Hotel Monopol (Album)

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Hotel Monopol
Studioalbum von Extrabreit

Veröffent-
lichung(en)

19. Februar 1993

Aufnahme

April / Juli 1992

Label(s) EastWest

Format(e)

CD, MC

Genre(s)

Hard Rock, Melodic Rock

Titel (Anzahl)

14

Laufzeit

45:49

Besetzung

Produktion

Extrabreit

Studio(s)

Gaga Studio, Hamburg

Chronologie
Wer Böses denkt, soll endlich schweigen
1991
Hotel Monopol Jeden Tag – Jede Nacht
1996

Hotel Monopol ist der Titel des 1993 veröffentlichten achten Studioalbums der Hagener Band Extrabreit. Es enthielt unter anderem eine Coverversion des Liedes Für mich soll’s rote Rosen regnen, an dessen Aufnahme die Originalinterpretin des Songs, Hildegard Knef, mitwirkte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Extrabreit hatte im August 1991 das Album Wer Böses denkt, soll endlich schweigen veröffentlicht. Trotz positiver Kritiken und Radiopräsenz der ersten Single, Joachim muß härter werden, blieb der kommerzielle Erfolg aus.

Im April und im Juli 1992 erfolgten im Gaga-Studio in Hamburg die Aufnahmen zu einem weiteren Album. Bassist Michi Grimm hatte die Band verlassen und war durch Herb Leitner ersetzt worden. Für das Album schrieben Sänger Kai Havaii und Gitarrist einen deutschen Text für R.E.M.s It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine) und nannten das so entstandene Lied Das Ende der Welt.

Außerdem nahm die Band eine Coverversion von Für mich soll's rote Rosen regnen von Hildegard Knef auf. Von diesem Lied entstanden zwei Versionen, die beide auf dem Album enthalten sind. Die “Radio Edit” genannte Variante hatte die Gruppe zusammen mit der Originalinterpretin aufgenommen. Knef schien Gefallen an den Aufnahmen gefunden zu haben, denn sie schrieb für Havaii auf die Rückseite einer ihrer Autogrammkarten:

Rosen regnen im Walzertakt
doch Dornen brauchen Rock
drum haben Knef und Extrabreit
die sanfte Weise aufgestockt[1]

Das Lied wurde als erste Single aus dem Album ausgekoppelt. Ihm folgte Laß es regnen.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hotel Monopol 
Nr.TitelSongwriterBesonderheitenLänge
1.Das Ende der WeltR.E.M. (Originalversion); Bubi Hönig, Kai Havaii (deutscher Text)Coverversion des Songs It’s the End of the World as We Know It (and I Feel Fine)2:29
2.Aus und vorbeiStefan Kleinkrieg, Rolf Möller, Havaii 2:44
3.Für mich soll’s rote Rosen regnenHans Hammerschmid, Hildegard Knef 3:54
4.All die schönen Frau’nHönig, Kleinkrieg 2:02
5.Mein Gott, RitaKleinkrieg, Havaii 3:31
6.GoldKleinkrieg, Havaii 2:34
7.Die endlose SeeKleinkrieg, Hönig, Herb Leitner, Möller, Havaii 4:13
8.StossgebetMöller, Hönig, Kleinkrieg 3:11
9.So wie DuKleinkrieg 3:08
10.Baby, ich sinkeKleinkrieg, Havaii 4:19
11.Feuer für die HölleKleinkrieg, Möller 2:48
12.Hey HoKleinkrieg, Havaii 2:57
13.Lass es regnenKleinkrieg, Havaii 3:22
14.Für mich soll’s rote Rosen regnenHammerschmid, Knef“Radio Edit” mit Hildegard Knef4:33

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[2]
Für mich soll’s rote Rosen regnen (mit Hildegard Knef)
  DE 35 08.02.1993 (22 Wo.)

Während das Album keinen Charterfolg verbuchen konnte, gelang der Gruppe mit der Coverversion von Für mich soll’s rote Rosen regnen ein Achtungserfolg. Das Lied erreichte Platz 35 der deutschen Single-Charts.

Musikexpress schrieb, die Band mache „immer noch Musik für extrabreite Menschen.“ Sie erweise sich auf Hotel Monopol als „Spezialisten für Coverversionen,“ wenn auch ihr Verschnitt von R.E.M.s It’s the End of the World „ganz locker hinter dem Original zurückbleibe.“ Besser seien die Roten Rosen, ein „Kinnhaken für Hildegard Knef“, die denn auch gerührt in die Knie gegangen sei. Der Rest der Platte bringe „Bewährtes und Begehrtes“, die Klientel werde „zügig bedient“. Kai Havaii und Co. seien ihr eigenes Fan-Projekt. Mein Gott, Rita klinge „wie selbst erlebt“, Gold „irgendwie kritisch“, und Die endlose See erinnere an Rio Reiser. So böte die Band „für jeden etwas“. Das mache Spaß, und die Jungs seien „spürbar jung geblieben“. Der Rezensent vergab drei von fünf möglichen Sternen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Veröffentlichung Havaiis vom 27. März 2009 im Extrabreit-Forum, abgerufen am 25. Dezember 2009
  2. Chartquellen: DE
  3. Musikexpress, Heft 2.1993, Seiten 64 & 65