 7 m Meereshöhe abgetragen wurde, wobei das abgetragene Material zur Gewinnung der nun 13,8 km² großen Landfläche verwendet wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürotürme des Lippo Center, Admiralty (2011)

Hongkongs Charakterisierung der Wirtschaft gilt nur auf den ersten Blick als freie Marktwirtschaft: Sowohl während der britischen Herrschaft als auch nach der Übergabe beeinflusst die Regierung die Wirtschaft zum Beispiel durch die Landvergabe oder auch durch das Bekenntnis zum festen Wechselkursregime mit Currency Board zwischen dem Hongkong-Dollar und dem US-Dollar. Zudem soll eine Steuerreform eine Goods and Services Tax (GST), mit der deutschen Umsatzsteuer vergleichbar, das Steueraufkommen Hongkongs erhöhen. Es wird jedoch vielfach befürchtet, dass diese Steuer den Shopping-Tourismus, von dem viele Geschäfte leben, und den lokalen Konsum schwer treffen wird.[62]

Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf der Bevölkerung betrug 2016 43.528 US-Dollar, was in etwa mit westeuropäischen Ökonomien vergleichbar ist. Trotz seiner kleinen Bevölkerung war Hong Kong 2016 der weltweit achtgrößte Exporteur von Gütern und Dienstleistungen.[63] Die Wirtschaftsentwicklung ist stark vom Export und damit von der Weltkonjunktur abhängig. Bis 2002 steckte die Wirtschaft des Territoriums deshalb in einer mehrere Jahre dauernden Rezession, teilweise wegen der Nachwirkungen der Asienkrise, teilweise wegen der SARS-Pandemie 2002/2003. Während dieser Rezession sanken sowohl die Einkommen der Einwohner als auch die Konsumentenpreise.

Um ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu erreichen, setzt die Regierung Hongkongs auf eine starke wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem chinesischen Festland. So wurde Mitte 2003 das Closer Economic Partnership Arrangement unterzeichnet, das Unternehmern aus Hongkong einen bevorzugten Zutritt zu den chinesischen Märkten einräumt.

Nach der Rezession, die ganz Südost- und Ostasien nach der asiatischen Finanzkrise traf, wuchs die Hongkonger Wirtschaft wieder, bis zu Beginn der SARS-Pandemie 2002/2003, welche die Wirtschaft wiederum in eine Krise stürzte, von der sich die Stadt jedoch inzwischen wieder erholt hat. In den darauf folgenden Jahren wuchs die Wirtschaft von Hongkong wieder sehr stark, vor allem aufgrund stark expandierenden Wirtschaft Chinas bei gleichzeitiger Kapitalflucht nach Hongkong. 2017 betrug das Wirtschaftswachstum etwa 3,8 %. Die Arbeitslosenquote wurde im selben Jahr mit 3,1 % angegeben.[11]

Hongkong ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens, der Index der Hong Kong Stock Exchange ist der Hang Seng Index. 2017 gab es laut Forbes in Hongkong 67 Milliardäre. Am 28. Januar 2016, legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Hongkong auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht.[64]

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegte Hongkong Platz 6 von 137 Ländern (Stand 2017–18).[65] Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegte Hongkong 2017 Platz 1 von 180 Ländern.[66]

Handel und Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Bank of China Tower (2011)

Bis in die 1980er Jahre spielte die Industrieproduktion eine bedeutende Rolle im Wirtschaftswachstum der damaligen Kronkolonie. Dominierender Sektor war die Leichtindustrie, man exportierte Haushaltsgeräte, Spielzeug, Elektronikartikel und Textilien. In den letzten Jahren ist der Großteil der Industriebetriebe jedoch auf das Festland abgewandert und die Hongkonger Wirtschaft hat sich auf eine Dienstleistungsökonomie umgestellt.

Der Anteil der Industrie am BIP beträgt heute nur mehr knapp 15 %, woran High-Tech-Unternehmen den größten Anteil haben. Die Industrieproduktion sinkt jährlich um etwa 9 %. Autobahnen, große, schiffbare Flüsse und fünf Großflughäfen lassen die Millionenstädte im Delta zu einer Mega-Stadt zusammenwachsen, die mehr als 40 Millionen Menschen zählt.

Hongkong besitzt wenige natürliche Ressourcen und ist stark vom internationalen Handel abhängig. Der Hafen Hongkongs, der ursprünglich das große Interesse der Briten erweckt hatte, war lange Zeit der wichtigste Umschlagplatz für Industrieprodukte aus ganz China. In den letzten Jahren bekommt der Hongkonger Hafen zunehmend Konkurrenz von umliegenden Häfen. Während der Warenumschlag im Hongkonger Hafen stagniert, ist er in Shenzhen, Guangzhou, oder auch Xiamen deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurden auf den Containerterminals des benachbarten Shenzhen erstmals mehr Container umgeschlagen als im Hafen von Hongkong, der sich mit 22,35 Millionen TEU (Standardcontainer) im Jahr 2013 weltweit auf Platz 4 befindet.[67]

Hongkong ist eines der bedeutendsten Finanzzentren Asiens, es verfügt über eine der fortgeschrittensten Informations- und Telekommunikationsinfrastrukturen der Welt und hat sich auch die Reputation erworben, ein solides, gut überwachtes Bankensystem zu haben. Hierzu hat vor allem die Asienkrise 1997 beigetragen, während der die Währungen der Nachbarländer stark abgewertet werden mussten, die jedoch von Hongkong relativ unversehrt überstanden werden konnte, was vor allem auf die Qualität des Bankensystems zurückgeführt wird.

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle mit wachsender Bedeutung. Viele Touristen, vor allem vom chinesischen Festland, kommen zum Einkaufen nach Hongkong, sodass der Einzelhandel besonders davon profitiert. Der Hong Kong International Airport ist als Knotenpunkt des Flugverkehrs ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hongkong hat fast kein landwirtschaftlich genutztes Land, ebenso fehlt es an Süßwasser. Lediglich in den New Territories wird in begrenztem Umfang Landwirtschaft betrieben; der Anteil am BIP macht jedoch nicht einmal 0,1 % aus. Der Hersteller Kowloon Dairy gehört zu den wenigen Milchbetrieben in Hongkong. Einen schweren Schlag erlitt die Landwirtschaft Hongkongs zudem durch den Ausbruch der Vogelgrippe H5N1 in den 1990er Jahren. Der größte Anteil der Nahrungsmittel wird aus der Volksrepublik China importiert; Hongkong produziert lediglich etwas Gemüse, Geflügel und Schweinefleisch selbst. Eine etwas höhere Bedeutung kommt der Fischerei zu, jedoch ist auch ihr Anteil am BIP verschwindend gering.

Wirtschaftskennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
in % gegenüber dem Vorjahr
Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Veränderung in % gg. Vj. 7,0 6,5 −2,5 6,8 4,8 1,7 3,1 2,8 2,4 2,0
Quelle: Weltbank[68]
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$) je Einwohner (in Tsd. US$)
Jahr 2002 2013 2014 2015 2016 Jahr 2012 2013 2014 2015 2016
BIP in Mrd. US$ 262 275 291 309 320 BIP je Einw. (in Tsd. US$) 36,7 38,3 40,2 42,3 43,6
Quelle: Weltbank[68]
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
(„minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2003 2004 2005 2006 Jahr 2002 2003 2004 2005
Inflationsrate −2,1 −0,4 1,1 ≈ 1,8 Haushaltssaldo −4,9 −4,0 −4,9 −2,7
Quelle: GTAI[69]
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2014 2015 2016
Mrd. US$ % gg. Vj. Mrd. US$ % gg. Vj. Mrd. US$ % gg. Vj.
Einfuhr 600,6 −3,3 559,3 −6,9 547,1 −2,2
Ausfuhr 524,1 −2,1 510,5 −2,6 516,6 1,2
Saldo −76,5 −48,8 −30,5
Quelle: GTAI[69]
Haupthandelspartner Hongkongs (2016), Quelle: GTAI[70]
Export (in Prozent) nach Import (in Prozent) von
China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 44,7 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 55,3
TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan 08,9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 08,1
JapanJapan Japan 06,3 IndienIndien Indien 03,0
Korea SudSüdkorea Südkorea 05,5 JapanJapan Japan 02,9
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 04,8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 02,2
SchweizSchweiz Schweiz 03,3 TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan 02,0
IndienIndien Indien 03,0 ThailandThailand Thailand 01,9
sonstige Länder 23,5 sonstige Länder 24,6

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Hongkong kein unabhängiger Staat ist führt es seinen eigenen Haushalt. Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 59,07 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 59,09 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsüberschuss in Höhe von ca. 0,1 % des BIP.[11]

Hongkongs öffentliche Verschuldung belief 2016 sich auf 38,4 % des BIP. Hongkong hielt Devisenreserven in Höhe von über 300 Milliarden US-Dollar.[11]

2015 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:[11]

Einkaufen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tai Yuen Market – Moderne Markthalle in Tai Po (2012)
Leuchtreklamen auf der Nathan Road, Kowloon (2007)

Hongkong ist aufgrund seiner niedrigen Steuern sowie der zahlreichen glitzernden Einkaufszentren ein Einkaufsparadies vor allem für Touristen aus Japan. Lange Zeit galt die Stadt auch als idealer Ort für den günstigen Erwerb von Elektronikartikeln, was sich jedoch längst relativiert hat.

Interessant sind die zahlreichen traditionellen Märkte, auf denen frische Lebensmittel gehandelt und gekauft werden (z. B. tagsüber in Wan Chai, Nachts auf dem Obstgroßhandelmarkt Yau Ma Tei Fruit Market in Kowloon) oder billige Kleidung an den Kunden gebracht wird. Beispiele für Nachtmärkte sind der Ladies′ Market in Mongkok oder der Temple Street Night Market in Kowloon mit seinem Ursprung auf der Market Street. Für Besucher interessant ist der Jademarkt. Feilschen ist in jedem Fall angebracht; gefälschte oder schwarz kopierte Produkte sind nach wie vor häufig anzutreffen.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionelle Lebensmittelmarkt in Wan Chai (2008)

Die lokale Küche Hongkongs ist Teil der kantonesischen Küche und ist ihr daher im Vergleich sehr ähnlich. Es wird auf absolute Frische der Zutaten größter Wert gelegt. Gewürzt wird vor allem mit Kräutern, sehr scharfe Gerichte sind weniger verbreitet. Ein Unikum innerhalb der chinesischen Küche ist die Verbreitung des (süßen) Nachtisches; dies ist eine im sonstigen China eher unbekannte Sitte. Sehr populär ist das zum Frühstück bzw. Mittagessen oder chinesischen Nachmittagstee servierte Dim Sum.

Die Restaurantlandschaft ist sehr international, neben Spezialitäten aus allen Regionen Chinas gibt es zahlreiche japanische, koreanische, indische, südostasiatische und europäische Restaurants, bis hin zu östlich-westlicher Fusionsküche. Hongkong gilt gerade deshalb unter Kennern daher auch als kulinarisches Paradies, da eine Großzahl internationale Spitzenküche im engsten Raum zu finden ist. Unübersehbar ist auch der große Einfluss westlicher Fast-Food und Kaffeehaus-Ketten auf die lokale Esskultur.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Pier 9 bei Nacht, Central 2007

Hongkong bestand bei der Gründung der Kronkolonie nur aus ein paar Fischerdörfern ohne nennenswerte architektonische Errungenschaften. Das Gebiet hatte innerhalb des chinesischen Imperiums keinerlei Bedeutung. Die herrschenden Briten errichteten dann auch eine Stadt in kolonial geprägter Architektur, die chinesischen Einflüsse beschränkten sich auf die Wohnviertel der chinesischen Einwohner.

Das rasche Bevölkerungswachstum seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass für die Neuzuwanderer in aller Eile Wohnraum geschaffen werden musste. Seit den 1950er Jahren wurde dies durch die Kolonialverwaltung organisiert. Ergebnis dieser hastigen Baumaßnahmen waren unansehnliche Bauten mit schlechter Ausstattung, von denen heute noch einige bestehen. Auf der anderen Seite haben der Wirtschaftsboom und die stark steigenden Grundstückspreise zum Abriss vieler Kolonialbauten geführt, die dann durch Hochhäuser ersetzt wurden. So ist von der opulenten Architektur der Jahrhundertwende nicht viel übrig geblieben. Verglichen mit Xiamen, Qingdao, Macau oder vor allem Shanghai ist von Hongkongs europäischer Vorkriegsbausubstanz fast nichts erhalten. Nicht dem Abriss preisgegeben wurden etwa die anglikanische St.-John's-Kathedrale, der 1912 erbaute ehemalige Supreme Court, der heute Sitz des Court of Final Appeal ist (von 1985 bis 2011 Legislative Council of Hong Kong), oder die ehemalige französische Residenz.

