Horst Milde (Politiker)

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Horst Milde (* 6. April 1933 in Breslau) ist ein deutscher SPD-Politiker. Er war langjähriges Mitglied des Niedersächsischen Landtages, dessen Präsident er von 1990 bis 1998 war.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Milde besuchte von 1943 bis 1945 das Elisabeth-Gymnasium in Breslau. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie Horst Mildes aus Breslau vertrieben und ließ sich in Leer (Ostfriesland) nieder. Bis 1951 besuchte er die Staatliche Oberschule für Jungen in Leer.

1951 trat er in den Dienst der Stadt Leer. Im Jahre 1968 wurde er von der SPD-Mehrheit zum Bürgermeister gewählt.

Im September 1973 wurde er Präsident des niedersächsischen Verwaltungsbezirkes Oldenburg. Dieses Amt hatte er bis 1976 inne, da er nach der Wahl des CDU-Politikers Ernst Albrecht zum niedersächsischen Ministerpräsidenten in den einstweilige Ruhestand versetzt wurde. Von 1986 bis 1991 war er Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg (Oldenburg).

Politischer Werdegang[Bearbeiten]

Horst Milde trat 1956 in die SPD ein. Er war von 1964 bis 1973 Abgeordneter des Leeraner Kreistages, von 1965 bis 1968 stellvertretender Landrat des Landkreises Leer und von 1968 bis 1973 Bürgermeister Leers. Von 1967 bis 1974 gehörte Milde erstmals dem niedersächsischen Landtag an.

Er wurde 1977 erstmals in den Oldenburger Stadtrat gewählt. Als Oldenburger Oberbürgermeister setzte er sich für die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ein und förderte ihre Zusammenarbeit mit Stadt und Region. Von 1978 bis 1998 gehörte er dem niedersächsischen Landtag erneut als direkt gewähltes Mitglied (Wahlkreis 74 Oldenburg Nord) an, von 1990 bis 1998 war er zudem Präsident des niedersächsischen Landtages. 1998 zog er sich aus Altersgründen aus der Politik zurück.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rundblick/Nord-Report, Drei-Quellen-Verlag (Hrsg.), Jahrgang 2010/Nr. 090, 11. Mai 2010, S. 4