Hotzenblitz Mobile

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Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 12. April 1991
Auflösung 1996
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Ibach, Deutschland
Leitung Thomas Albiez
Branche Automobilhersteller

Hotzenblitz "Buggy" in der letzten Entwicklungsstufe mit ABS-Karosserie

Die Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG war ein deutscher Hersteller von Automobilen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Albiez, Rainer Schmid, Thomas Schwarz und Peter Zumkeller gründeten am 13. April 1988 in Ibach die Hotzenblitz Mobile GmbH zur Entwicklung eines kleinen Elektroautos. 1990 wurde der erste Prototyp als EL SPORT der Presse vorgestellt.[3]

Thomas Albiez brachte Teile aus seinem Privatvermögen ein. Alfred Theodor Ritter unterstützte die Entwicklung finanziell. Am 12. April 1991 wurde die Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG im gleichen Ort gegründet. 1993 begann die Produktion, die im ehemaligen Werk von Simson in Suhl stattfand. Das Land Thüringen unterstützte die Entwicklung mit Bürgschaften von acht Mio. DM. Der Markenname lautete Hotzenblitz. 1996 endete die Produktion. Insgesamt entstanden etwa 150 Fahrzeuge.[1][2][4]

Nach der Insolvenz erwarb Ende 1996 eine deutsche Investorengruppe die Rechte am Hotzenblitz mit dem Ziel, die Produktion fortzuführen.[5]

1998 bemühte sich das Land Nordrhein-Westfalen um eine Wiederaufnahme der Produktion in Duisburg. Eine Euroimpuls BeteiligungsAG sollte Geld privater Investoren einsammeln. Thomas Albiez sollte nur noch für die technische Entwicklung des Projektes verantwortlich sein.[4]

Nach dem Scheitern dieser Bemühungen wanderte Thomas Albiez nach Österreich aus und gründete in Villach die Meeting Point Future GmbH sowie weitere Firmen, die das Ziel propagieren, einen weiterentwickelten Hotzenblitz zu produzieren und dafür private Investoren suchen. Auf XING wird er als Geschäftsführer seit 01/1999 aufgeführt.[6] 2011 wurde auf der Messe „the electric avenue“ in Friedrichshafen von der Firma Linning Kendrion im Beisein von Thomas Albiez ein verbesserter Antrieb in einem Hotzenblitz mit ABS-Karosserie vorgestellt.[7]

2016 ist im Webauftritt der früheren Firma Meeting Point Future im Impressum die TZ - MPF Arbeitsgemeinschaft GeoPart GmbH & Co KG eingetragen am Amtsgericht Traunstein, HRA 11299 als Betreiber benannt. Die Geschäftstätigkeit und die Produktion der Firma soll durch Crowdfunding von privaten Investoren finanziert werden.[8] Der TZ - Produktion Albiez KG, auf deren Webseite vom früheren Webauftritt Treffpunkt Zukunft weitergeleitet wird, steht T.E. Albiez als Geschäftsführer vor. Diese Firma bietet nach Eigendarstellung neben Beratungsleistungen und Elektrorollern über eine Internetplattform auch Hotzenblitze an. Teilweise stammen die Bilder der Verkaufsanzeigen aus dem Bildarchiv der Wikipedia ohne die erforderliche Quellenangabe[9] Einen Nachweis über eine tatsächliche Produktion von Neufahrzeugen seit 1996 gibt es nicht.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hotzenblitz

Das einzige Modell war der Hotzenblitz. Dies war ein kleines Elektroauto in mehreren Ausführungen:

  • Hotzenblitz Buggy mit Stofftüren
  • Hotzenblitz City mit festen Türen
  • optional mit Hardtop, großem Stoffverdeck und/oder zwei zusätzlichen Notsitzen mit klappbaren Lehnen im Fond

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1. (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hotzenblitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  2. a b Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.
  3. Ralf Wagner: Hotzenblitz: Die erste Pressevorstellung, www.elweb.info-Internetportal, aufgerufen am 6. April 2016
  4. a b Neue Chance für den "Hotzenblitz", Die Welt, 9. September 1998, aufgerufen am 6. April 2016
  5. Rechte an "Hotzenblitz"-Autos verkauft, Berliner Zeitung, 13. Dezember 1996, aufgerufen am 6. April 2016
  6. Thomas Albiez, berufliche Laufbahn, XING, aufgerufen am 6. April 2016
  7. Potzblitz, da kommt der Hotzenblitz, SüdKurier, 3. Juni 2011, aufgerufen am 6. April 2016
  8. Firmenportrait, TZ/MPF Arbeitsgemeinschaft, aufgerufen am 6. April 2016
  9. Hotzenblitz E-Mobil Verkaufsanzeige mit Produktbild aus WP-Archiv@1@2Vorlage:Toter Link/www.shpock.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Spock-Verkaufsplattform, Angebot vom 23.01.2016, aufgerufen am 6. April 2016