In der modernen Architektur der Stadt sind traditionelle chinesische Einflüsse nur selten offensichtlich. Bei der Konzeption und dem Bau von Gebäuden, auch bei modernen Bürobauten, werden die Regeln des Feng Shui meistens beachtet, denn diese Regeln werden von vielen in solchen Gebäuden lebenden und arbeitenden Menschen und ihren Kunden sehr ernst genommen. Ein Beispiel dafür ist die Hong Kong and Shanghai Bank. Die Gründe für die Berücksichtigung von Feng Shui sind mindestens pragmatisch: Unabhängig von der Einstellung der Bauherren zu Feng Shui würden Verstöße gegen diese Regeln bei Verkaufsabsichten die Zahl der möglichen Käufer für das Gebäude reduzieren.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kowlooner Stadtteil Tsim Sha Tsui, gleich neben dem Terminal der Star Ferry, befindet sich das Hong Kong Cultural Centre mit Konzerthaus, Galerien und dem Kunstmuseum Hong Kong Museum of Art, das seinen Schwerpunkt auf chinesische Werke legt. Gleich daneben liegt das Hong Kong Space Museum mit einem virtuellen Planetarium. Ein paar Blöcke nördlich liegen das Hong Kong Museum of History und das Hong Kong Science Museum, die beide sehr modern präsentiert sind.

Das Lei Cheng Uk Han Tomb Museum in Sham Shui Po wurde gebaut, nachdem im Jahre 1955 bei Bauarbeiten eine Grabstätte aus der Zeit der Han-Dynastie entdeckt wurde. Dies ist die bedeutendste Ausgrabung in Hongkong und Beweis dafür, dass die Halbinsel bereits seit mindestens 2.000 Jahren besiedelt ist. Das Sam Tung Uk Museum in Tsuen Wan ist ein Nachbau einer Hakka-Siedlung, die von einer runden Mauer umgeben ist, wie jene Siedlungen, die es bis in die 1970er Jahre in den New Territories gegeben hat.

Auf Hong Kong Island im Hong Kong Park befindet sich das Museum of Tea Ware, das im Flagstaff House, dem ältesten noch erhaltenen Kolonialgebäude, untergebracht ist und etwa 3.000 Gegenstände, die die Geschichte des Tees in China dokumentieren, ausstellt. Im Hong Kong Heritage Museum in Sha Tin sind in mehreren Dauer- und Wanderausstellungen Themen über die Geschichte Hongkongs und dessen Kultur präsentiert.

Reine Kunstsammlungen sind das Art Museum der Chinese University und das University Museum and Art Gallery der Universität Hongkong. Das Tsui Museum of Art stellte eine private Sammlung aus, ist jedoch mittlerweile geschlossen. Teile der Sammlung sind zur Ausstellung an andere Museen verliehen.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang Hong Kong Disneyland, 2011
Steinformation,
Hong Kong Global Geopark 2010

Hongkong besitzt zwischen seinen Wolkenkratzern eine Reihe von Parks, die sehr gepflegt und sauber sind. Die größten und bekanntesten sind der Hong Kong Park und der Zoologisch-Botanische Garten in Central, direkt neben Hongkongs Finanzzentrum. Im Hong Kong Park liegt mit dem Flagstaff House das älteste Kolonialgebäude des Territoriums. In Causeway Bay liegt der 19 Hektar große Victoria Park, für dessen Bau Land im Victoria Harbour aufgeschüttet wurde.

Im Süden Kowloons liegt der Kowloon Park, im Norden der Kowloon Walled City Park mit Überresten der alten Walled City. Große Tempelanlage wie der Wong-Tai-Sin-Tempel, das Chi-Lin-Nonnenkloster in Kowloon oder das 10.000-Buddha-Kloster und anderer Tempel im Hinterland bieten neben ihren religiösen Tempelhallen auch Orte mit gepflegte Grünanlagen bzw. chinesische Steingärten mit Statuen. Allen öffentlichen Parks ist gemeinsam, dass sie am frühen Morgen von Einheimischen frequentiert werden, die dort Taijiquan bzw. Frühsport praktizieren. In den New Territories, im Nordwesten der Sonderverwaltungszone, liegt das seit 2006 für Besucher geöffnete Naturschutzgebiet Hong Kong Wetland Park, das jährlich von etwa 440.000 Personen bzw. Gästen aus nah und fern besucht wird.

Neben den zahlreichen öffentlichen Natur- und Erholungsparks, wie z. B. dem zum Global Geoparks Network der UNESCO gehörende Hong Kong UNESCO Global Geopark (香港世界地質公園 / 香港世界地质公园) bei Sai Kung[71][72][73], gibt es zwei kommerzielle Vergnügungsparks in Hongkong. Einer ist der Ocean Park Hong Kong im Süden von Hong Kong Island, der mit einem begehbaren, vierstöckigen Meeresaquarium, ein Delfinarium mit Delfin- und Orcashow, Pinguinen, Seerobben, Pandabären, Vogelhäusern, mehreren Achterbahnen und anderen Attraktionen jährlich mehrere Millionen Besucher aufweist. Der andere ist das Hong Kong Disneyland in der Penny Bay, an der nordöstlichen Spitze von Lantau Island, der am 12. September 2005 eröffnet wurde. Es handelt sich um einen Disney-Themenpark mit über 30 Attraktionen, mehreren Hotels, diversen Restaurants und Einkaufsläden.

Neben den Geschäftszentren, die vor allem von erholungssuchenden konsumorientierten Einheimischen bzw. Shopping-Touristen leben oder Wohngebiete für die Reichen darstellen, findet man in Hongkong auch beschauliche Gegenden mit geringer Dichte, die einheimischen Bewohnern und touristischen Gästen zur Erholung und Freizeitsgestaltung dienen. So bietet Hongkong mit seiner 800 Kilometer langen Küstenlinie und über 235 Inseln und Inselchen viele Wander- und Fitnesswege, Tausende von Grillplätzen und zahlreiche Campingplätze, die jährlich über 15 Millionen Besucher anziehen.

