Horst Laubenthal

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Horst Rüdiger Laubenthal (* 8. März 1939 in Eisfeld, Thüringen; eigentlich Horst Neumaier[1]) ist ein deutscher Tenor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Laubenthal absolvierte von 1960 bis 1965 ein Musikstudium an der Musikhochschule München. Gesang studierte er privat bei Ks. Rudolf Laubenthal. 1966 wurde er Preisträger beim Gesangswettbewerb des VDMK in Berlin. Seit seinem erfolgreichen Operndebüt 1967 als Don Ottavio in Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart beim Mozartfest Würzburg gehörte Laubenthal zur Elite der lyrischen Tenöre und machte sich besonders als Mozart-Sänger auch international einen Namen.

1968 sang er bei den Salzburger Festspielen in der Oper Zaide von Mozart die Rolle des Gomez. Ab 1968 war er festes Ensemble-Mitglied an der Staatsoper Stuttgart, ab 1973 hatte er zusätzlich einen Festvertrag mit der Deutschen Oper Berlin. 1970 erfolgte sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Steuermann im Fliegenden Holländer. 1970 holte ihn Herbert von Karajan zu den Oster- und Sommerfestspielen nach Salzburg.

Laubenthal war ständiger Gast an allen großen Opernhäusern: Staatsoper Wien, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Hamburg, Bayerische Staatsoper München, Opernhaus Zürich, am Teatro Colón in Buenos Aires und an der Grand Opéra Paris. Außerdem sang er in Lissabon, Mailand, Catania, Madrid, Neapel und New York.

Das Repertoire von Laubenthal reichte von der Vorklassik bis in die Moderne. Er sang neben den Mozartpartien auch Partien des slawischen Repertoires, z. B. den Prinzen in Rusalka und Hans in Die verkaufte Braut. Außerdem übernahm er Rollen in Palestrina und in modernen Opern (Bergs Wozzeck und Lulu sowie Udo Zimmermanns Weiße Rose).

Er arbeitete u. a. mit Herbert von Karajan, Georg Solti, Leonard Bernstein, Rudolf Kempe, Eugen Jochum, Karl Richter und Karl Böhm zusammen.

Als Lieder- und Konzertsänger war er in allen großen Musikzentren zu hören. Bis 2004 war er ordentlicher Professor an der Musikhochschule Würzburg.

Horst Laubenthal ist verheiratet und lebt in Pöcking.

Tonaufnahmen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl J. Kutsch/Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Dritte, erweiterte Auflage. München 1999. Band 3: Hirata-Möwes, S. 2002 geben als Geburtsname Horst Neumann an. Nach anderen Quellen ist jedoch Horst Neumeier der korrekte standesamtlich dokumentierte Geburtsname.
  2. Discogs: Korngold* - Eva Marton* • Siegfried Jerusalem, Walter Berry • Ruth Hesse • Horst R. Laubenthal, Munich Radio Orchestra*, Marek Janowski – Violanta, abgerufen am 29. Oktober 2016.