Hortense Raky

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Hortense Raky, verehelichte Hortense Paryla (* 27. August 1918[1] in Berlin; † 25. September 2006 in Wien), Tochter von Anton Raky (1868–1943), war eine österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1934 trat sie erfolgreich am Theater in der Josefstadt in Die Prinzessin auf der Leiter (Meine Schwester und ich) auf (Regie: Otto Preminger).[2] Im November 1934 spielte sie an derselben Bühne gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann, Karl Paryla, in Carl Zuckmayers Der Schelm von Bergen.[3] sowie in Sidney Kingsleys Menschen in Weiß (Men in White)[4] (Regie: Otto Preminger).

Der bekannteste Film, für den sie vor der Kamera stand, ist Burgtheater aus dem Jahr 1936. Im Jahre 1937 ging sie zu Filmaufnahmen nach Budapest und trat 1938 in Amsterdam und Schevingen im Exilkabarett Theater der Prominenten auf. Im gleichen Jahr emigrierte sie in die Schweiz. Dort war sie am Zürcher Schauspielhaus engagiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Raky an deutschen Theatern beschäftigt, unter anderem ab 1957 am Deutschen Theater in Ost-Berlin, wohin sie gemeinsam mit ihrer Familie umgezogen war. Als eine ihrer herausragendsten Bühnenrollen gilt die Darstellung der Millerin in Friedrich Schillers Kabale und Liebe (1965).

In den 60er Jahren spielte sie an den Münchener Kammerspielen unter Fritz Kortner in Richard der Dritte und in Die Zwiesprache sowie unter August Everding in Herr Puntila und sein Knecht Matti.

Von 1939 bis zu seinem Tod im Jahre 1996 war Raky mit dem österreichischen Schauspieler und Regisseur Karl Paryla (1905–1996) verheiratet. Die zwei aus dieser Ehe hervorgegangenen Söhne sind ebenfalls Schauspieler geworden: Nikolaus Paryla (* 1939) und Stephan Paryla-Raky (* 1948). Hortense Raky wurde im ehrenhalber gewidmeten Familiengrab ihres Ehemannes auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronsprecherin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Beck: Hortense Raky. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1459.
  • Fritz Walden: Die Künstlerin und die Brücke. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. November 1976, S. 15, oben links (Die Internetseite der Arbeiterzeitung wird zurzeit umgestaltet. Die verlinkten Seiten sind daher nicht erreichbar. – Digitalisat).
  • Kay Weniger: 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …'. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. S. 405 f., ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8
  • Raky, Hortense, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945. Band 2,2. München : Saur, 1983, S. 939

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Paryla. In: friedhoefewien.at, abgerufen am 1. April 2016.
  2. W. v. B.: Theater. In: Wiener Salonblatt, Nr. 17/1934 (LXV. Jahrgang), 12. August 1934, S. 8, Mitte rechts. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wsb.
  3. Siegfried GeyerTheater der Woche: Zuckmayer und die anderen. In: Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, Nr. 46/1934 (LXXII. Jahrgang), 12. November 1934, S. 8, rechts unten. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wsz.
  4. Sidney Kingsley: Menschen in Weiß. Schauspiel in 3 Akten. (Rollenbuch, maschinenschriftlich vervielfältigt). Theater in der Josefstadt, Wien 1934, OBV.
  5. Dialogliste für den Hortense Raky Film „Das Frauenparadies“. (Text in Maschinenschrift, autografiert). Wien 1936, OBV.
  6. Hortense Raky – Werner Krauss. In: Film-Start. The organ of world’s film production. Le journal de la cinematographie mondiale. Die Zeitung der Welt-Filmproduktion, Jahrgang 1936, Ausgabe September 1936, S. 2 Mitte. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/fis.