Hoven (Düren)

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Koordinaten: 50° 49′ 48″ N, 6° 26′ 28″ O

Hoven
Stadt Düren
Höhe: 112 m
Fläche: 3,58 km² (mit Mariaweiler)
Einwohner: 1917 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 535 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52353
Vorwahl: 02421
Karte

Lage von Hoven in Düren

Hoven ist ein Stadtteil von Düren in Nordrhein-Westfalen. Der im Nordwesten liegende Stadtteil gehört seit 1972 zur Stadt Düren.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden grenzt Hoven an Mariaweiler, im Osten an Birkesdorf, im Norden an Merken, im Westen an Echtz. Die Rur bildet die Grenze zu Birkesdorf. Durch den Ort fließt der Lendersdorfer Mühlenteich.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hovener Mitte

Der Ort hat 1.917 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2015). Vorsitzender des Bezirksausschusses ist Ralf Freiberger. Im Ort gibt es eine Grundschule und einen Kindergarten, sowie fast alle Geschäfte des täglichen Bedarfs. Schmuckstück des Ortes ist die "Hovener Mitte" am Arnold-Decker-Platz. Die Mitte des Kreisverkehrs krönt eine Modell der alten Hovener Kapelle, welche im Jahre 1977, im Rahmen des Kirchenneubaues abgerissen wurde.

Auf dem Arnold-Decker-Platz findet sich, neben der Gefallen-Gedenktafel der beiden Weltkriege, ein Boule-Platz und ein öffentlicher Bücherschrank. Dieser ist in einer alten britischen Telefonzelle untergebracht. Zahlreiche Bänke laden zum Verbleib unter den schattigen Bäumen ein.

Zudem befindet sich auf dem, zu Ehren Arnold Decker benannten, Platz, ein Gedenkstein, welcher an den selbigen erinnern soll.

Decker war Bürgermeister und späterer Ehrenbürger der Gemeinde Mariaweiler-Hoven .

Hauptartikel: Arnold-Decker-Platz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoven war schon zu römischer Zeit besiedelt. Auf dem Priesberg am nördlichen Ortsrand der Ruraue wurde bereits 1879 die Heidenburg ausgegraben, ein römischer Tempel mit den Grundmaßen 21 x 19 m.

Im Jahre 1359 wird Hoven das erste Mal erwähnt. Der damalige Herzog Wilhelm von Jülich überträgt Emond von Hoven die Fischerei im Teich vor dessen Haus zu Hoven.

Die Gemeinde Mariaweiler-Hoven kam im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 zur Stadt Düren.[2]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herz-Jesu-Kirche, in Hoven, mit separatem Glockenturm.

Die am 29. April 1972 eingeweihte neue Herz-Jesu-Kirche wurde vom Dürener Architekten Helmut Lüttgen geplant und hat für annähernd 500 Personen Platz. Besonders auffällig ist ihr untypisches Erscheinungsbild. Sie besteht aus einem Sichtbetonskelett mit roten Backsteinmauern.

Das Vorgängermodell der heutigen Herz-Jesu-Kirche war eine Andachtskapelle, sie wurde im Jahre 1832 auf dem jetzigen Arnold-Decker-Platz errichtet und war bis 1909 der Pfarrei Mariaweiler unterstellt. Der 1909 gegründete Kapellenverein errichtete nach den Plänen des Kölner Architekten Forthmann eine neue Kapelle, die 1912 eingeweiht wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle so stark zerstört, dass man beschloss, diese 1948/49 neu zu errichten. Im Jahre 1977 musste die Kapelle wegen statischer Probleme abgerissen werden.

Die Pfarren

  • St. Peter, Merken
  • Herz Jesu, Hoven
  • St. Mariae Himmelfahrt, Mariaweiler
  • St. Martin, Derichsweiler, und
  • St. Michael, Echtz

schlossen sich 2004 zur Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nordwest zusammen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ortseingang aus Richtung Birkesdorf liegt die Firma Julius Hoesch GmbH & Co. KG.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1901 wurde Hoven durch die Dürener Eisenbahn mit ihrer meterspurigen Bahnstrecke von Düren nach Merken erschlossen, welche später nach Pier und Inden verlängert wurde. Der Bahnverkehr von Inden bis Düren wurde am 30. Juni 1965 eingestellt.

Heute wird der Personennahverkehr durch die Dürener Kreisbahn sichergestellt. Die Linien 206 und 216 verbinden Hoven alle 30 bis 60 Minuten mit Düren.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hovener Sportverein 1919 e. V.
  • Kirchenchor Herz Jesu Hoven
  • KV "Aezebaer" Hoven 1993 e. V.
  • MGV "Liederkranz" Hoven / Zusammenschluss mit MGV Merken
  • R.T.C. Staubwolke Hoven
  • TTC Hoven
  • Verband Deutscher Rassehundefreunde e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Stadt Düren, auf www.dueren.de ( abgerufen am 23. August 2016)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.