Horst Michael Neutze

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Horst Michael Neutze (* 17. November 1923 in Hannover; † 19. November 2006 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler. Der Theaterschauspieler verkörperte im Fernsehen vor allem Ganoven und Kriminalkommissare.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schauburg („Schauspielhaus“), erster Wirkungsort der Brüder Neutze.
Ansichtskarte Nummer „1101“ von Karl F. Wunder

Horst Michael Neutze − Sohn des Justizsekretärs Johann Neutze und seiner Frau Else Neutze, geb. Radke − war der Bruder der Schauspieler Hanns Lothar (Neutze) und Günther Neutze. Die drei Brüder traten nur in einem einzigen Film zusammen auf, nämlich in dem Jürgen-Roland-Krimi Polizeirevier Davidswache (1964). Zwei Jahre darauf konnte man das Trio in dem Kriminal-Hörspiel Reiche Leichen sind die Besten von Harald Vock hören.

Nach der Schule nahm Horst Michael Neutze Schauspielunterricht bei Hans Ebert. Sein erstes Engagement erhielt er in der Spielzeit 1946/47 am Stadttheater Aschaffenburg. 1947 bis 1949 wirkte er an den Städtischen Bühnen Bielefeld, 1949 und 1950 Staatstheater Darmstadt, 1950 bis 1961 an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel und von 1961 bis 1966 bei Willy Maertens und Kurt Raeck am Thalia Theater in Hamburg. Seither war er freischaffend. Als Theaterregisseur arbeitete Neutze an den Bühnen der Hansestadt Lübeck.

Einem großen Publikum wurde er durch zahlreiche Rollen in Spielfilmen, Fernsehspielen und Fernsehserien wie Stahlnetz, Dem Täter auf der Spur, Das Kriminalmuseum oder Derrick bekannt. Er spielte meist raubeinige Typen, oft Ganoven, aber auch unerschrockene Gesetzeshüter. Ende der 1980er Jahre verkörperte er dreimal den Kriminalkommissar Schreitle im Tatort des Süddeutschen Rundfunks.

Neutze wirkte auch als Synchronsprecher, lieh für Hörspiele über 500 Figuren seine Stimme. 1994 trat er das letzte Mal in TV-Serien wie Faust und Der Nelkenkönig auf.

Horst Michael Neutze war seit 1969 verheiratet und lebte in Hamburg.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film

Serien

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]