Horn TG

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Hornf zu vermeiden.
Horn
Wappen von Horn
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Arbon
BFS-Nr.: 4421i1f3f4
Postleitzahl: 9326
Koordinaten: 752542 / 262355Koordinaten: 47° 29′ 39″ N, 9° 27′ 47″ O; CH1903: 752542 / 262355
Höhe: 402 m ü. M.
Fläche: 1,7 km²
Einwohner: 2600 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 1529 Einw. pro km²
Website: www.horn.ch
Schloss Horn

Schloss Horn

Karte
Emerzer Weier Biesshofer Weier Schlossweier SG Bodensee Kanton St. Gallen Kanton St. Gallen Bezirk Kreuzlingen Bezirk Weinfelden Amriswil Arbon Dozwil Egnach Hefenhofen Horn TG Kesswil Roggwil TG Romanshorn Salmsach Sommeri UttwilKarte von Horn
Über dieses Bild
w
Strandpromenade Horn

Horn ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horn ist der östlichste Ort des Kantons. Als Exklave ist sie umgeben vom Kanton St. Gallen. Der Ort wird im Osten von Goldach, im Süden durch Tübach und im Westen durch Steinach begrenzt. Der Bodensee bildet die nördliche Grenze. Die Gemeinde zählt drei Hafenanlagen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Horn wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Bartholomäus Schobinger für das Kloster Ochsenhausen erbaut. Im Jahre 1769 wurde es durch den Bündner General Johann Viktor III. von Travers erworben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horn wurde erstmals 1155 in einer Urkunde ausgestellt von Kaiser Friedrich Barbarossa als Horna erwähnt. In der Urkunde bestätigt der Kaiser bestehende Landrechte des Fürstbischofs von Konstanz [2] Im Gegensatz zum umliegenden Gebiet, welches der Fürstabtei St Gallen unterstand, unterstand Horn immer dem Fürstbischof von Konstanz. Horn wurde von Arbon aus verwaltet. Horn bestand primär aus einem Gutshof, dem Kellhof.[3] 1460 kam Horn zusammen mit dem heutigen Thurgau als gemeine Herrschaft an die Alte Eidgenossenschaft.[4] Der Eigentum des Kellhof verblieb aber weiterhin bei Konstanz. Mit der Schaffung der Helvetischen Republik 1798 sollte Horn dem Kanton Säntis zugeschlagen werden. Der damalige Regierungsstatthalters Sauter in Arbon verhinderte dies, indem er erfolgreich mit den engen, jahrhundertelangen Verbindungen von Horn zu Arbon argumentierte. Mit der Mediationsakte von 1803 wurde Horn Teil des heutigen Kanton Thurgau. Aus dem Kanton Säntis und Teilen des Kanton Linth entstand der heutige Kanton St. Gallen. 1816 wurde Horn unabhängig von Arbon und bildete eine eigene politische Gemeinde.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theo Glinz (1890–1962), Maler, Zeichner, Grafiker, lebte ab 1927 im Schloss Horn.
  • Rupert Moser (* 1944), emeritierter Professor für Afrikanistik, Kiswahili-Autor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Horn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016, Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung
  2. Geschichte der Gemeinde Horn Der Name Horn tauchte als «Horna» erstmals im Jahre 1155 in einer von Kaiser Friedrich Barbarossa ausgestellten Urkunde auf.
  3. Geschichte der Gemeinde Horn Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete der Kellhof einen grossen Gutsbetrieb mit viel Ackerland und Reben.
  4. Historisches Lexikon der Schweiz
  5. Geschichte der Gemeinde Horn Das Gesetz zur "Neuen politischen Einteilung des Kantons Thurgau" vom Jahr 1816 bestimmt Horn als Munizipalgemeinde im Amtsbezirk Arbon.