Horst Weber (Maler)

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Horst Weber (* 21. Januar 1932 in Olbersdorf; † 5. Februar 1999 in Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Weber absolvierte von 1947 bis 1950 eine Lehre als Dekorationsmaler und Schriftmaler. Von 1952 bis 1957 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Erich Fraaß, M. E. Nicola, Hans Christoph und Heinz Lohmar. Ab 1957 war er als freischaffender Künstler tätig. Von 1976 bis zur Auflösung der Abteilung Abendstudium im Jahr 1992 war er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, seit 1986 in der Malklasse der Abendschule.

Sein malerisches Werk ist geprägt von expressiver Farbigkeit und orientiert sich an den Malern des deutschen Expressionismus und der klassischen Moderne. Mit den Künstlerkollegen Claus Weidensdorfer, Manfred Schubert, Fritz Skade und Günter Tiedeken gründete er im September 1963 ein „Aktiv bildender Künstler des Stadtbezirks Dresden-Ost“, mit der Absicht, den Oberlichtsaal vom Ateliergebäude des spätromantischen Malers Eduard Leonhardi für Ausstellungen zu nutzen.[1] Daraus ging das Leonhardi-Museum hervor, eine in der DDR ungewöhnliche Form eines von Künstlern selbst verwalteten Ausstellungsraums. In seinem Selbstverständnis als bekennender Christ beobachte Weber einen Abstand zur offiziellen Kulturpolitik der DDR.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964: Leonhardi-Museum, Dresden
  • 1976: Glockenspielpavillon des Zwingers, Dresden
  • 1978: Klubgalerie, Magdeburg
  • 1980: Galerie West, Dresden
  • 1982: Galerie Mitte, Dresden
  • 1986: Kunstausstellung Kühl, Dresden
  • 1990: Galerie Mitte, Dresden
  • 1992: Kreuzkirche, Dresden
  • 1997: Kreuzkirche, Dresden
  • 1998: Kunstsammlung Lausitz, Schloss Senftenberg
  • 2000: Galerie Finkbein, Gotha[2]
  • 2012: Städtische Museen Zittau[3]

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten in Museen und Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staatliche Kunstsammlungen Dresden[4]
  • Kunstsammlung Lausitz, Schloss Senftenberg
  • Kunstarchiv Beeskow

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Weber, 7 Farbreproduktionen. Kirchlicher Kunstverlag Dresden, 1988.
  • Renate Weber (Hrsg.): Horst Weber. Malerei und Grafik 1957–1990. R. Weber [Selbstverlag], Dresden 2002. (Katalog ist aus Anlass des 70. Geburtstages des Künstlers im Jahre 2002, 125 S.)
  • Weber, Horst. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1001.
  • Gert Claußnitzer. Horst Weber. Strukturen und Gebilde dem Transzendenten geöffnet. in ders. Gesichter und Zeiten. Autobiografische Betrachtungen eines Lektors aus dem Verlag der Kunst Dresden. Verlag der Kunst Dresden. 2021. ISBN 978-3-86530-263-2. S. 198–202.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Rosner: Das Leonhardi-Museum. In: Eckart Gillen, Rainer Haarmann (Hrsg.): Kunst in der DDR. Kiepenheuer & Witsch, 1990, ISBN 3-462-02068-4, S. 291–292.
  2. Cornelie Becker-Lamers: Horst Weber, Dresden. Malerei. 3. September 2000, abgerufen am 16. Juni 2020.
  3. Weber-Werke kehren in Stiftung in die Oberlausitz zurück. In: lr-online.de. Lausitzer Rundschau, 21. Januar 2012, abgerufen am 17. Juni 2020.
  4. Horst Weber. In: bildatlas-ddr-kunst.de. Bildatlas Kunst in der DDR, abgerufen am 17. Juni 2020.