hr4

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
hr4
Hr4-Logo 2015.svg
Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch, Kabel, Satellit, DAB & Webradio
Sendegebiet HessenHessen Hessen
Sendeanstalt Hessischer Rundfunk
Intendant Manfred Krupp
Sendestart 6. Oktober 1986
Rechtsform öffentlich-rechtlich
Homepage www.hr4.de
Liste der Hörfunksender

hr4 ist ein Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks. HR4 dient als Unterhaltungswelle des (hr). Das Programm sendet seit September 2004 aus dem hr-Studio in Kassel, zuvor seit dem Sendestart am 6. Oktober 1986 aus dem hr-Funkhaus in Frankfurt am Main. Weiterhin kommen die hr4-Nachrichten aus Frankfurt, da dort die zentrale Nachrichtenredaktion des Hessischen Rundfunks ihren Sitz hat.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Motto „hr4 – Einfach gut drauf“ bietet die Welle überwiegend deutschsprachige Musik: Alte und neue Schlager, Instrumentalmusik, volkstümliche Klänge aber auch Evergreens und leichte Klassik (wie z. B. Operettenmelodien) bestimmen das Programm. Der Sender richtet sich an eine vornehmlich ältere Hörerschaft. hr4 ist inhaltlich vergleichbar mit Sendern wie den SWR4-Landesprogrammen und Bayern plus.

Im laufenden Programm finden sich Ratgeber- und Verbraucherthemen sowie aktuelle Informationen, vorwiegend aus Hessen. Darüber hinaus bietet hr4 zweimal pro Woche eine „Hörerstunde“ an, in der montags und mittwochs jeweils Experten auf Hörerfragen antworten.

Während tagsüber leichtere Unterhaltungsmusik gesendet wird, bringt die Abendsendung „Musik liegt in der Luft“ (21 bis 24 Uhr) eine Mischung aus leichten Schlagern, Evergreens und Melodien der letzten fünf Jahrzehnte.

Freitagabends gibt es die Sendung zur gleichnamigen Veranstaltung des Hessischen Rundfunks: Der hr4-Tanztreff (Fr. 20 bis 21 Uhr). Samstags steht „hr4-Freizeit“ auf dem Programm, ein Freizeit- und Reisemagazin (14 bis 17 Uhr), gefolgt von der Volksmusiksendung „Gude, Servus und Hallo“ zwischen 17 und 20 Uhr. Anschließend beginnt die „hr4-Tanzparty“ (20 bis 24 Uhr). Am Sonntag zwischen 15 und 17 Uhr findet ein hessischer Vereinswettbewerb statt („Mein Verein in hr4“). In den Sendungen „Soiree“ am Sonntagabend und „Matinee“ (an Feiertagen ab 10 Uhr) widmet sich hr4 der gehobenen Unterhaltungsmusik (Operettenmelodien, Walzerklänge, kunstvoll vorgetragene Lieder und Musicals).

Nachts übernimmt hr4 die ARD-Hitnacht die Montag bis Samstag von SR 3 Saarlandwelle produziert wird. Lediglich die Sendung am frühen Sonntag gestaltet der Westdeutsche Rundfunk Köln WDR 4. Die Nachrichten werden nachts vom Norddeutschen Rundfunk übernommen.

Regionalfenster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werktags außer Samstag trennt sich das Programm in drei Regionalfenster (Nord-Osthessen aus Fulda, Rhein-Main aus Darmstadt und Mittelhessen aus Gießen) auf, und zwar um

  • 09:30 (Dauer: 5 Minuten),
  • 12:30 (Dauer: 5 Minuten),
  • 14:30 (Dauer: 5 Minuten),
  • 16:30 (Dauer: 5 Minuten).[1]

Die Regionalisierung im Hörfunk begann in der Amtszeit von Friedrich Franz Sackenheim als Chefredakteur (1981–1991). Die Regionalprogramme Rhein-Main-Journal (aus Frankfurt), Südhessen-Journal (Bensheim) und Nordhessen-Journal (Kassel) waren im Oktober 1984 noch auf hr1 eingeführt worden. Im Juni 1986 begann das Osthessen-Journal (Fulda). Mit dem Start von hr4 im Oktober 1986 wechselten die Regionalprogramme dorthin. Im Januar 1987 kam schließlich als fünftes das Mittelhessen-Journal (Wetzlar) hinzu. Zu hören waren diese Sendungen montags bis freitags von 12:05 bis 12:30 (später bis 13:00) und 16:05 bis 17:00. Mit dem Umzug von hr4 nach Kassel im September 2004 wurden die Regionalsendungen aus Nord- und Osthessen sowie die aus dem Rhein-Main-Gebiet und Südhessen zusammengelegt. Seit Ende Januar 2012 bestehen die Regionalfenster in ihrer gegenwärtigen Form.[2]

Hörerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im März 2011 veröffentlichte Media-Analyse wies für hr4 – montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr – pro Stunde 361.000 Hörer nach; die Tagesreichweite betrug demnach montags bis freitags 918.000 Hörer.[3] hr4 wird vorwiegend von älteren Menschen gehört. So waren laut Media Analyse Radio II/2007 durchschnittlich 73,8 Prozent der hr4-Hörer 60 Jahre und älter. 89,8 Prozent waren 50 Jahre und älter.

RDS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle Sender des Hessischen Rundfunks nutzt auch hr4 beim RDS die Funktion des dynamischen RDS-PS und sendet in der Regel den Sendernamen sowie den gespielten Titel mit Interpret und unregelmäßig auch Telefonnummern (z.B. Stauhotline).

Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

hr4 ist über UKW in ganz Hessen zu empfangen, sowie über DVB-S europaweit. Seit März 2007 wird hr4 auch als Live-Streaming im Internet verbreitet. Im Rhein-Main-Gebiet wird das Programm außerdem per Digitalradio über den hr-Multiplex im Standard DAB+ verbreitet. Dieser nahm den Betrieb am 1. Dezember 2011[4] auf. Über diesen Empfangsweg sowie via DVB-S und den Internet-Livestream wird das Regionalfenster Rhein-Main gesendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frequenzkarte
  2. „Abschied tut weh“ Osthessen-News vom 27. Januar 2012
  3. hr-online.de hr-Pressemeldung vom 9. März 2011
  4. „Digitalradio in Hessen startet“

Koordinaten: 51° 18′ 46″ N, 9° 25′ 40″ O