Hoppegarten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hoppegarten
Hoppegarten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hoppegarten hervorgehoben
Koordinaten: 52° 30′ N, 13° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 31,98 km2
Einwohner: 17.806 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 557 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15366
Vorwahlen: 03342, 030
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 227
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenallee 14
15366 Hoppegarten
Webpräsenz: www.gemeinde-hoppegarten.de
Bürgermeister: Karsten Knobbe (Die Linke)
Lage der Gemeinde Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Die Rennbahngemeinde Hoppegarten ist eine amtsfreie Gemeinde im Westen des Landkreises Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie entstand zum 26. Oktober 2003 durch den gesetzlich verfügten Zusammenschluss der drei Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow und Münchehofe. Am 22. März 2018 beschloss die Gemeindevertretung den Namenszusatz "Rennbahngemeinde".[2]

Der Name Hoppegarten leitet sich von Hopfen her.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist durch einen nach Osten hervorragenden „Sporn“ des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf zweigeteilt: im Norden der Ortsteil Hönow, im Süden die Ortsteile Dahlwitz-Hoppegarten und Münchehofe. Die Gemeinde grenzt im Nordwesten und Norden an die amtsfreie Gemeinde Ahrensfelde, im Osten an die amtsfreie Stadt Altlandsberg und an die amtsfreie Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, im Südosten an Schöneiche bei Berlin, im Süden an den Berliner Bezirk Treptow-Köpenick und im Westen an den Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Berlin).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich laut Hauptsatzung[3] in die drei Ortsteile

und die Wohnplätze Heidemühle, Hönow Dorf, Hönow Nord, Hönow Süd, Mönchsheim, Neubirkenstein und Ravenstein[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Gemeinde Hoppegarten ist bis 2003 die Geschichte von ursprünglich vier, später drei ehemals selbstständigen Gemeinden und weiteren kleineren Siedlungen (heute Gemeindeteile und Wohnplätze) (siehe: entsprechende Ortsartikel).

Zur Verwaltung der vielen, z. T. sehr kleinen Gemeinden wurde 1992 in Brandenburg die Ämterverwaltung eingeführt. Am 11. September 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Hoppegarten.[5] Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 15. September 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten und bestand zunächst aus drei Gemeinden im damaligen Kreis Strausberg:

  • Hönow
  • Dahlwitz-Hoppegarten
  • Münchehofe

Zum 26. Oktober 2003 wurden die drei amtsangehörigen Gemeinden per Gesetz zur neuen Gemeinde Hoppegarten zusammengeschlossen. Das Amt Hoppegarten wurde aufgelöst und die Gemeinde Hoppegarten amtsfrei.[6] Die ehemaligen Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten und Hönow klagten erfolglos gegen den „Zusammenschluss von oben“ vor dem Landesverfassungsgericht; die Klagen wurden zurückgewiesen.[7][8]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2003 13 958
2004 14 367
Jahr Einwohner
2005 14 715
2006 15 176
2007 15 934
2008 16 585
2009 16 684
Jahr Einwohner
2010 16 802
2011 16 651
2012 16 575
2013 16 920
2014 17 002
Jahr Einwohner
2015 17 636
2016 17 806

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[9][10] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus
Gemeindesaal

Die Gemeindevertretung der Gemeinde besteht aus 28 Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 brachten folgende Sitzverteilung[11]:

  • Die Linke: 8 Sitze (−1 Sitz im Vergleich zur Kommunalwahl 2008)
  • CDU: 6 Sitze (+/- 0)
  • SPD: 4 Sitze (+/- 0)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 2 Sitze (+1)
  • Bündnis für Hoppegarten: 1 Sitz (+1)
  • Siedlergemeinschaft Birkenstein: 1 Sitz (+/- 0)
  • Vereinigte Bürgerbewegung Hoppegarten: 1 Sitz (+/- 0)
  • Freie Wähler Hoppegarten: 1 Sitz (−1)
  • FDP: 1 Sitz (−1)
  • Initiativgruppe der Eigenheimbesitzer Hoppegarten: 1 Sitz (+/- 0)
  • Bürgerkomitee: 1 Sitz (+/- 0)
  • Pro Zukunft Märkisch-Oderland: 1 Sitz (+1)

