Hornheimer Riegel

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Hornheim am Hornheimer Riegel (Adolph Burmester)
Eiderknick vor Kiel

Der Hornheimer Riegel ist eine Endmoräne im Süden von Kiel. Sein Name geht auf drei Psychiater zurück.

Entstehung, Bedeutung und Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Vorstoß des Gletschers an der Stelle der Kieler Förde ließ Düsternbrook als Seitenmoräne und den Hornheimer Riegel als Endmoräne entstehen.[1] Er „riegelt“ das ehemalige einheitliche Schmelzwassertal in zwei Abschnitte, in die Förde im Norden und die Eider im Süden. Fünf Kilometer vor der Ostsee zwingt er die nach Norden fließende Eider nach Westen. Bis zur Nordsee hat sie noch 180 Kilometer vor sich. Der Wallrücken fällt recht steil ab und wird nach Westen von der (alten) Hamburger Chaussee und dem Petersburger Weg begrenzt. Im westlichen Teil wurde ein Truppenübungsplatz angelegt, als die Stadt zu nahe an den Exerzierplatz am Kuhberg herangewachsen war.[2][3] Auf dem Osthang entstand in den 1930er-Jahren eine Eisenbahnersiedlung an der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Kiel. Sie reichte bis zur Ostseite der Schwanebeckstraße. Oberhalb der Bundesstraße 4 liegt das 70 Hektar große Vieburger Gehölz mit dem Fernmeldeturm Kiel.

Seinen Namen verdankt der Hornheimer Riegel dem Hornheim. 1845 hatte Peter Willers Jessen seine neue Privatklinik nach zwei Berliner Psychiatern benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entstehung der Kieler Förde und ihrer Moränen (Studienprojekt 2007/08 der CAU) (PDF; 1,8 MB)
  2. Kiel Lexikon, Wachholtz Verlag
  3. Im Kieler Matrosenaufstand diente der Exerzierplatz als Versammlungsort der Matrosen

Koordinaten: 54° 17′ 51,2″ N, 10° 7′ 24,8″ O