Horst Holzmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Horst Holzmann Straßenradsport
Zur Person
Geburtsdatum 27. April 1930
Sterbedatum 26. Februar 2014
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Bahn/Straße
Funktion Fahrer
Infobox zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2016

Horst Holzmann (* 27. April 1930 in Neu-Isenburg; † 26. Februar 2014 ebenda) war ein deutscher Radsportler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 17-Jähriger holte Horst Holzmann seinen ersten deutschen Meistertitel auf der Straße.[1] 1950 wurde er gemeinsam mit Theo Intra in Dudenhofen mit fünf Runden Vorsprung deutscher Meister im Zweier-Mannschaftsfahren der Amateure[2], im selben Jahr entschied er Rund um Köln nach einer 146 Kilometer langen Alleinfahrt für sich und düpierte die im Vorfeld genannten Favoriten auf den Sieg wie Willi Irrgang und Valentin Petry.[3] 1951 errang Holzmann in Bielefeld ebenfalls mit großem Vorsprung den Titel des deutschen Meisters im Straßenrennen der Amateure.[1]

1953 belegte Holzmann bei der Europameisterschaft im Steherrennen den zweiten Platz hinter Adolph Verschueren aus Belgien.[4] 1954 wurde er Profi und startete anschließend auch bei 24 Sechstagerennen. Ein Sieg gelang ihm nicht, aber zweite und dritte Plätze in Dortmund und Berlin.

1959 beendete Horst Holzmann seine Radsportlaufbahn. Er eröffnete 1972 ein Geschäft für Zeitschriften, Kleinartikel und Lotto/Toto sowie 1978 eine Fahrradhandlung im Isenburg-Zentrum; letztere wurde seit 1996 von seinem Sohn Jürgen Holzmann geführt.[5][1][6] Dem Radsport blieb er verbunden, unter anderem als Sportlicher Leiter des Frankfurter Sechstagerennens oder 1980 als mitverantwortlicher Organisator rund um den Tour-de-France-Start in Frankfurt am Main.[7]

Bei der Trauerfeier für Holzmann nach dessen Tod im Jahre 2014 sagte der Radsportjournalist Helmer Boelsen: „Horst Holzmann war ein Kämpfer, der sich nicht schonte. Als er nach einem Sturz auf der Bahn im Waldstadion die ganze Seite seines Körpers aufriss, startete er drei Tage später schon wieder bei einem großen Rennen, um dann später aber vor lauter Schmerzen aufzugeben.“ Von Frankfurt bis Dortmund hätten ihn die Zuschauer bei Sechstage-Rennen oft mit Sprechchören gefeiert, „weil er einer war, der im Sattel alles gab“.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1950
1951
  • MaillotAllemania.svg Deutscher Amateur-Meister - Straßenrennen
1953
  • Silber Europameisterschaft - Steherrennen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Horst Reber: Radrennsport-Idol beigesetzt. In: Neu-Isenbuerger Neue Presse. 1. Juni 2016; abgerufen am 19. Juni 2016.
  2. Radsport. Illustrierter Radrennfaport. Amtliches Organ des Bundes Deutscher Radrennfahrer. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof. Köln. Nr. 31/1. August 1950. S. 2.
  3. Radsport. Illustrierter Radrennfaport. Amtliches Organ des Bundes Deutscher Radrennfahrer. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof. Köln. Nr. 10/8. Mai 1950. S. 3.
  4. Die Europameisterschaften vor Gründung der „Union Européenne de Cyclisme“ (UEC) im Jahre 1995 gelten als inoffiziell, da sie bis zu diesem Zeitpunkt in der Regel Einladungsrennen waren, an der auch nicht-europäische Fahrer teilnehmen konnten.
  5. hre: Treffen wagemutiger IZ-Ikonen. Cäsare Spezzano und Horst Holzmann haben es nie bereut, sich als Geschäftsleute im IZ niederzulassen. Die beiden verbindet eine Freundschaft. In: Frankfurter Neue Presse, Südausgabe, Lokales. 1. Juli 2010, S. 2 (Zugriff am 20. Juni 2016 über Genios).
  6. Fahrrad-Holzmann: Zwei Wochen lang 20 % Geburtstags-Rabatt. In: Der Isenburger. Juni 2004, S. 34; abgerufen am 20. Juni 2016.
  7. Der Radsport trauert um Horst Holzmann. In: rad-net.de. 4. März 2014; abgerufen am 19. Juni 2016.