Vorsitzender der Gemeindevertretung ist Christian Arndt (Bündnis 90/Die Grünen).[12]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2011 Klaus Ahrens (CDU)[13]
  • seit 2011 Karsten Knobbe (Die Linke)

Knobbe wurde in einer Stichwahl am 25. September 2011 mit 53,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren[14] gewählt.[15] Knobbe war während seines Studiums in Moskau als Inoffizieller Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR tätig. Er veröffentlichte während des Wahlkampfes auf seiner Homepage Ausschnitte aus Akten und seine eigene Sicht auf diese Tätigkeit.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. Juli 2006 genehmigt.

Blasonierung: „Halb gespalten und im Dornenschnitt geteilt von Grün, Silber und Blau; Feld 1: ein nach oben geöffnetes silbernes Hufeisen, Feld 2: eine grüne Hopfendolde mit Stiel und Blatt und Feld 3: eine schräglinke silberne Schildkröte.“[16]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoppegarten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den Gemeinden Iffezheim in Baden-Württemberg sowie Rzepin in Polen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe: Liste der Kulturdenkmale in Hoppegarten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zum Bahnhof Hoppegarten (Mark)
Busbahnhof am Bahnhof Hoppegarten (Mark)

Hoppegarten liegt an der Bundesstraße 1 / 5 zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Mahlsdorf) und Müncheberg. Die Landesstraße L 339 zwischen Ahrensfelde und der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Friedrichshagen) durchquert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung.

Hoppegarten liegt an der Preußischen Ostbahn und besitzt zwei Stationen (Birkenstein und Hoppegarten (Mark)) der Linie S 5 der S-Bahn Berlin. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Hoppegarten–Altlandsberg wurde 1965 eingestellt.

Über die Linie U 5 ist der Ortsteil Hönow an das Berliner U-Bahn-Netz angeschlossen. Zudem ist Hoppegarten durch einige Buslinien an das Umland angebunden.

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hoppegarten hat das Bundesarchiv seit 1997 ein Zwischenarchiv für die obersten Bundesbehörden in Berlin. In einem Spezialmagazin sind auch Teile des Bundesfilmarchivs mit rund 70.000 Rollen Zellulosenitratfilme gelagert. Der Magazinneubau kann 65.000 laufende Meter Akten aufnehmen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat seinen Sitz ebenfalls in Hoppegarten.

Im Ortsteil Hönow befindet sich eine Geschäftsstelle der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten befindet sich die Median Klinik Hoppegarten, eine Rehabilitationsfachklinik für Orthopädie, Rheumatologie, Unfallverletzungen und Schmerztherapie.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten wurde durch die 1868 eröffnete Galopprennbahn Hoppegarten berühmt. Sie entwickelte sich bis zum Ersten Weltkrieg zur wichtigsten deutschen Rennbahn. Jetzt finden pro Jahr unter internationaler Beteiligung bis zu elf Renntage statt,

1976 gewannen der Schütze Norbert Klaar und 1980 der Judoka Dietmar Lorenz eine olympische Goldmedaille. Beide traten für den SC Dynamo Hoppegarten an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoppegarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hoppegarten - Nun höchst offiziell auch Rennbahngemeinde. Abgerufen am 24. März 2018.
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Hoppegarten vom 24. März 2009 Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/daten.verwaltungsportal.dePDF
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Hoppegarten
  5. Bildung der Ämter Friedland/Niederlausitz und Hoppegarten. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 11. September 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nr. 75, 5. Oktober 1992, S. 1869.
  6. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 01. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  7. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Hönow (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten
  8. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten
  9. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22–25
  10. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  11. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  12. Neuer Vorsitzender der Gemeindevertretung gewählt. auf der Website der Gemeinde Hoppegarten
  13. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 26
  14. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  15. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. September 2011
  16. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  17. a b Ehrenbürger der Gemeinde Hoppegarten