Radfahren und Rollerskating in den städtischen Parks sowie Mountainbiking, Drachensteigen oder Paragliding in den 24 Naturparks (郊野公園 / 郊野公园, englisch Country park) ist meistens verboten, aufgrund der vielen Menschen, die zur Erholung in diesen Anlagen unterwegs sind. Die zahlreichen Wanderrouten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sind im gesamten Gebiet von Hongkong verteilt. Zu den beliebtesten Wanderstrecken gehören beispielsweise der Wilson-Trail mit 50 km, der MacLehose-Trail mit 100 km, der Lantau-Trail mit 70 km und der Hongkong Trail mit 50 km.[74] Die Flora und Fauna besteht unter anderem aus 400 Baumarten, 250 Schmetterlingsarten, mehr als 30 Korallenarten und über 100 Süßwasserfischarten.

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Einwohner Hongkongs haben sowohl westliche als auch chinesische Feste eine hohe Bedeutung. Daten der chinesischen Feste werden nach dem chinesischen Mondkalender berechnet und wandern deshalb im gregorianischen Kalender.

Zu den wichtigsten Festen gehört das chinesische Neujahrsfest, das in den Januar oder Februar fällt. Zwei Wochen darauf gibt es das Laternenfest (auch chinesischer Valentinstag genannt). Weiterhin sind das Qingming-Fest, das Drachenbootfest, das Mondfest, das daoistische Geisterfest, bei Buddhisten als Ullambana-Fest bekannt, und das Chongyangfest von Bedeutung. Nur auf der Insel Cheung Chau wird jährlich das daotistisches Cheung Chau Da Jiu Festival, umgangssprachlich meist als das „Cheung Chau Bun Festival“ (deutsch „Knödelfest von Cheung Chau“) bekannt, gefeiert, bei dem in großem Volksfestrahmen Tausende von chinesischen gefüllten Knödeln gedämpft und als Pyramide aufgehäuft werden.

Die Hongkonger Regierung versucht, mit diversen Veranstaltungen das Kulturinteresse bei seinen Einwohnern zu wecken und Touristen in die Stadt zu locken. Dazu gehören das jährlich von Februar bis März stattfindende Hong Kong Arts Festival, zu dem hochkarätige Künstler und Orchester eingeladen werden, und das auch lokalen Künstlern eine Bühne bieten soll. Das jährlich von Februar bis März stattfindende Hong Kong Food Festival zielt speziell auf asiatische Touristen, für die das Verkosten lokaler Spezialitäten unumstößlich zu jeder Reise gehört. Das Asian Arts Festival schlägt weitgehend in die gleiche Kerbe wie das Hong Kong Arts Festival, findet aber nur jedes zweite Jahr im Oktober statt. Weiterhin wird jährlich von März bis April das Hong Kong International Film Festival veranstaltet.

Regelmäßige Kulturveranstaltungen auch außerhalb der Festivals finden im Academy for Performing Arts und Arts Centre, in der Hong Kong City Hall sowie dem Hong Kong Cultural Centre statt. Dies sind vor allem Konzerte, Theatervorführungen bzw. traditionelle kantonesische Opern.

Nachtleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lan Kwai Fong – Kneipen- und Ausgehmeile am Tag, 2011

Hongkong bietet eine üppige Auswahl an Kneipen, Discos, Clubs und Restaurants. Westlich orientierte Lokalitäten befinden sich vorwiegend in Lan Kwai Fong und SoHo in Central sowie an der Lockhart Road in Wan Chai. Typisch asiatische Lokalitäten, die meist von Einheimischen und weniger von Touristen frequentiert werden, also beispielsweise Clubs, Karaoke-Bars oder Mahjong-Schulen finden sich dagegen eher in Stadtteilen der Kowloon-Halbinsel wie Mongkok, Yaumatei und Sham Shui Po, vereinzelt auf der Touristen- und Shoppingmeile von Tsim Sha Tsui.

Jeden Abend findet am Victoria Harbour die Lichtshow Symphony of Lights statt, die man mitunter von der Avenue of Stars betrachten kann.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hongkong gilt als Filmmetropole. Mehr als 4.000 Filme wurden bereits in Hongkong produziert.

Der erste Hongkong-Film war Zhuangzi prüft seine Frau (Zhuangzi shi qi) aus dem Jahre 1913. In den Wirren des chinesischen Bürgerkriegs flüchteten viele Regisseure, vor allem linke oder sozial engagierte, vor den Kuomintang unter Chiang Kai-shek nach Hongkong, was wesentlich zu Hongkongs späterer Bedeutung als Filmmetropole beitrug. Vorher war das Shanghai gewesen. Eine große Entwicklung machte die Filmindustrie jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannte Regisseure sind Wong Kar-Wai (2046, In the Mood for Love), King Hu (Ein Hauch von Zen) oder John Woo (A Better Tomorrow), bekannte Schauspieler Leslie Cheung (Days Of Being Wild, Farewell To My Concubine, Happy Together, A Better Tomorrow), Maggie Cheung (In the Mood for Love, Hero), Tony Leung Chiu Wai (2046, In The Mood For Love, Happy Together), Andy Lau (Infernal Affairs), Chow Yun-Fat (A Better Tomorrow, Crouching Tiger, Hidden Dragon) und Jackie Chan. Die Hongkong-Filme prägten maßgeblich das Genre des Martial-Arts-Films.

Während der 1990er Jahre führte die Asienkrise auch in der Filmindustrie Hongkongs zu einem Rückgang. Während dieser Zeit begannen viele Beteiligte verstärkt in Hollywood Filme zu machen, so Jackie Chan, John Woo oder Chow Yun-Fat. Als 2003 gerade zwei der größten Filmstars starben, nämlich Leslie Cheung (am 1. April, Selbstmord) und Anita Mui (im Dezember, an den Folgen von Krebs) sprachen einige Pessimisten schon vom Untergang der Filmmetropole Hongkong. Um der Krise in der Filmindustrie zu begegnen, startete die Regierung Hongkongs im April 2003 den Film Guarantee Fund (電影貸款保證基金 / 电影贷款保证基金).[75][76][77] Auf der Uferpromenade in Tsim Sha Tsui zeigt die Avenue of Stars die Namen beliebter Filmstars auf einem Sternenweg. Ein Filmmuseum sammelt die Werke und macht auch Veranstaltungen zu alten amerikanischen und europäischen Filmen.

