Horten H IV

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Horten H IV
H IV in der Flugwerft Schleißheim
Typ: Segelflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller:

Horten

Erstflug: Mai 1941
Stückzahl: 4
Horten IV Glider D-10-1451 LSideRear DMFO 10June2013 (14400271529).jpg
Ho IV 1950 in den USA

Die Horten H IV war ein Nurflügel-Versuchssegelflugzeug der Gebrüder Horten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entworfen und gebaut wurde die erste H IV 1940/41 in Königsberg als Hochleistungssegler. Da keine offizielle Genehmigung oder Auftrag vorlag, erfolgte der Bau im Geheimen. Beim Erstflug im Mai 1941 mit dem Piloten Heinz Scheidhauer wurde bereits eine Flugdauer von über einer Stunde erreicht. Der Bau drei weiterer Exemplare erfolgte in Göttingen, die in der ersten Jahreshälfte 1943 die Flugerprobung aufnahmen. Im Dezember 1944 wurde ein weiteres Exemplar in Bad Hersfeld mit einer Laminarprofil-Tragfläche gebaut und als H IVb bezeichnet. Das Profil kopierte man von einer North American P-51, nachdem bei Windkanalversuchen der DVL hierfür überraschend geringe Widerstandswerte gemessen wurden. Bei einem Versuchsflug am 18. Januar 1945 in der Nähe von Göttingen, stürzte das in Trudeln geratene Flugzeug ab, wobei der Pilot zwar aussteigen konnte, sein Fallschirm sich aber nicht mehr öffnete. Die Produktion von weiteren 10 Exemplaren der H IVb wurde nach dem Unfall gestoppt.[1]

Eine in die USA verbrachte H IV wurde in den 1950ern von dem bekannten in die USA ausgewanderten Me 163-Testpiloten Rudof Opitz erfolgreich auf nationalen Segelflug-Wettbewerben geflogen. Ein Foto dieser in Silber und Orange lackierten Maschine ziert den Einband der Autobiographie von Reimar Horten, wobei die sich der in den silbernen Bereichen spiegelnder Himmel den Eindruck entstehen lässt die Maschine wäre Blau/Orange.

Die H IV soll auch als Horten Ho 251 bezeichnet worden sein.[2]

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Flugzeug war ein schwanzloser Nurflügel ohne Seitenstabilisierungsflossen in Gemischtbauweise. Der Pilot lag im Bug in Bauchlage wobei die Beine in eine Rumpfgondel ragten.

Erhaltene Exemplare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine H IV von 1943 ist in der Flugwerft Schleißheim ausgestellt.[3] Ein Nachbau wurde im Jahr 2013 fertiggestellt[4].

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Spannweite 20,3 m
Flügelfläche 18,9 m²
Flügelstreckung 21,8
Gleitzahl 32 bei 73 km/h
Geringstes Sinken 0,55 m/s bei 55 km/h
Leermasse 250 kg
Startmasse 330 kg

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Horten H.IV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William Green, Gordon Swanborough: Horten Exotica .. to the H IX and beyond. In: AIR Enthusiast Thirty-nine, S. 6–7
  2. http://www.designation-systems.net/non-us/germany.html
  3. Horten IV. Deutsches Museum, abgerufen am 10. September 2010.
  4. Projekt: Neubau des Nurflügelseglers Horten IV, Holzleicht & Flugzeugbau Sascha Heuser