Hornow-Wadelsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lage von Hornow-Wadelsdorf im Landkreis Spree-Neiße

Hornow-Wadelsdorf, niedersorbisch Lěšće-Zakrjejc, war eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg, die vom 31. Dezember 2001 bis zum 31. Dezember 2015 existierte.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde lag im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz nahe der Grenze zum Freistaat Sachsen und zu Polen im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Auf einer Fläche von 21,36 km² lebten 603 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2014). Ortsteile waren Hornow (sorb. Lěšće) und Wadelsdorf (Zakrjejc). Die Postleitzahl war 03130, die Telefonvorwahl 035698.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hornow-Wadelsdorf entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Hornow und Wadelsdorf.[1] Die Gemeinde gehörte dem Amt Döbern-Land an. Am 1. Januar 2016 wurde Hornow-Wadelsdorf in die Stadt Spremberg eingemeindet.[2] Hornow und Wadelsdorf bilden seither eigenständige Ortsteile von Spremberg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Hornow-
Wadelsdorf
Hornow Wadelsdorf
1875 - 510 199
1910 - 619 187
1939 - 516 154
1946 - 625 188
1950 - 636 196
1971 - 509 220
1990 - 462 241
1995 - 457 226
2000 - 467 244
2001 693
2005 666
2010 605
2011 619
2012 616
2013 607
2014 603

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[3][4] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin war Antoinette Leesker[5], die letzte Gemeindevertretung hatte 8 Mitglieder mit 5 Sitzen für die Wählergruppe Für Hornow-Wadelsdorf sowie 3 für die SPD.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Hornow

In der Dorfkirche zur Hornow wurde der spätere Pionier Carl Klinke getauft. Eine Gedenktafel neben dem Altar erinnert an den so genannten „Düppelstürmer“: „Karl / Klinke / geb. den 15. Juni 1840 / zu Bohsdorf / Pionier im 3. Bataillon / fand den Heldentod / beim Sturm auf Schanze / II vor Düppel / den 18. April 1864 / Ein braver Soldat / Treu bis in den Tod / Gott und seinem König / Die Königl. II Cavallerie Brigade“.

  • Rieseneiche neben der Kirche mit einem Brusthöhenumfang von 7,36 m (2016).[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hornow-Wadelsdorf lag im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Buslinien 56 und 178 von Neißeverkehr verbanden das Doppeldorf mit dem nächsten Bahnhof im etwa zehn Kilometer entfernten Spremberg, wochentags auch mit Forst (Lausitz).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hornow-Wadelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  2. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2016 StBA
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 18–21
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014 (Memento des Originals vom 3. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-berlin-brandenburg.de
  5. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017