Cantopop[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cantopop ist die Abkürzung für Cantonese pop music, eine aus Hongkong stammende Musikform, die über Hongkong hinaus in großen Teilen Asiens erfolgreich ist. Cantopop (oder Hongkong-Pop) entstand aus der Vermischung von traditioneller chinesischer Musik mit verschiedenen westlichen Musikstilen (Jazz, Rock ’n’ Roll, Rhythm and Blues, Elektronische Musik, Western pop music). Sehr wichtig sind die Texte. Die ersten großen Stars in den 1970ern waren Sam Hui und Roman Tam, auch oft Godfather of Cantopop genannt. Wie schon der Name besagt, ist die Sprache des Cantopop eigentlich kantonesisch. Zum Teil wird aber auch englisch, mandarin, japanisch usw. gesungen. Die große Zeit des Cantopop war in den 1980er Jahren, mit Stars wie Alan Tam, Priscilla Chan, Anita Mui, Danny Chan und Leslie Cheung. In den letzten Jahren wird aber der sogenannte Mandarin Pop immer wichtiger (durch die Öffnung der Volksrepublik) und Mandopop-Sänger wie Jay Chou aus Taiwan werden im chinesischen Sprachraum hinaus erfolgreich. Eng verwoben ist in Hongkong die Cantopop- und die Filmindustrie. Viele Cantopop-Sänger sind (oder waren) auch erfolgreiche Schauspieler (z. B. Leslie Cheung, Anita Mui, Faye Wong, Vivian Chow, Leon Lai, Deric Wan, Danny Chan, Andy Lau) und viele Cantopopsongs waren für TV-Serien oder Filme aus Hongkong komponiert.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzliches

Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2018, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Hongkong Platz 70 von 180 Ländern und Territorien.[78]

Printmedien

Zeitungen und Zeitschriften gibt es sowohl auf Englisch als auch auf Chinesisch, wobei die Letzteren die Mehrheit stellen, auch einige zweisprachige Druckwerke existieren. Insgesamt existieren etwa 50 täglich erscheinende Publikationen. Alle Verlage sind privat, ein System der Presseförderung gibt es nicht. Als seriös gelten die South China Morning Post und The Standard (beide englisch), Ming Pao und Hong Kong Economic Journal (beide chinesisch). Die höchste Auflage erfahren jedoch Apple Daily und Oriental Daily News (beide chinesisch), die häufig für ihren Sensationsjournalismus kritisiert werden und auf die Privatsphäre von Personen des öffentlichen Lebens wie etwa auch von Unfallopfern keine Rücksicht nehmen.

Daneben gibt es noch die beiden Stadtmagazine HK Magazine und Time Out Hong Kong, welche sich lokalen Themen und dem Lifestyle der Stadt widmen und über kommende Veranstaltungen, Filme und ähnliches informieren. Ausländische Zeitungen sind an vielen Orten von Hongkong zu bekommen.

Radio

Hongkong verfügt über eine relativ hohe Zahl an Radiostationen, worunter sich ein öffentlich-rechtlicher Sender befindet. Dieser Sender, der Radio Television Hong Kong (RTHK), gehört allerdings nicht der Regierung und wird von dieser auch nicht kontrolliert; ihm wurde auch schon öfter vorgehalten, zu regierungskritisch zu sein. Die meisten Stationen senden auf Chinesisch (meist: Kantonesisch, auch: Hochchinesisch), einige auch auf Englisch.

Fernsehen

Alle Hongkonger Fernsehstationen sind privat, außer der einzigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Hongkongs, die RTHK. Es existieren sowohl kostenloses Privatfernsehen als auch kostenpflichtiges Bezahlfernsehen. Die Sender sind auch in anderen asiatischen Ländern beliebt. Die für das Hongkonger Fernsehen produzierte Soaps und Dramen werden im gesamten chinesischsprachigen Raum terristisch bzw. über Satelliten ausgestrahlt. Über das Web als Internetfernsehen gibt es sowohl reine Web-TV-Sender als auch Angebote der klassischen Medien gestreamt. Über Satellit können alle Sender der Welt empfangen werden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als frühere britische Kronkolonie haben die westlichen Sportarten in Hongkong, früher als in anderen Städten Chinas, Einzug gehalten. So hat Cricket eine mehr als 170 Jahre lange Tradition in Hongkong. Das erste schriftlich festgehaltene Cricketspiel war im Jahr 1841, gefolgt von der Gründung eines der ersten Cricketvereine außerhalb Englands im Jahre 1851.[79][80] Der erste Sportverein überhaupt in Hongkong wurde 1849 gegründet und war der Wassersportverein „Victoria Recreation Club“.[81] Der erste Fußballverein, der Hong Kong Football Club, wurde 1886 und die Hong Kong Football Association 1914 gegründet. Die 1908 eingeführte Hong Kong First Division League blieb bis 2014, zur Einführung der Hong Kong Premier League, die höchste Fußball-Liga der Stadt.

Hongkong hat ein eigenständiges Nationales Olympisches Komitee, die Sports Federation and Olympic Committee of Hong Kong China und nimmt seit 1952 mit einer eigenen Mannschaft an den Olympischen Sommerspielen und seit 2002 auch an den Olympischen Winterspielen teil. Bislang konnten Athleten aus Hongkong je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille gewinnen.

Hongkongs Fußballnationalmannschaft existierte bereits unter britischer Kolonialherrschaft und belegt derzeit den 169. Platz der FIFA-Weltrangliste. Pferderennen gibt es in Hongkong seit 1846. Der 1884 gegründete Hong Kong Jockey Club organisiert jährlich bis zu 700 Pferderennen auf den vom Club betriebenen Pferderennbahnen Happy Valley Racecourse und Sha Tin Racecourse. Die Hong Kong Cycling Association wurde 1960 gegründet, um den Radrennsport in Hongkong zu fördern.

Hongkong verfügt über zwei Radrennbahnen, eine offene Betonbahn in Sha Tin sowie das 2013 eröffnete Hong Kong Velodrome, das den Standards des Weltradsportverbandes UCI entspricht, so dass dort offizielle internationale Wettbewerbe stattfinden können. Hongkong war Austragungsort mehrerer sportlicher Großereignisse. Darunter der Fußball-Asienmeisterschaft 1956, Hong Kong Open 1989, Volleyball World Grand Prix (1993, 1998, 2002, 2015), Fußball-Ostasienmeisterschaft (1995), olympischen Sommerspiele 2008 im Reiten, Ostasienspiele 2009 und Prudential Hong Kong Tennis Open 2014.

