Hospiz zu Charenton

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Heutiges Eingangstor zur Klinik

Das Hospiz zu Charenton (Hôpital Esquirol, früher La Maison royale de [santé à] Charenton) ist eine, nach dem 1795 geschlossenen vorkarolingischen Kloster Charenton benannte, am 10. Mai 1645 von den Barmherzigen Brüdern in Charenton-le-Pont gegründete Krankenhauseinrichtung in Saint-Maurice bei Paris, die durch die Entscheidung berühmt wurde, neben den üblicherweise „armen Kranken“ und Epileptikern auch die Irren aufzunehmen, die unter staatlicher Internierung standen, also die geschlossen Untergebrachten.[1]

Unter den berühmten Insassen der Anstalt finden sich der Komponist Jean-Joseph Mouret, der Abenteurer Henri Masers de Latude, der Musiker Jérôme-Joseph de Momigny, der Karikaturist André Gill, der Mathematiker André Bloch, der Dichter Paul Verlaine und der Marquis de Sade.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Jetter: Grundzüge der Geschichte des Irrenhauses. Darmstadt 1981, S. 38–40.
  • Georg Julius Popp: Kurze Beschreibungen mehrerer Irren-Anstalten Deutschlands, Belgiens, Englands, Schottlands und Frankreichs. J. J. Palm und Ernst Enke, Erlangen 1844, S. 131–141.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean-Étienne Esquirol: Mémoire historique et statistique sur la Maison Royale de Charenton. In: ders.: Des maladies mentales. Paris 1838, Bd. 2, S. 204 und 208.

Koordinaten: 48° 49′ 7″ N, 2° 25′ 47″ O