Horst Ebenhöh

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Horst Ebenhöh (* 16. Mai 1930 in Wien) ist ein österreichischer Komponist und Musikerzieher. Von seinen zahlreichen Werken wurde besonders Die Pfaffenberger Nacht (1970) nach Eduard Kranner bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenhöhs Eltern waren nach dem Ersten Weltkrieg aus Westböhmen nach Wien übergesiedelt. Er begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel[1] und war, bis zur kriegsbedingten zweijährigen Unterbrechung, Schüler von Roland Raupenstrauch. Nachdem er 1945 nach Wien zurückgekehrt war, setzte er sein Klavierstudium bei Richard Hauser am Konservatorium der Stadt Wien fort. Danach wechselte er an die damalige Musikakademie, an der er nach seinem Matura-Abschluss Musikpädagogik und Klavier bei Doris Leischner studierte. Parallel dazu studierte er an der Universität Wien Geographie.

Horst Ebenhöh unterrichtete 36 Jahre an Gymnasien als Professor für Musik und Geographie, seit 1990 lebt er bei Dürnstein (Niederösterreich), wo er sich hauptberuflich dem Komponieren widmet. Bestimmt werden seine Kompositionen vor allem vom Rhythmus, Motivbildungen sowie Klang- und Geräuschfarben; Tonalität und rationale Überlegungen stehen eher im Hintergrund.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ensemblemusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sonate für Violine und Klavier – in C-Dur, op. 1/1 (1949–1950)[5]
  • Variationen im alten Stil über ein Thema von Franz Schubert – Für Klavier zu vier Händen, op. 2b (1950)[5]
  • Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier, op. 6 (1961)[5]
  • Suite „Das unvollständige Streichquartett“, op. 9/2 (1965)[5]
  • Musik für Streicher, op. 12 (1966)[5]
  • Sonatine für Violoncello und Klavier, op. 17/1 (1967)[5]
  • Divertimento für Flöte und Klavier, op. 20/1 (1968)[5]
  • Heiteres Finale für drei Violinen, Violoncello und Klavier, op. 20/1 (1969)[5]
  • Die Pfaffenberger Nacht – Musikalische Humoreske für fünf Sänger und fünf Instrumentalisten nach einem Text von Eduard Kranner, op. 24 (1970)[5]
  • 3 Tänze aus der Oper „Sultan zu verkaufen“, op. 30/1 (1972)[5]
  • Einige Minuten für Klaviertrio, op. 32/1 (1973)[5]
  • 14 Epigramme für drei Posaunen, op. 42/1 (1977)[5]
  • Sonate Nr. 3 für Violine und Klavier, op. 50/1 (1980)[5]
  • Konzert für Bassposaune, Streicher und Schlagzeug, op. 54 (1981)[5]
  • Diaphonie für Schlagzeug und Klavier, op. 65/1 (1984)[5]

Orchestermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kammerkonzert für Klavier und kleines Orchester – „Schülerkonzert“, op. 3 (1957)[5]
  • 12 kleine Stücke für Streichquartett, op. 5 (1959)[5]
  • Musik für Klavier und Orchester, op. 13/1 (1966)[5]
  • 4 Szenen für Orchester, op. 21/2 (1969)[5]
  • Konzert für Violine, Streichorchester und Schlagzeug, op. 29 (1972)[5]
  • Kolloquium für Posaune, Schlagzeug und Orchester, op. 42/2a (1977)[5]
  • Konzert für Violine, Viola und Orchester, op. 52 (1980)[5]
  • Nocturne für kleines Orchester, op. 62/1 (1982)[5]
  • Konvokation für kleines Orchester, op. 62/2 (1984)[5]
  • Einige Minuten für Orchester, op. 103/2 (2003)[5]
  • Konzert für 2 Violoncelli und Orchester, op. 127 (2016)[5]

Geistliche Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Virata – Oratorium nach der Legende „Die Augen des ewigen Bruders“ von Stefan Zweig, op. 4a (1960)[5]
  • Wenn ich betrübt bin – Kantate nach Psalmentexten für Sopran, Baß, gemischten Chor, Orgel und Schlagzeug, op. 35 (1975)[5]
  • Von der Hoffnung – Kammeroratorium für Mezzosopran, Bariton, dreistimmig gemischten Chor, Streicher, Flöte und Schlagzeug, op. 59 (1982)[5]
  • Harmonische Messe – Deutsches Ostersonntags-Proprium, op. 60/3 (1987)[5]
  • Harmonische Messe – Deutsches Proprium für die Weihnacht, op. 60/4 (1989)[5]
  • Lateinische Orgelmesse – im alten Stil für gemischten Chor und Orgel, op. 83/2 (1996)[5]
  • Missa a capella, op. 83/3 (1998)[5][5]
  • Missa brevis – Kammermusikmesse, op. 60/6 (2009)[5]
  • „Amen“ (a cappella) aus d. Psalmenkantate, op. 119/2 (2011)[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barbara Boisits, Georg Demcisin: Ebenhöh, Horst. In: Oesterreichisches Musiklexikon online; abgerufen am 11. März 2021.
  2. Preisträger des Förderungspreises (der Stadt Wien) auf Wien Geschichte Wiki
  3. Rudolf Flotzinger: Preise/Preisträger. In: Oesterreichisches Musiklexikon online; abgerufen am 11. März 2021.
  4. Preisträger des Kulturpreises des Landes Niederösterreich (PDF; 2,8 MB) in der Festschrift anlässlich 50 Jahre Kulturpreis Niederösterreich (S. 121)
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj Werkeverzeichnis Horst Ebenhöh. In: Musikdatenbank von mica – music austria, 19. Februar 2021; abgerufen am 29. April 2021.