In Hongkong finden jährlich mehrere lokale und internationale Sportwettbewerbe statt:[82]

Persönlichkeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter Hongkongs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Anders (* 1933), US-amerikanischer Luftwaffenoffizier und Astronaut
  • Dennis Chan (* 1949), chinesischer Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Filmproduzent
  • Jackie Chan (* 1954), Schauspieler, Martial-Arts-Künstler, Sänger und Produzent
  • Chan Wing-wah (* 1954), Komponist und Dirigent
  • Kelly Chen (* 1972), chinesische Sängerin (Cantopop) und Schauspielerin
  • Leslie Cheung (1956–2003), chinesischer Schauspieler und Sänger
  • Maggie Cheung (* 1964), chinesische Filmschauspielerin
  • Stephen Chow (* 1962), chinesischer Regisseur und Schauspieler
  • Chow Yun-Fat (* 1955), Schauspieler
  • James Clavell (1924–1994), britisch-US-amerikanischer Romanschriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur
  • Wilhelm Ehmer (1896–1976), deutscher Schriftsteller, Journalist und Zeitungsverleger
  • Timothy Fok (* 1946), Unternehmer und Sportfunktionär
  • Marco Fu (* 1978), Snookerspieler
  • Joseph Ha Chi-shing (* 1959), Weihbischof in Hongkong
  • Julia Hargreaves (* 1986), australische Springreiterin
  • Lily Ho (* 1988), Schauspielerin
  • Michael Ho alias DJ Beware (* 1978), international erfolgreicher DJ
  • Stanley Ho (* 1921), chinesischer Unternehmer und Milliardär
  • Hui Cheung-wai (* 1963), Komponist
  • Sammo Hung (* 1952), chinesischer Martial-Arts-Künstler und Regisseur
  • Katrina Kaif (* 1983), britisch-indisches Model und Schauspielerin
  • Gary Kwok (* 1966), kanadischer Autorennfahrer
  • Angel Lam (* 1978), chinesische Komponistin
  • Ringo Lam (* 1955), chinesischer Filmregisseur
  • Lam On Ki (* 1992), chinesische Sprinterin
  • Andy Lau (* 1961), chinesischer Schauspieler und Sänger
  • Emily Lau (* 1952), Journalistin und Politikerin in Hongkong; erste Frau, die direkt in den Legislativrat gewählt wurde (1991)
  • Amanda Lear (* 1939), britisch-asiatische Sängerin, Entertainerin und Tänzerin
  • Marchy Lee (* 1976), hongkong-chinesischer Rennfahrer
  • Martin Lee (* 1938), demokratischer Politiker und Oppositionsführer
  • Tony Leung Chiu Wai (* 1962), chinesischer Schauspieler
  • Herman Li (* 1976), Gitarrist der britischen Power-Metal-Band DragonForce
  • Lo Ka Chun (* 1977), Hongkonger Autorennfahrer
  • Philip Ma (* 1963), hongkong-chinesischer Autorennfahrer
  • Ma Ying-jeou (* 1950), Präsident der Republik China (Taiwan) von 2008 bis 2016
  • Mak Ka Lok (* 1965), macauischer Autorennfahrer
  • Byron Mann (* 1967), amerikanischer Schauspieler
  • Delia Mayer (* 1967), Schweizer Schauspielerin und Sängerin
  • Joseph Merszei (* 1974), macauischer Autorennfahrer
  • Anita Mui (1963–2003), chinesische Musikerin und Schauspielerin
  • Andreas Nägelein (* 1981), chinesisch-deutscher Fußballspieler
  • Charles Ng (* 1984), hongkong-chinesischer Autorennfahrer
  • David Prophet (1937–1981), britischer Autorennfahrer
  • Ebbie Tam (* 1997), chinesisch-niederländische Kinderdarstellerin
  • Johnnie To (* 1955), Filmregisseur
  • Donald Tsang (* 1944), Verwaltungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong
  • Muna Tseng, US-amerikanische Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreographin
  • Wayne Wang (* 1949), US-amerikanischer Regisseur chinesischer Herkunft
  • Jacky Wong (* 1954), deutsch-chinesischer Bodybuilder, Schauspieler, Unternehmer
  • Jamie Wong (* 1986), Radsportlerin
  • Joshua Wong (* 1996), Studentenaktivist
  • Stephen Yip (* 1971), chinesisch-US-amerikanischer Komponist und Organist
  • Lai-Sang Young (* 1952), US-amerikanische Mathematikerin chinesischer Herkunft

