Hospitation

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Eine Hospitation (von lateinisch hospitari ‚zu Gast sein‘[1]) ist ein Besuch eines Außenstehenden in einer Einrichtung, Firma oder Behörde. Der Hospitant (Gast) soll dabei deren Arbeit kennenlernen oder begutachten bzw. arbeitet selbst probeweise mit. Je nach Art der Hospitation kann eine Ähnlichkeit zum Praktikum bestehen.

In der Medizin versteht man unter Hospitation die Arbeit als Gastarzt oder -pflegekraft in einem Krankenhaus zur Feststellung, ob man für eine (Fortbildungs-)Stelle geeignet ist. Zudem gehen viele Ärzte aus dem Ausland den Weg über eine Hospitation bzw. den Gastarzt, um sich auf die Prüfung zur Anerkennung ihrer ärztlichen Approbation vorzubereiten.

Lehrerausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Hospitationen im Bereich der Lehrerausbildung versteht man in Deutschland in erster Linie Unterrichtsbesuche, wobei ein Fachleiter einem vom Referendar veranstalteten Unterricht beiwohnt und diesen anschließend mit dem Referendar bespricht, analysiert und gegebenenfalls bewertet. Der Beratungsaspekt sollte dabei durchgängig im Vordergrund stehen.

Die Hospitation dient dazu, dass sich die Seminarlehrer von Lehramtsanwärtern/~innen im Referendariat ein Bild von deren Gestaltung des Unterrichts machen können.[2] Üblich sind zwei Arten des Unterrichtsbesuches, die Beratungsbesuche des/der Seminarleiter und die Gruppenhospitationen, an denen alle Referendare des Seminares teilnehmen. Meist finden zwei bis drei Unterrichtsbesuche je Schulhalbjahr statt. Das Hauptaugenmerk der Seminarleitung liegt bei den ersten Besuchen auf der Lehrerpersönlichkeit, später auf der didaktisch-methodischen Durchführung des Unterrichts. Ziel ist es, zu prüfen, ob das an der Universität erlernte theoretische Wissen in die Praxis umgesetzt wird. Bei Gruppenhospitationen wird der Kreis der Teilnehmer entsprechend erweitert (z. B. das gesamte Fachseminar). Für die Analyse und Besprechung derartiger Hospitationen sind schriftlich dokumentierte Unterrichtsentwürfe sehr vorteilhaft. In diesen werden die Intentionen (Lernziele) und Verlaufsphasen sowie die didaktischen und methodischen Überlegungen festgehalten. Unterrichtsbesuche im Vorbereitungsdienst werden nicht benotet.[3]

Hospitationen sind natürlich auch denkbar in der Form, dass Referendare den Unterricht des Fachleiters besuchen und dieser zum Gegenstand der Analyse und Besprechung wird, wie es in Österreich unter Hospitieren verstanden wird.

Zur Analyse werden Hospitationskritierien eingesetzt. Diese sind beispielsweise

Weitere Bedeutungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Medizin versteht man unter Hospitation die Arbeit als Gastarzt oder -pflegekraft in einem Krankenhaus zur Feststellung, ob man für eine (Fortbildungs-)Stelle geeignet ist. Darüber hinaus werden auch Hospitationen von – in einer bestimmten Methode besonders erfahrenen – Ärzten angeboten, die ihre Expertise weitergeben. Die Teilnahme an einer solchen Hospitation dient dem Kennen- und Erlernen von z. B. neuen chirurgischen Operationsverfahren.
  • Am Theater wird bei der Hospitation ebenfalls die Eignung des Schauspielers für die Stelle im Ensemble geprüft.
  • Gasthörer hospitieren bei Lehrstunden an einer Hochschule oder Schule meist kostenpflichtig aber ohne Prüfungspflichten.
  • Hospitationen können auch im Rahmen einer Berufsausbildung oder eines Praktikums als Kurzaufenthalte in anderen Sachbereichen durchgeführt werden.
  • In anderen beruflichen Zweigen, z.B. der Polizei, werden Hospitationen zu Weiterbildungszwecken durchgeführt.
  • Der Besuch eines Superintendenten in einer seiner kirchlichen Gemeinden wird ebenfalls als Hospitation bezeichnet.
  • Hospitant bezeichnet weiterhin einen Parlamentsangehörigen, der sich als Gast einer Fraktion anschließt; siehe Fraktion (Politik)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag hospitieren auf Duden online
  2. Hospitation im Referendariat
  3. Unterrichtsbesuch im Referendariat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]