Horst Sund

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Horst Sund (* 16. Oktober 1926 in Hamburg) ist ein deutscher Chemiker und Biochemiker. Er war Rektor der Universität Konstanz von 1976 bis 1991.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Sund studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und wurde dort 1957 mit einer Arbeit über die Konstitution der Coenzym-Substrat-Verbindungen promoviert. 1964 habilitierte er sich mit einer Schrift über Glutaminsäurehydrogenese.

Er wurde 1967 auf einen Lehrstuhl im Fachbereich Biologie der Universität Konstanz berufen, den er bis zu seiner Emeritierung innehatte. Zwischen 1976 und 1991 war er Rektor der Universität Konstanz, zudem mehrfach Prorektor sowie Dekan der Fakultät Biologie. 1990 war er Initiator einer Kooperation der Universität Konstanz und der Nationalen Wirtschaftsuniversität Kiew.[1]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sund war von 1988 an Vorstandsmitglied des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Er war Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg (1980–1984) sowie Mitglied u. a. des Senats der Westdeutschen Rektorenkonferenz (1979–1986), der Kommission zur Untersuchung der Auswirkungen des Hochschulrahmengesetzes (1983/1984) und des Strukturausschusses des Wissenschaftsrates zur Erarbeitung von Stellungnahmen zur Hochschulentwicklung in den neuen Bundesländern (1990–1993). Er gehörte der externen Expertenkommission an, die 1991 bis 1994 die Universität Augsburg evaluiert hat, von 1998 bis 2005 war er Mitglied des Hochschulrats der Universität Augsburg.[2] Er ist zudem seit 2004 Vorsitzender des „Vereins der Ehemaligen der Universität Konstanz“ (VEUK e. V.)[3]

Horst Sund ist Ehrenvorsitzender der Baden-Württembergischen China-Gesellschaft[4] und seit 1999 Mitglied des Beirates des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs an der Tongji-Universität Shanghai. Er wurde zudem 1999 zum Mitglied des Akademischen Komitees des Nanjing-Institutes für Geographie und Limnologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ernannt sowie Mitglied des Ausschusses für die Gründung der deutschsprachigen Stiftungsuniversität in Istanbul berufen.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Sund, Rektor der Universität Konstanz 1976–1991: Reden aus Anlass seiner Verabschiedung aus dem Amt. Univ.-Verlag Konstanz 1992, ISBN 3-87940-433-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „100 Jahre Nationale Wirtschaftsuniversität Kiew“ (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) (uni'kon 25/2007)
  2. DAAD-Präsident Theodor Berchem folgte auf Professor Horst Sund. (Memento des Originals vom 26. März 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.presse.uni-augsburg.de (Universität Augsburg)
  3. „Gießberg-info“ (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive) (PDF; 675 kB), Ausgabe 13/2004.
  4. Baden-Württembergische China-Gesellschaft (BWCG): Der Vorstand der BWCG, abgerufen 14. April 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]