Persönlichkeiten, die in Hongkong gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linda Butenhoff: Social movements and political reform in Hong Kong, Westport, Conn. [u. a.]: Praeger 1999, ISBN 0-275-96293-8.
  • Frank Ching: The Li dynasty, Hong Kong aristocrats. Hong Kong, Oxford Univ. Press 1999, ISBN 0-19-590904-6.
  • G.B. Endacott: A History of Hong Kong. Oxford University Press, London 1964, 1988, ISBN 0-19-638264-5 (Das Standardwerk zur Geschichte Hongkongs).
  • Han Suyin: Alle Herrlichkeit auf Erden. (Originaltitel: A Many Splendoured Thing). Autobiographischer Roman über Hongkong in den Jahren 1949–1951. Niemeyer, Hameln 1995, ISBN 3-87585-940-5.
  • Werner Lips: Hongkong, Macau und Kanton. Reise-Know-How, Bielefeld 2002, ISBN 3-8317-1029-5.
  • Suzanne Pepper: Keeping Democracy at Bay – Hong Kong and the Challenge of Chinese Political Reform Rowman & Littlefield, Lanham 2008.
  • Kit Poon: The Political Future of Hong Kong: Democracy within Communist China Routledge, New York 2008.
  • Evelyn Lu Yen Roloff: Die Sars-Krise in Hong Kong. Zur Regierung von Sicherheit in der Global City. Transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 3-89942-612-6.
  • Hans-Wilm Schütte: Hongkong, Macau. Mairs Geographischer, Ostfildern 2004, ISBN 3-8297-0134-9.
  • Jane Setter, Cathy S. P. Wong and Brian H. S. Chan: Hong Kong English, Edinburgh University Press, Edinburgh 2010, ISBN 978-0-7486-3596-2.
  • Jung-Fang Tsai: Hong Kong in Chinese History Columbia University Press, 1995. ISBN 0-231-07933-8.
  • Steve Tsang: A Modern History of Hong Kong I.B. Tauris, London 2004. ISBN 1-86064-184-9.
  • Stefan Zimmermann: E-Government in Hongkong – Digitalisierung der Verwaltung in einer chinesischen Metropole. Ibidem, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-338-2.
  • Hongkong. Geo Special. Gruner u. Jahr, Hamburg 1995, ISSN 0342-8311.
  • Der National Geographic Walker Hongkong. Mairs Geographischer Verlag, Ostfildern 2003.
  • Im Maul des roten Drachen: Hongkong. Geo 12/1976 Seite 100–124. Gruner + Jahr, Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Hongkong – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Hongkong – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe Hong Kong Yearbook 2016 – Official Languages bzw. Basic Law, Chapter I, Article 9
  2. a b c Hong Kong Geographic Data Sheet. Survey & Mapping Office, Lands Department, abgerufen am 22. August 2018 (PDF – 951 kB, chinesisch, englisch).
  3. a b Population. Census and Statistics Department, abgerufen am 22. August 2018 (englisch).
  4. World Economic Outlook Database. In: International Monetary Fund (englisch).
  5. 2016 Human Development Report. United Nations Development Programme (UNDP), 2016.
  6. Population and Household Statistics Analysed by District Council District 2014
  7. a b Schweiz, Afrika, Asien: Hier ist es am teuersten. Mercer LLC, 17. Juni 2015, abgerufen am 17. Juni 2015.
  8. Hong Kong – the Facts. In: GovHK. Abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  9. Vergleiche Karte mit Entwicklungsverlauf (Stand 1996): Reclamation & Development in Hong Kong. In: AR/9/RD 1996 Edition. Survey and Mapping Office, Lands Department, abgerufen am 18. April 2014 (JPEG; 7,2 MB, englisch).
  10. Bevölkerungswachstum in Hongkong, Weltbank, abgerufen am 26. Februar 2018
  11. a b c d e The World Factbook — Central Intelligence Agency. Abgerufen am 4. August 2017 (englisch).
  12. World Population Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 4. August 2017.
  13. The World Bank – Life expectancy at birth, total (years). Abgerufen am 20. Juli 2015.
  14. Census and Statistics Department – Hong Kong Special Administrative Region: 2011 Population Census – Thematic Report: Ethnic Minorities; S. 28. Abgerufen am 20. Juli 2015.
  15. a b District Profiles. 2016 Population By-census, abgerufen am 26. Oktober 2018 (englisch).
  16. a b c d e f g h i j Census and Statistics Department: Growth of Overall Population (Both Sexes), 21. Februar 2012. Abgerufen am 18. August 2013.
  17. Einwohnerzahl Hongkong - Abgerufen am 30. Juni 2017 - citypopulation.de - Online
  18. a b Juliana Liu: Cantonese v Mandarin: When Hong Kong languages get political. BBC News, 29. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch).
  19. Cardinal Tong hopes for improved and sincere dialogue with China’s new leaders (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive), La Stampa
  20. Hong Kong Public Libraries – Locations and Opening Hours. Abgerufen am 28. Februar 2012.
  21. Hong Kong Public Libraries – Introduction – Hong Kong Central Library. Abgerufen am 9. Oktober 2016.
  22. Hongkong: Käfigmenschen im teuersten Immobilienmarkt der Welt; ARD Tagesschau / Weltspiegel, 10. Dezember 2017, abgerufen am 24. Februar 2018
  23. Mercer's 2018 Quality of Living Rankings. Abgerufen am 18. August 2018 (englisch).
  24. a b c d Hong Kong Housing Authority – Public Housing Development. Abgerufen am 21. Juli 2015.
  25. a b Dan Bloom: Hong Kong’s ‚aged dogs‘: Poverty-stricken people forced to live like animals in one of the world’s wealthiest and most densely populated cities. In: Daily Mail, 13. Februar 2014.
  26. a b Misereor Ihr Hilfswerk – Ausstellung „Daheim auf 2qm“. Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., abgerufen am 8. Juni 2018.
  27. Thomas Heberer, Claudia Derichs: Einführung in die politischen Systeme Ostasiens. Springer, Heidelberg 2008, S. 192.
  28. Tobias Voß: China: Wirtschaft und Entwicklung. In: LIPortal, abgerufen am 24. Februar 2018.
  29. Hong Kong: 20% der Einwohner Leben in Armut. In: HotNews, 20. November 2017, abgerufen am 25. Februar 2018.
  30. Hongkong: Käfigmenschen im teuersten Immobilienmarkt der Welt. In: ARD Tagesschau / Weltspiegel, 10. Dezember 2017, abgerufen am 24. Februar 2018.
  31. a b Lohn- und Lohnnebenkosten – Hongkong. In: Germany Trade & Invest, 25. April 2017, abgerufen am 24. Februar 2018.
  32. Lohn- und Lohnnebenkosten – Hongkong. In: Germany Trade & Invest, 25. April 2017, abgerufen am 24. Februar 2018. Michael Lorenz: Investment in Hongkong. Das Rechts- und Steuerhandbuch für den Praktiker. Springer, Heidelberg 2014, S. 90 f.
