Hromadnik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hromadnik
Blick auf Großpostwitz mit Hromadnik

Blick auf Großpostwitz mit Hromadnik

Höhe 514 m
Lage Sachsen (Deutschland)
Gebirge Lausitzer Bergland
Dominanz 1,4 km → Czorneboh
Koordinaten 51° 7′ 19″ N, 14° 30′ 13″ OKoordinaten: 51° 7′ 19″ N, 14° 30′ 13″ O
Hromadnik (Sachsen)
Hromadnik
Gestein Granit

Der Hromadnik[1] (auch Döhlener Berg) ist ein 514 m hoher Berg in der Oberlausitz.

Entstehung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa zehn Meter hohe Felsformation auf dem Gipfel des Hromadnik

Der Name Hromadnik stammt aus dem Sorbischen und ist die Bezeichnung für einen Versammlungsort (vgl. hromadźe = „zusammen, gemeinsam“) oder den Gemeindewald der Bauern.[2]

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 9 km südöstlich von Bautzen gelegene Berg bildet den westlichen Abschluss des Czornebohmassivs. Nördlich befinden sich die Orte Rachlau, Döhlen, Pielitz und Großkunitz. Westlich liegt das Dorf Cosul, dazwischen führt die Landstraße von Bautzen nach Cunewalde am Berg vorbei. Nach Süden hin liegt das Cunewalder Tal mit den Orten Schönberg und Frühlingsberg.

Opferbecken zwischen Hromadnik und Czorneboh

Der Hromadnik ist Teil von verschiedenen Sagen, die sich um das Czornebohmassiv ranken. Dabei spielt auch das Opferbecken zwischen Döhlener Berg und Czorneboh eine Rolle, bei dem es sich um eine für die Gegend typische Auswaschung des Granodioritgesteins handelt. Eine weitere Vertiefung wird als Roßtrappe bezeichnet. Auf dem Gipfel des überwiegend mit Fichten bestandenen Berges befinden sich Felsklippen, die auch zum Klettern genutzt werden.

Vor allem an den westlichen Ausläufern erfolgte in der Vergangenheit Gesteinsabbau, davon zeugen zahlreiche kleinere Brüche, die teilweise mit Wasser gefüllt sind. Wegen seiner Lage zwischen Cunewalder und dem Spreetal ist der Berg niederschlagsreich und ein Quellgebiet. Am Berg entspringt das nach Cunewalde fließende Butterwasser.

Über den Hromadnik und die Czornebohkette verläuft der Wanderweg der Deutschen Einheit von Görlitz nach Aachen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zwischen Strohmberg, Czorneboh und Kottmar (= Werte unserer Heimat. Band 24). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1974, S. 83.
  2. Helmut Jentsch: Czorneboh. In: Franz Schön, Dietrich Scholze (Hrsg.): Sorbisches Kulturlexikon. Domowina-Verlag, Bautzen 2014, S. 83.