Hotel Vier Jahreszeiten (München)

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Der Eingang Maximilianstraße
Hauptfassade
Das Hotelfoyer
Plakette für The Leading Hotels of the World

Das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München ist ein Luxushotel der Fünf-Sterne-Kategorie in der Maximilianstraße in München. Das Kempinski-Haus zählt zu den besten Hotels in Deutschland und ist langjähriges Mitglied bei The Leading Hotels of the World. Im Jahr 2015 lag es mit 49 Millionen Euro auf Rang 4 der umsatzstärksten Hotels in Deutschland.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang und Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nach Plänen des Architekten Rudolf Gottgetreu erbaute Hotel Vier Jahreszeiten wurde am 25. Juli des Jahres 1858 in der Maximilianstraße eröffnet. Zwar hatte sich Maximilian II. an „seiner“ Straße das nobelste Stadthotel gewünscht, das alle bis dahin gesetzten Maßstäbe sprengen sollte, aber natürlich durfte ein Hotel nicht der königlichen Residenz den Rang ablaufen. Dennoch setzte es Maßstäbe für seine Zeit, so verfügte es bereits über eine Gasbeleuchtung in allen Räumen.

Das Hotel galt während des Ersten Weltkriegs als Zentrum der nationalistischen Agitation des Alldeutschen Verbands. Von 1919 bis 1924 war es der Versammlungsort der Thule-Gesellschaft.

Brüder Walterspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926 übernahmen die Brüder Alfred und Otto Walterspiel das Hotel. Sowohl das Restaurant Walterspiel als auch das Hotel Vier Jahreszeiten galten unter ihrer Leitung in Europa als "erste Adresse", vor allem auch dank der Kochkunst von Alfred Walterspiel.

Auch während der Zeit des Nationalsozialismus blieb das Hotel "ein offenes Haus" ohne Restriktionen für seine internationalen Gäste. Bei den Luftangriffen auf München im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt, 1944 brannten alle Gebäudeflügel, bis auf den direkt an der Maximilianstraße gelegenen, vollständig aus. Dieser historische Teil hatte jetzt eine Etage weniger.

Nach Kriegsende 1945 wurde das Gebäude von der US-Besatzungsmacht genutzt. 1948 erhielten die Brüder Walterspiel von der Besatzung die Erlaubnis zum Wiederaufbau des Hotels für ausländische Gäste, Alfreds Sohn Georg stieg mit in die Geschäftsführung ein. Im Sommer 1949 wurde das Hotel auch für deutsche Gäste geöffnet. Das Restaurant Walterspiel wurde 1950 erneut eröffnet.

1958 hatte das Haus das teuerste Hotelzimmer in Deutschland.[2] In diesem Jahr setzte sich Otto Walterspiel zur Ruhe. Nach dem Tod Alfred Walterspiels 1960 führten seine Söhne Georg, Klaus und Alfred Walterspiel das Hotel.

Kempinski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 beteiligte sich Kempinski zu 50 % am Hotel.[3] Karl Theodor Walterspiel, der jüngste Sohn von Otto, gehörte dem Vorstand der Kempinski AG an. Anlässlich der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 in München wurde die Zimmerkapazität von 180 Zimmern auf 303 Zimmer fast verdoppelt.

Seit 2007 wurden 42 Millionen Euro in die Renovierung des Hotels Vier Jahreszeiten investiert.[4] Zuerst wurden 42 Zimmer mit Blick auf die Maximilianstraße neu gestaltet, weitere Zimmer folgten in mehreren Abschnitten.

Bekannte Gäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

waren unter anderem

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Walterspiel: Ein offenes Haus: Meine Kindheit im Hotel Vier Jahreszeiten, Lübbe Ehrenwirth 2012, ISBN 978-3431038606.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hotel Vier Jahreszeiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gäste und Investoren fliegen auf deutsche Hotels, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. Mai 2016, S.22.
  2. 1958 teuerstes Hotelzimmer in Deutschland
  3. Kempinski 50% Beteiligung
  4. 42 Millionen Euro, SZ vom 19. Mai 2010, Zugriff am 1. Juli 2013

Koordinaten: 48° 8′ 20″ N, 11° 34′ 54″ O