Horst Schirmer

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Horst Rudolf Schirmer (* 26. Juli 1933 in Berlin; † 9. Dezember 2020 in Bonn[1]) war ein deutscher Jurist und Diplomat. Er war von 1986 bis 1990 Deutscher Botschafter in Uruguay und von 1993 bis 1997 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland beim Europarat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schirmer nahm 1953 ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität zu Köln auf, das er 1957 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst legte er das Zweite Staatsexamen ab. 1961 wurde er mit dem Dissertationsthema Schutzvoraussetzungen der Warenausstattung zum Doktor der Rechte promoviert.

Schirmer trat 1961 in den Dienst des Auswärtigen Amtes ein und war bis 1979 als Diplomat in Dublin, Madrid, Mexiko-Stadt und Genf tätig. Von 1979 bis 1985 war er Vorstandsmitglied der Inter Nationes mit Sitz in Bonn. 1986 folgte seine Akkreditierung als Botschafter in Montevideo. Von 1990 bis 1993 war er als Ministerialdirigent stellvertretender Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt und von 1993 bis 1997 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland beim Europarat in Straßburg. Daneben war er von 1991 bis 1995 Vorstandsmitglied des Institutes für Auslandsbeziehungen in Stuttgart und von 1992 bis 1997 Mitglied der RIAS Berlin Kommission. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand betätigt er sich als Rechtsanwalt in Sasbachwalden und Bonn-Röttgen.

Horst Schirmer war verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Seit 1954 war er Mitglied des Corps Silesia Breslau.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Beleke (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 46. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 2007, S. 1141.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeigen von Horst Schirmer | Frankfurter Allgemeine Lebenswege. Abgerufen am 20. Dezember 2020 (deutsch).
  2. Kösener Corpslisten 1996, 154, 934
VorgängerAmtNachfolger
Johannes MarréBotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Montevideo
1986–1990
Ludger Buerstedde