  33. A Concise Guide to the Employment Ordinance. The Gouvernment of Hongkong, abgerufen am 24. Februar 2018.
  34. Leben und arbeiten in Hongkong (PDF). Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), abgerufen am 24. Februar 2018.
  35. Altersvorsorge in Hongkong. In: Just Landed International, abgerufen am 24. Februar 2018.
  36. Mehr Frust als Lust – Wahlen und wählen in Hongkong. In: Stiftung Asienhaus, 17. August 2014, abgerufen am 23. Februar 2018. Regierungsangaben Hongkong, abgerufen am 24. Februar 2018.
  37. Legco election 2016. In: South China Morning Post, 6. Februar 2014, abgerufen am 23. Februar 2018. Thomas Heberer, Claudia Derichs: Einführung in die politischen Systeme Ostasiens. Springer, Heidelberg 2008, S. 192. Nele Noesselt: Chinesische Politik. Uni-Taschenbücher, 2016, S. 83 f.
  38. Convention between the United Kingdom and China, Respecting an Extension of Hong Kong Territory, 1898 (PDF)
  39. Junius P. Rodriguez: The Historical Encyclopedia of World Slavery. Band 1 bis 7. ABC-CLIO, 1997, S. 404.
  40. Ernst Boerschmann: Hongkong, Macau und Kanton. Walter de Gruyter, 2015, S. 89.
  41. Oliver Fülling: Shanghai. Die Bewegung des 30. Mai. Mair Dumont DE, 2015, S. 80.
  42. Richard W. Rigby: The May 30 Movement. Events and Themes. Australian National University Press, 1980, S. 21 f.
  43. Birgit Morgenrath: Unsere Opfer zählen nicht. Verlag Assoziation A, 2005, S. 297.
  44. Thomas Seifert: Die pazifische Epoche. Paul Zsolnay Verlag, 2015; S. 194.
  45. Han-Jung Ziemann: Die Beziehungen Sinkiangs (Ostturkestan) zu China und der UdSSR. Studienverlag N. Brockmeyer, 1984, S. 210.
  46. Auswärtiges Amt – Hongkong: Wirtschaft
  47. Andrew Jacobs: Hong Kong Democracy Standoff, Circa 1960. In: The New York Times. 27. Oktober 2014, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 29. Juni 2016]).
  48. Nele Noesselt: Chinesische Politik. Uni-Taschenbücher, 2016, S. 84.
  49. a b c Mehr Frust als Lust – Wahlen und wählen in Hongkong; Stiftung Asienhaus, 17. August 2014, abgerufen am 23. Februar 2018
  50. Legco election 2016; South China Morning Post Publishers Ltd., 6. Februar 2014, abgerufen am 23. Februar 2018
  51. Hong Kong legislators reject China-backed reform bill; CNN, 19. Juni 2015, abgerufen am 23. Februar 2018
  52. Markus Ackeret: Volkswahl in engem Korsett. In: Neue Zürcher Zeitung. 31. August 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014.
  53. Hongkong – Was will „Occupy-Central“? Deutsche Welle vom 29. September 2014
  54. http://www.n-tv.de/politik/China-Kritiker-triumphieren-in-Hongkong-article18566411.html
  55. Thomas Heberer, Claudia Derichs: Einführung in die politischen Systeme Ostasiens. Springer-Verlag, 2008, S. 192.
  56. Austin Ramzy: Carrie Lam Is Sworn In as Hong Kong’s First Female Leader. In: The New York Times. 30. Juni 2017, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 1. Juli 2017]).
  57. Valentin Simettinger: Längste Seebrücke der Welt wird eröffnet. In: orf.at. 29. September 2018, abgerufen am 29. September 2018.
  58. Hongkong: Weltweit längste Brücke in China eröffnet. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 23. Oktober 2018]).
  59. Hong Kong The Facts: Transport. Hong Kong Transport Department, abgerufen am 22. August 2018 (PDF – 217 kB, englisch).
  60. ADAC Reiseführer – Hongkong und Macau, Seite 29
  61. Anke Kausch: China: die klassische Reise – Kaiser- und Gartenstädte, Heilige Berge und Boomtowns. Dumont – Kunst Reiseführer. Seite 391
  62. http://www.cato.org/pub_display.php?pub_id=6559
  63. Exports of goods and services (current US$) | Data. Abgerufen am 4. August 2017 (amerikanisches Englisch).
  64. EU will neue schwarze Liste von Steueroasen auf Trend.at, 28. Januar 2016 abgerufen am 20. Februar 2016
  65. Country/Economy Profiles. In: Global Competitiveness Index 2017-2018. (weforum.org [abgerufen am 4. Dezember 2017]).
  66. http://www.heritage.org/index/ranking
  67. Rachel Butt: Shenzhen Overtakes Hong Kong as Third Busiest Container Port. In: Bloomberg.com. 16. Januar 2014, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  68. a b Hong Kong SAR, China | Data. Abgerufen am 4. August 2017 (amerikanisches Englisch).
  69. a b Germany Trade & Invest
  70. Germany Trade and Invest GmbH: GTAI - Startseite. Abgerufen am 4. August 2017.
  71. Hong Kong Global Geopark (香港世界地質公園 / 香港世界地质公园), (chinesisch, deutsch): http://www.discoverhongkong.com/de/see-do/great-outdoors/nature-parks/hong-kong-unesco-global-geopark.jsp auf discoverhongkong.com, Abgerufen am 21. Juli 2017
  72. „Hong Kong Global Geopark (香港世界地質公園 / 香港世界地质公园)“, (chinesisch, englisch): http://www.geopark.gov.hk/en_index.htm auf geopark.gov.hk, Abgerufen am 21. Juli 2017
  73. „Hong Kong Global Geopark (香港世界地質公園 / 香港世界地质公园)“, PDF-Datei; 6,3MB, (chinesisch, englisch): http://www.geopark.gov.hk/publications/Geopark_Leaflet.pdf auf geopark.gov.hk, Abgerufen am 21. Juli 2017
  74. 郊野樂行 Enjoy Hiking (Memento vom 13. Januar 2013 im Internet Archive)
  75. Staff reporters: Hong Kong government plans film guarantee fund. In: screendaily.com. 23. Oktober 2002, abgerufen am 4. Oktober 2018 (englisch).
  76. Hong Kong Government Press Release: Film Guarantee Fund extended for two years. In: info.gov.hk. 14. Dezember 2004, abgerufen am 4. Oktober 2018 (englisch).
  77. Hong Kong Film Development Council Press Release: Film Guarantee Fund approves new loan guarantee. In: fdc.gov.hk. 6. Juni 2007, abgerufen am 4. Oktober 2018 (englisch).
  78. Rangliste der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen, abgerufen am 22. Mai 2018.
  79. Hong Kong Cricket Association – History of Cricket In Hong Kong – Chronology. Archiviert vom Original am 18. Mai 2015; abgerufen am 15. Mai 2015.
  80. The Hong Kong Cricket Club – The Club – History. Abgerufen am 15. Mai 2015.
  81. S. F. Lam,Julian W. Chang: The Quest for Gold: Fifty Years of Amateur Sports in Hong Kong, 1947–1997. Hong Kong University Press, Hong Kong 2005, S. 11 ff.
  82. Discovery Hong Kong – Hong Kong’s Highlight Events – Sports and Recreation. Abgerufen am 14. Mai 2015.

Koordinaten: 22° 18′ N, 114° 10′ O

Dieser Artikel wurde am 21. September 2004 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.