Hotpixel

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Hotpixel am Nachthimmel bei 30 Sek. Belichtungszeit

In der Digitalfotografie werden als Hotpixel Bildpunkte bezeichnet, die nicht proportional auf das eintreffende Licht reagieren, dadurch erscheinen sie heller. Die Hotpixel häufen sich vor allem bei langen Belichtungszeiten und hohen ISO-Werten. Durch steigende Temperatur nimmt die Anzahl der Hotpixel zu, deshalb ist eine Methode zur Vermeidung von Hotpixeln und Bildrauschen, die Temperatur der Kamera niedrig zu halten. Viele Digitalkameras, die für Langzeitbelichtungen vorgesehen sind, verfügen über eine Kühlung des Bildsensors. Hotpixel werden hauptsächlich durch Fertigungsungenauigkeiten verursacht.

Korrektur bei der Kamerafertigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder gängige Bildsensor hat eine große Zahl von defekten Pixeln (helle oder dunkle), bei einem 8-Megapixel-Sensor sind z.B. 8.000 defekte Pixel normal. Daher werden defekte Pixel bereits individuell bei der Fertigung ermittelt und in der Kamera gespeichert. Beim Fotografieren werden die defekten Pixel (eigentlich sind es meist Sub-Pixel eines Bayer-Sensors) automatisch interpoliert („ausmaskiert“) und sind daher für den Benutzer meist unsichtbar. Treten die Defekte jedoch erst nach der Fertigung auf, etwa durch Alterung oder andere äußere Einflüsse wie hohe Temperaturen oder lange Belichtungszeiten, können sie störend in Erscheinung treten.

Korrektur in der Kamera[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Kameras erlauben es dem Endanwender, die interne Liste der defekten Pixel manuell zu erweitern. Bei den meisten Modellen kann dies jedoch nur der Kundendienst. In manchen Fällen hilft auch eine alternative Kamera-Software (Firmware), etwa CHDK. Eine kameraseitige Korrekturmöglichkeit beruht darauf, sie anhand des hohen Kontrastes zwischen Hotpixeln und umgebenden Pixeln zu finden und zu korrigieren. Eine bessere Methode ist die sogenannte Dunkelbild-Subtraktion. Dabei wird bei Langzeitbelichtungen nach der Aufnahme eine weitere Aufnahme bei geschlossenem Verschluss angefertigt. Die dort auftretenden Hotpixel sind leicht zu finden und werden aus dem ersten Bild herausgerechnet. Viele Kamerahersteller beschränken die Belichtungszeit auf wenige Sekunden, um die Hotpixelanzahl zu verringern.

Nachträgliche Korrektur im Bild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist eine kameraseitige Entfernung nicht oder nicht mehr möglich (da das Foto bereits existiert), müssen die Bilder nachträglich bearbeitet werden. Um Hotpixel zu entfernen gibt es mehrere Programme, zum Beispiel den „HotPixels Eliminator“ oder „PixelZap“. Im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop gibt es die Funktion „Kratzer und Staub entfernen“, die auch gute Dienste leistet. Die gründlichste Methode zur Beseitigung der Hotpixel ist das manuelle Entfernen, was jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da das Auftreten von Hotpixeln in einem Bild von der zur Aufnahme verwendeten Kamera abhängt, werden Hotpixel als Kamera-Identifikationsmerkmal in der digitalen Bildforensik verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]